Petition zum Südstadt Center übergeben – 2.165 Bürger fordern Lösungen im Süden

Seit mittlerweile sechs Wochen ist das Südstadt-Center in Halle (Saale) wegen Brandschutzmängeln geschlossen. Doch selbst wenn es wieder öffnet, bleiben die meisten Läden leer. Als großer Ankermieter hat unter anderem Kaufland das Aus angekündigt.

Der SPD-Politiker Julius Neumann hat aus diesem Grund eine Petition zum Erhalt des Centers gestartet. Stadtverwaltung und Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt müssen am Thema bleiben und eine gute Versorgung im Süden sichern, findet er. 2.165 Menschen haben deshalb in den vergangenen Wochen für das Center unterschrieben.

„Letzte Woche hat mir eine über 90-Jährige Frau erzählt, wie sie aktuell mühselig alle ihre Drogerieeinkäufe aufschreibt und nichts vergessen darf. Einmal im Monat muss sie nun für viel Geld per Taxi aus der Südstadt zur nächsten Drogerie fahren. Das Südstadt Center fehlt. Wir brauchen ein Stadtteilzentrum für eine enkelfeste Zukunft im Süden“, beschreibt Landtagskandidat Julius Neumann die Situation des geschlossenen Südstadt Centers.

In vielen Gesprächen erzählten die Anwohner, wie sie das Center seit dem Bau in den 90er-Jahren besuchten und wie wichtig die Ärzte, Drogerie, Kleidungsgeschäfte und Lebensmittelversorgung für ihre Lebensqualität gewesen waren. „Ich habe den Oberbürgermeister daher bei der Übergabe nach Updates zum Südstadt Center gefragt. Der OB konnte keine Neuigkeiten verkünden, da der Eigentümer weiter am Brandschutz arbeite“, so Julius Neumann.

„Zahllosen Menschen im Süden ist es wichtig, dass ihnen unser Stadtoberhaupt bei diesem essenziellen Thema persönlich zuhört. Das habe ich verdeutlicht“, so Neumann weiter. „Dr. Vogt sagte, das Südstadt Center bleibe ein privatwirtschaftlich betriebenes Objekt. Was mich aber sehr freut: unser OB bekräftigte, vor Ort präsent zu sein sei wichtig und er spreche gerne mit Bürgern. Aufgrund vieler dringender politischer Aufgaben sei ihm das bisher hierbei nicht möglich gewesen. Der OB zeigte sich optimistisch, dass er sich nach Möglichkeit bald mit den Anwohnern vor Ort austauschen würde und schaue, wie er dies einrichten könne. Dafür habe ich den Kontakt zu den Anwohnervertretern der regelmäßigen Kundgebungen hergestellt.“

Neumann blickt auf die nächsten Schritte: „Die Zukunft des Centers wird sich nicht in den nächsten Wochen klären. Der Eigentümer bleibt in der Pflicht, den Brandschutz zu sichern. Hier zählen nur Taten. Dann können Eigentümer und Wirtschaftsförderung über die weiteren Optionen sprechen. An den alten Kaufhof-Gebäuden am Markt, wo in den nächsten Wochen neues Leben einzieht, sehen wir: eine Wiederbelebung solcher Gebäude haben wir in Halle schon einmal geschafft.“

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6 Kommentare

  1. Julius Neumann sagt:

    Es würde mich freuen, wenn der Oberbürgermeister vor Ort auf die Fragen und Sorgen der Anwohner eingeht. Das Südstadt Center fehlt.

    • Tino sagt:

      Herr Neumann, warum schieben Sie das Problem vor sich hin?
      Wäre es nicht viel Sinnvoller wenn Sie selbst aktiv neue Mieter werben?
      Ich persönlich würde dort mein Laden nicht eröffnen wollen, der Eigentümer hat Bewiesen das er nicht vertrauenswürdig ist.
      Ansonsten hätte er seine Rechnungen bezahlt.
      Ohne die Hilfe von Kaufland, wäre das Center schon viel zeitiger geschlossen wurden.
      Der Eigentümer hat nur jetzt gehandelt, weil die Stadt Halle endlich mal ihre Arbeit gemacht hat und ein Sperrung durchgeführt hat.

    • A.W. sagt:

      Junge, du nervst langsam mit deinem Gelaber!!!

  2. Tino sagt:

    Was hier vergessen wird, der Eigentümer ist an der derzeitigen Lage Schuld.
    Die Stadt ist nicht dafür zuständig, den Eigentümer durch Vermittlung neuer Mieter, die Finanzierung seines Objektes zu helfen.
    Wenn es Herr Naumann so wichtig ist, warum nimmt diese nicht selbst Kontakt zu Drogeriemärkten auf?
    Auch Einwohner könnten dies in Eigenleistung mache, Telefon, Internet, Schreibzeug hat ja jeder.

    • Ich verrate es dir. sagt:

      „Wenn es Herr Naumann so wichtig ist, warum nimmt diese nicht selbst Kontakt zu Drogeriemärkten auf?“

      Weil Populismus auf dieser Schiene einfacher verfängt. Es wird der Eindruck erweckt, die Stadt könne handeln – tatsächlich fehlt ihr wegen des Privateigentums jede Zuständigkeit. Punkt.

  3. Sack Reis sagt:

    Es ist Krieg der Ukraine. Die Probleme in der Südstadt wünschte ich allen Ukrainerinnen und Ukrainern.

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