Neuer Flächennutzungsplan: der Jüdische Friedhof und der Friedhof Lettin werden keine Wohngebiete – obwohl die Flächen rot eingefärbt sind

Derzeit erarbeitet die Stadt Halle (Saale) einen neuen Flächennutzungsplan. Der hat schon in den letzten Tagen für Aufregung gesorgt, weil bisherige Kleingärten im Bereich Gertraudenfriedhof und Galgenberg als potenzielle Wohnbaufläche ausgewiesen werden.

Doch im Rahmen der Erarbeitung sind die Grünen-Stadträte Annette Kreutzfeldt und Christian Feigl noch auf andere Punkte gestoßen. Die betreffen den jüdischen Friedhof am Wasserturm und den Friedhof in Lettin. Beide sind nämlich als Wohnbauflächen ausgewiesen. Im alten Flächennutzungsplan hatten beide eine eigene Auflistung.

Baudezernent René Rebenstorf war gleich darum bemüht mitzuteilen, dass die Stadt keine Friedhöfe überplanen wird. Stattdessen liegt es daran, dass der neue Flächennutzungsplan viel grober gefasst ist. So sind eigenständige Flächen erst dargestellt, wenn diese mindestens 2 Hektar groß sind. Im alten Flächennutzungsplan lag die Grenze bei 0,5 Hektar. Die beiden Friedhöfe sind somit zu klein für eine eigene Darstellung, gerüttelt werden soll an ihrem Bestand aber nicht.

Der Flächennutzungsplan hat ohnehin keine Rechtswirksamkeit. Er steckt im Groben ab, wie die Aufteilung der Stadt ist und wo bestimmte Entwicklungen vorgesehen sind. Um diese dann zu verwirklichen, ist noch ein neuerliche Beschluss des Stadtrat nötig.

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12 Antworten

  1. petty sagt:

    Kann man den aktuellen Plan irgendwo finden? Ich finde nur den aus den 90er Jahren.

  2. So sagt:

    Sind die von der Stadt den total irre geworden

  3. So sagt:

    Sind die von der Stadt denn total irre geworden

  4. Emmi sagt:

    Herr Rebensdorf, also keine Feinheiten mehr im Flächennutzungsplan. Da kann man dann schön behaupten, dass Gebiet wird nicht bebaut. Aber ebenso auch andersrum, es ist ja im Plan enthalten. Wenn der so grobschlächtig ist, nutzt er nicht viel. Da waren Fachkräfte am Werk

  5. Vs sagt:

    Wer den Plan aufgestellt hat ist nicht bei Trost

  6. Wenn das Fachkräfte waren da lachen die Hühner drüber ,die Leute sind fehl am Platz und überbezahlt sonst würden die nicht solchen Mist verzapfen.