Sachsen-Anhalt: Ein Theaterland mit Strahlkraft
Die Theaterlandschaft Sachsen-Anhalt kann auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurückblicken. Nationale Auszeichnungen, überregionale Anerkennung und hohe Besucherzahlen belegen: Theater in Sachsen-Anhalt ist kein Randphänomen, sondern ein zentraler Bestandteil des kulturellen Selbstverständnisses.
Staatsminister und Minister für Kultur Rainer Robra: „2025 war ein herausragendes Theaterjahr. Die Erfolge unserer Theater und Orchester sind vor allem das Ergebnis der herausragenden Arbeit der Künstlerinnen und Künstler, der technischen Gewerke und aller Mitarbeitenden auf und hinter der Bühne. Sie machen Sachsen-Anhalt zu einem Theaterland mit unverwechselbarem Profil. Dass unsere Häuser bundesweit Resonanz finden und gleichzeitig so viele Menschen ins Theater gehen, zeigt: Sachsen-Anhalts Theaterlandschaft ist vital, relevant und tief in der Gesellschaft verankert.“
Ob in Magdeburg, Naumburg oder im Harz: Bühnen aus Sachsen-Anhalt prägen aktuell die bundesweite Theaterdebatte. Das Theater Magdeburg wurde als „Theater des Jahres 2025“ ausgezeichnet; zugleich zählt die Inszenierung „Krieg und Frieden“ laut WELT zu den zwölf besten Bühnenstücken Deutschlands. Das Harztheater in Halberstadt wiederum gehört für die FAZ mit der Opernproduktion von Richard Wagners „Die Walküre“ zu den zehn besten Opernproduktionen des Jahres 2025. Bis 2027 will das Harztheater die Aufführung der „Ring“-Tetralogie vollenden.
Diese künstlerischen Erfolge treffen auf ein Publikum, das Theater in besonderem Maße schätzt: Mit 234 Theater- und Konzertbesuchen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner liegt Sachsen-Anhalt laut dem aktuellen Bericht „Kulturindikatoren kompakt 2025“ der Statistischen Ämter über dem Bundesdurchschnitt.
Zugleich wird sichtbar, dass kulturelle Qualität auch in Räumen und Strukturen wächst. Das Theater Naumburg wurde mit zwei renommierten Architekturpreisen ausgezeichnet: Nach dem Gewinn des Stadtumbau Awards Sachsen-Anhalt wurde die architektonische Umgestaltung des ehemaligen Naumburger Schlachthofs auch mit dem Architekturpreis des Landes ausgezeichnet. Dies ist ein Beispiel für die gelungene Verbindung von kulturellem Erbe und zeitgemäßer Nutzung.
Mit der Wiedereröffnung des Harzer Bergtheaters im Mai 2025 wurde einer der ältesten Naturtheaterstandorte Deutschlands nach fünfjähriger Umbau- und Modernisierungsphase neu positioniert. Die historische Bühne verfügt seitdem über moderne Technik, verbesserte Infrastruktur und eine Kapazität von rund 1.900 Plätzen.
Grundlage dieser Entwicklung ist auch die neue Generation der Theater- und Orchesterverträge. Die Vertragsperioden 2019 bis 2023 sowie 2024 bis 2028 sichern den Bühnen und Orchestern mit dynamisierten Zuschüssen des Landes und der kommunalen Träger eine verlässliche finanzielle Ausstattung und damit langfristige Planungssicherheit.









Die Theater dieses Landes – und besonders der Stadt Halle – sind steuergeldveschlingende Ungetüme, die sich nicht um ihr Publikum scheren. Man schaue nur die Oper Halle an, das Programm ist unterirdisch. Kann ersatzlos entfallen.
Schlimmer sind Honks und Vollhonks.
Das ganze Land ist nur noch ein Affentheater
„Nationale Auszeichnungen, überregionale Anerkennung und hohe Besucherzahlen belegen: Theater in Sachsen-Anhalt ist kein Randphänomen“
Warum haben dann die Besucherzahlen bis heute nicht das Niveau der Vorcoronazeit erreicht?
„Mit 234 Theater- und Konzertbesuchen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner liegt Sachsen-Anhalt laut dem aktuellen Bericht „Kulturindikatoren kompakt 2025“ der Statistischen Ämter über dem Bundesdurchschnitt.“
Hier wird vorgetäuscht, dass von 1.000 Einwohnern 234 ins Theater bzw. in die Oper gehen. Das ist allerdings nicht der Fall, da man Mehrfachbesucher nicht statistisch erfasst, um den Steuerzahlern in Sachsen-Anhalt ein falsches Bild von der tatsächlichen Lage vermitteln zu können.
„Die Vertragsperioden 2019 bis 2023 sowie 2024 bis 2028 sichern den Bühnen und Orchestern mit dynamisierten Zuschüssen des Landes und der kommunalen Träger eine verlässliche finanzielle Ausstattung“
Die euphemistische Formulierung ist schon ziemlich krass. Diese „dynamisierten Zuschüsse“
sorgen dafür, dass eine Theater- bzw. Opernkarte quasi verschenkt wird, während der Steuerzahler pro Besucher etwa 200 Euro zuzahlen muss, ohne selbst etwas davon zu haben.
Die TOOH wird in Halle mit etwa 45 Millionen Euro subventioniert, während mit Kartenverkäufen gerade mal 2 Millionen Euro pro Jahr eingenommen werden. Robra und Co blenden das völlig aus.
Du irrst, wie fast so immer. Wenn der „Steuerzahler“, auch der Besucher ist übrigens einer!, auch noch ins Theater ginge wäre ja für ihn auch eine Karte subventioniert… Er hat es also in seiner Hand. Und die Statistk muß man dir hoffentlich nicht erklären, angeblich hast du doch sogar BWL studiert. Deine Einlassung läßt nur darauf schließen, daß du das entweder nicht getan hast, oder nur ungenügend, und im Fach Statistik überhaupt nicht…
Ekelhaft! Das ist ja schlimmste Jubelpropaganda von Robo Robra. Allein diese eine Meldung wird das Wahlergebnis der AfD um 2 Prozentpunkte erhöhen.
Echt? Bist Du wirklich so fett?
PaulusHallenser,
1. Warum müssen die Besucherzahlen das Vorcorona-Niveau erreichen bzw. übertreffen, damit Theater kein Randphänomen ist? Wieso sollte ausgerechnet das das entscheidende Kriterium sein?
2. Wieso täuscht die Rede von Besuchen vor, von Besuchern zu reden? Es sind doch zwei verschiedene Worte für zwei verschiedene Sachen.
3. Wieso hat ein Steuerzahler, der nicht in die Oper geht, nichts von der Subventionierung der Oper? Ich gehe beispielsweise nicht zu Fußballspielen und bin nicht Mitglied in einem Sportverein, interessiere mich auch nicht dafür, habe aber gleichwohl etwas davon und bin auch für entsprechendeFörderung. Eine Frage ist, in welcher Gesellschaft man leben möchte, und ich ziehe eine Gesellschaft mit Breitensport und Spitzensport vor (wie eben auch eine Gesellschaft, die Kultur und Bildung wertschätzt).
4. Robra und Co dürften die Finanzierung ziemlich genau kennen. An der Subventionierung hängt nicht nur die Existenz der Theater und Opern, sondern auch ihre allgemeine Zugänglichkeit.
5. Warum nicht auch mal anerkennen, dass die überregionale Anerkennung rundum erfreulich ist?
Beste Grüße
Danke.
Leider ist PaulusHallenser dafür bekannt, (wahrscheinlich nicht nur hier) polemisch und angeblich liberal (warum nur ist die FDP wo sie ist? 😁) zu argumentieren, wobei argumentieren eigentlich das falsche Wort ist, polemisierend wäre treffender. Die Behauptungen „Besucher“ statt wie geschrieben von Besuchen ist da nur ein Beispiel, ebenso die dazu aufgestellte Behauptung (ich sage: Lüge), dass damit etwas vorgetäuscht werden soll, denn auch die bundesweite Statistik sagt nichts anderes aus als Besuche, nicht Besucher.
Danke für die treffende Analyse, „Frage“.