„NETZEROLEJ“: Zentrum für klimaneutrales Fliegen soll am Flughafen Leipzig-Halle entstehen

Bundeskanzler Scholz hat in seiner Rede anlässlich der 3. Nationalen Luftfahrtkonferenz in Hamburg herausgestellt, dass sich verschiedene Unternehmen, inklusive des Flughafens Leipzig/Halle (LEJ), zur SAF-Produktion in Deutschland zusammengeschlossen haben.

Rund um den Flughafen Leipzig/Halle soll ein Zentrum für die Produktion und den Einsatz emissionsfreier Flugkraftstoffe entwickelt werden. Dazu verpflichteten sich Airbus, Condor, DHL, HH2E, Sasol und der Flughafen Leipzig/ Halle in einer gemeinsamen Absichtserklärung. Die Erklärung ist im Rahmen der 3. Nationalen Luftfahrtkonferenz in Hamburg am 25.09.2024 unterzeichnet und an Bundeskanzler Olaf Scholz übergeben worden. Die Absichtserklärung bildet den offiziellen Auftakt von NetZeroLEJ, einer wegweisenden Initiative der Industriepartner hin zum klimaneutralen Flugverkehr.

Das Projekt NetZeroLEJ wurde in den vergangenen Monaten von den Unterzeichnenden gemeinsam mit weiteren Partnern sowie mit Unterstützung des Bundes und der Länder Sachsen und Sachsen-Anhalt vorbereitet. Ziel von NetZeroLEJ ist es, die Produktion und den Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe (Sustainable Aviation Fuels, SAF) im industriellen Maßstab vorzubereiten und umzusetzen. Das Vorhaben soll die Transformation des Luftfahrtsektors zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz voranbringen. Dadurch soll es einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des Industrie-, Technologie- und Innovationsstandorts Deutschland leisten.

Götz Ahmelmann (CEO Mitteldeutsche Flughafen AG): „Die Luftfahrtindustrie weltweit ist sich ihrer Verantwortung für mehr Klimaschutz bewusst. Die Nutzung von CO2-neutral produziertem Kerosin in großem Maßstab ist die Voraussetzung dafür, die Klimawirkung der Luftfahrt in den nächsten Jahren signifikant zu verbessern. Derzeit sind die klimaneutralen Treibstoffe für den Luftverkehr nur in Kleinstmengen verfügbar. Die Region rund um den Flughafen Leipzig/Halle verfügt über die Innovationskraft, Technologie und die Kapazitäten, um die erforderliche Produktion von mehreren Hunderttausend Tonnen CO2-neutraler Treibstoffe pro Jahr umzusetzen. Sie kann damit weltweit eine Vorreiterrolle im Bereich nachhaltiger Luftverkehr einnehmen.“

Aufgrund der Flächenverfügbarkeit, vor allem aber wegen der Präsenz, des Engagements und der vorhandenen Expertise wesentlicher Stakeholder ist die mitteldeutsche Region als Standort für den Aufbau der großmaßstäblichen SAF-Produktion vorgesehen. Bis zur Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA im Jahr 2024 soll das Projekt inklusive der Finanzierung detailliert geplant und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Inbetriebnahme der Produktionsanlage ist für das Jahr 2029 geplant.

Sustainable Aviation Fuels (nachhaltige Flugkraftstoffe, kurz SAF) ermöglichen den klimaneutralen Passagier- und Frachtflugverkehr auch auf langen Strecken. Die sogenannten E-Fuels und Power-to-Liquid-Kraftstoffe (PtL) werden aus biologischen Rohstoffen und regenerativem Strom erzeugt und durch spezielle Verfahren in Kerosin umgewandelt. Als Drop-In-Lösung sind sie bereits in heutigen Flugzeugen einsetzbar. Sie bieten die Möglichkeit, kurzfristig die Klimabelastung aus dem Flugverkehr zu reduzieren und mittel- bis langfristig die Klimaneutralität des Sektors zu erreichen. Voraussetzung ist die Bereitstellung der SAF in ausreichenden Mengen an den relevanten Standorten des Luftverkehrs.

Foto Flughafen

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Keine Antworten

  1. Nerv ender sagt:

    „klimaneutrales Fliegen“

    Wie soll das funktionieren?

    #idiocracy

  2. das Große Bla sagt:

    „Aufgrund der Flächenverfügbarkeit, vor allem aber wegen der Präsenz, des Engagements und der vorhandenen Expertise wesentlicher Stakeholder ist die mitteldeutsche Region als Standort für den Aufbau der großmaßstäblichen SAF-Produktion vorgesehen.“

    Vor allem Platz und Billigarbeitskräfte wollte man wohl sagen…

    • Malte sagt:

      Zum zweiten gehören immer auch zwei. Wer nix rechtes gelernt hat, muß nehmen, was man ihm anbietet. Und wer die Bedingungen akzeptiert, ist mitschuldig. Gibt doch jetzt Fachkräftemangel, da muß keiner für Billig arbeiten gehen…

      • @zu kurz gedacht sagt:

        „Wer nix rechtes gelernt hat, muß nehmen, was man ihm anbietet.“

        Und das ist nur in der „mitteldeutschen Region“ so?

  3. B.S. sagt:

    Klimaneutrales Fliegen funktioniert folgendermaßen, indem man die abgebildeten Personen von dem Foto in den Korb eines Heißluftballons stellt und sie mit ihrer warmen Atemluft den Ballon zum abheben bringen.

  4. Reiselust & Fernweh sagt:

    Ich finde das Projekt super! Alle schreien nach Klimschutz und das Projekt ist eine Antwort darauf. Wird den links-grünen Anarchisten wieder nicht gefallen, denn mit dem Zelt und Bike an die Ostsee riecht für sie nach Traumurlaub. Mir reichen da ein paar Tage im Herbst, natürlich nicht im Zelt. In den anderen Urlauben möchte ich meinem Kind etwas von der Welt zeigen, solange das ohne links-grüne Verbotskultur noch möglich ist.

    • 10010110 sagt:

      Es ist keine Antwort auf Klimaschutz, denn hier können wir live erleben, wie der Rebound-Effekt eintritt und durch vermehrte Fliegerei bzw. verstärkten Konsum alle Versuche wieder zunichtemacht. Technische Lösungen sind keine Lösungen.

      • Reiselust & Fernweh sagt:

        Naürlich haben nur die links-grünen Anarchisten die Lösung für all unsere Probleme. Ihr seid die Guten! Hoffentlich dauert es noch ganz, gant lange bis eure durchgekanallten Fantasien Wirklichkeit werden. Bis dahin…Leben, Genießen, Erleben, Reisen…alles was Spaß macht.

        • Arbeiterstandpunkt sagt:

          Genau, mit ganz viel Spaß in die Umweltkatastrophe – weil das ja nur durchgeknallte Fantasien sind, dieser „Treibhauseffekt“.