Saniertes DDR-Wandbild in Halle-Neustadt wird im Frühjahr übergeben – mehr Fliesen als geplant mussten ersetzt werden

Im Frühjahr soll das sanierte Kunstwerk “Einheit der Arbeiterklasse und Gründung der DDR” von Josep Renau übergeben werden. Darüber wurde im Kulturausschuss informiert.

Das rund 7 x 30m große Werk am Verwaltungsgebäude am Stadion 5 wurde 1974 eingeweiht und besteht aus 10.904 Fliesen. Zu sehen ist unter anderem der Kopf von Karl Marx. Viele Fliesen haben sich aber im Laufe der Zeit gelockert und mussten nun neu befestigt werden, vorrangig durch “Mörtel-Injektionen”. 

Geplant war auch die Ersetzung von 100 abgängigen Fliesen. Letztendlich mussten sogar 450 Fliesen ersetzt werden. Mit dem entstandenen Ergebnis sei man als Stadtverwaltung zufrieden, ebenso die Denkmalpflege. 

Um den straffen Zeitplan einzuhalten, hätten zwischenzeitlich zusätzliche Helfer eingestellt werden müssen. Trotzdem bleibt das gesamte Projekt wohl im finanziellen Rahmen. Etwa eine Million Euro kostet die Sanierung laut früherer Aussagen, finanziert durch die Wüstenrot-Stiftung.

Noch ist das Kunstwerk durch ein Baugerüst verhüllt. Das wird in den kommenden Wochen abgebaut.  Das Wandbild “Die vom Menschen beherrschten Kräfte von Natur und Technik” am linken Treppenhaus des 12-Geschossers ist bereits vor fast 20 Jahren saniert worden.

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10 Antworten

  1. Ex Grenzer sagt:

    Vernünftige Aktion. Im Rahmen des US geprägten Kultur-Revisionismus im US-Satelliten BRD wurde ohnehin schon zu viel sozialistische Kunst zerstört.

  2. was soll's... sagt:

    “Die vom Menschen beherrschten Kräfte von Natur und Technik”

    Das hat sich längst überholt, bestes Beispiel ist die Klimakatastrophe und die Unfähigkeit, wirklich etwas dagegen tun zu können.

  3. Künstler sagt:

    Ein schreckliches Kunstwerk, verschwendetes Geld. Das Geld sollte lieber gespendet werden. In 20 Jahren sind dann erneut 1 mio Euro notwendig?

  4. Knisse sagt:

    Ich finde ein bisschen positive DDR Nostalgie schon gut. Wir können 40 Jahre nicht tot reden. Es war unser Leben. Und das hat nichts mit Klima zu tun.