René Jacobs ist Händel-Preisträger 2026
Im Jahr 2026 erhält René Jacobs den Händel-Preis der Stadt Halle, vergeben durch die Stiftung Händel-Haus. René Jacobs zählt zu den prägenden Künstlerpersönlichkeiten der Alten-Musik-Szene der letzten Jahrzehnte. Als Sänger, Dirigent und künstlerischer Leiter hat er das Verständnis barocker Vokalmusik und insbesondere der Werke Georg Friedrich Händels entscheidend geprägt. Bereits in den 1980er-Jahren begann Jacobs eine intensive Auseinandersetzung mit Händels Opern und Oratorien. Seither widmet er sich mit größter Konsequenz und künstlerischer Fantasie einer historisch informierten, zugleich lebendigen und sinnlichen Interpretation. Seine Aufnahmen von Giulio Cesare, Ariodante, Rinaldo, Tamerlano, Saul, Belshazzar oder Theodora gelten als Referenzaufnahmen – vielfach preisgekrönt und international rezipiert.
Dabei geht es Jacobs nie nur um stilistische Korrektheit, sondern auch um dramatische Stringenz, psychologische Tiefe und musikalische Eloquenz. Durch seine Arbeit hat er wesentlich dazu beigetragen, dass Händels Musiktheater heute wieder als modernes, emotional durchdrungenes und menschliches Ausdrucksmedium erlebt wird. Auch als Vermittler, Mentor und künstlerischer Partner ist Jacobs von großer Bedeutung: Zahlreiche Sängerinnen und Sänger sowie Ensembles wurden durch die Zusammenarbeit mit ihm nachhaltig inspiriert und in ihrem Zugang zu Händels Werk entscheidend geprägt. Die Verleihung des Händel-Preises der Stadt Halle, vergeben durch die Stiftung Händel-Haus, würdigt René Jacobs’ umfangreiches Lebenswerk und seinen prägenden Einfluss auf die heutige Händel-Rezeption. Nach der Aufführung von Aci, Galatea e Polifemo in der Händel-Halle am Freitag, dem 12. Juni 2026, wird der Händel-Preis der Stadt Halle, vergeben durch die Stiftung Händel-Haus, an René Jacobs überreicht. Die Laudatio wird Silke Leopold halten.








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