Neuer Anlauf: Stadtratsantrag will Städtepartnerschaft mit Ufa ruhig stellen

In den Fachausschüssen gab es bereits Diskussionen um die Städtepartnerschaft mit Ufa. Weil aber die Linken in der vergangenen Stadtratssitzung ihren eigenen Antrag zu den Städtepartnerschaften zurückgezogen haben, ist dadurch auch der SPD-Änderungsantrag – der sich explizit nur mit der russischen Stadt beschäftigt hat – in der Versenkung verschwunden.

Deshalb starten die Sozialdemokraten nun einen neuen Anlauf, diesmal als eigenständiger Antrag. Demnach soll für die Dauer des Krieges in der Ukraine die Städtepartnerschaft “auf offizieller Ebene ruhen”. Wegen “der humanitären Katastrophe, schockierender Gräueltaten und zahlreicher mutmaßlicher Kriegsverbrechen, die Russland über die Ukraine gebracht hat”, sei eine Zusammenarbeit auf staatlicher kommunaler Ebene in Kriegszeiten nicht denkbar. 

Die Stadt Halle solle aber weiterhin nach Möglichkeit zivilgesellschaftliche Gruppen in Ufa und den völkerverbindenden Austausch zwischen den Menschen Halles und Ufas unterstützen, heißt es im Antrag. “Die Stadt Halle unterstützt darüber hinaus insbesondere Bürger Ufas, die aufgrund ihrer ablehnenden Haltung zum Krieg in der Ukraine Verfolgung und Repression ausgesetzt sind.”

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17 Kommentare

  1. wahnsinnmitmethode sagt:

    Dürfen wir nun alle auch nicht mehr zu Mc. Donald u. müssen auf die braunen Brausen verzichten wegen Libyen , Syrien , Serbien usw. u. müssen die Amerikaner ihre Atombomben aus Deutschland abziehen , damit von deutschem Boden aus keine humanitäre Katatrophe heraufbeschworen wird ?

  2. Ostkind sagt:

    Hoffentlich verdammt man nicht eines Tages die Mieter nach
    dem Motto, wie können sie in der Ufaer Str. wohnen. Wie
    blöd ist Deutschland und Halle macht feste mit, der Osten
    geht unter.

    • Bananenrepublik sagt:

      „Hoffentlich verdammt man nicht eines Tages die Mieter nach dem Motto, wie können sie in der Ufaer Str. wohnen“

      Früher hätte man das als Übertreibung abgetan, heutzutage ist selbst so ein zusammenhangloser Unsinn im Bereich des Möglichen. Man wartet schon förmlich auf die Straßenumbenennung.

      • Zeitgeschichtedermoral sagt:

        Die linken Arbeitervertreter haben ihre sozial gerechte Gesellschaftsordnung endlich gefunden – der Sitz ihres sozial gerechten Paradieses scheint für die SPD im Analbereich der US- Lobby zu sein.

        • Klaustrophobievorstadt sagt:

          Wird langsam eng, denn die Grünen/CDU und noch ein paar andere sitzen da auch schon drin

  3. Wh sagt:

    Nicht abbrechen die Partnerschaft, die Russen einen nämlich gar keinen Krieg

    • Hallu sagt:

      Was einen die Russen dann?

      • Cybertroll sagt:

        Wenn man unseren völlig überteuerten Lebenstandard
        betrachtet dann wäre ich für eine Städte-Partnerschaft mit
        einer japanischen Großstadt denn das Preis-Niveau passt besser.

    • Cybertroll sagt:

      „die Russen einen nämlich gar keinen Krieg“

      Der Krieg eint die Russen. So ist es richtig ausgedrückt.

  4. west sagt:

    es müssten auch mal ein paar aktivisten Ufa als partnerstadt von den steinsäulen an den ortseingängen abkratzen…

  5. Kein Anschluss mit Freenet nach Russland sagt:

    Jugendkriminalität ist im Stadtrat kein Thema wert. Also reale Probleme direkt vor der Haustür.

    Eine Städtepartnerschaft muss aber unbeding nach Meinung der Guten im Stadtrat gecancelt werden.

    Wer keine Probleme hat, macht sich welche oder übersieht sie einfach.

  6. Gw sagt:

    Die Russen selbst wollen keinen Krieg, es ist ihre Regierung die so was tut, dass ist immer so, begreift fad doch endlich. Beeil uns sind es doch auch die Grünen die schwere Waffen liefern wollen und nicht deren Wähler. Begreift das doch endlich. Nicht das Volk will Krieg, ihre Führer sind es