Religionen entdecken, Fragen stellen, Vorurteile abbauen: „Out of the Box“ in Halle-Neustadt gestartet

Ein außergewöhnliches Projekt ist am Donnerstag in Halle-Neustadt gestartet. Auf einer Wiese gegenüber vom Neustadt Centrum steht ein Container, in dem sich ein gemeinsames Religionsprojekt verbirgt. “Out of the Box” steht für Schulklassen nach Anmeldung bereit. Er ist ausgestattet mit interaktivem Material für verschiedene Altersgruppen. 

Wie Tarek Ali vom Migrationsbeirat sagte, wolle man die Vielfalt der Religionen darstellen. Ziel sei es, miteinander ins Gespräch zu kommen. Man habe auch bereits Kontakt mit Schulen aufgenommen. Für Ali ist das Projekt auch eine Möglichkeit, eine Zielgruppe zu erreichen, die normalerweise nicht mit anderen Religionen in Kontakt kommt. Perspektivisch sind aber auch feste Öffnungszeiten für jedermann geplant.

Pfarrerin Hanna Henke: „Ziel unseres Projekts ist es, einen Ort zu schaffen, wo Menschen andere Religionen kennenlernen, sich austauschen und Fragen stellen können. Es soll dadurch nicht nur ein Beitrag zum gegenseitigen Verständnis sein, sondern auch Vorurteile abbauen und ein starkes Zeichen der Verständigung unter den Religionen setzen.“

Am Projekt beteiligt sind das Islamisches Kulturcenter Halle (Saale) e.V., der Landesverband Jüdischer Gemeinden, die Evangelische Emmausgemeinde Halle als Vertreterin des Evangelischen Kirchenkreises Halle-Saalkreis, die katholische Kirche sowie die hallesche Bahai-Gemeinde. 

So erfahren die Besucher, was sich hinter dem jüdischen Purim-Fest verbirgt oder warum sich Muslime auf die Reise nach Mekka begeben. Aufgebaut ist auch ein Modell einer Synagoge aus Damaskus, die von Kindern aus der “Passage 13” gestaltet wurde.

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