Bahnmuseum in Halle (Saale) macht ab April wieder auf – Ministerpräsident, OB Vogt und CDU-Stadtratsfraktion begrüßen Entscheidung, dass doch nicht geschlossen wird

Das am 6. Dezember vergangenen Jahres geschlossene Bahnmuseum an der Berliner Brücke in Halle (Saale) macht nun doch wieder auf. Demnach soll die Ausstellung ab April wieder zugänglich sein.

Aktuell sind auch Ehrenamtliche im Lokschuppen tätig. Sie hatten auch darauf gehofft, dass es nach der Petition mit tausenden Unterschriften und Fürsprecher aus der Politik doch weitergeht. So musste der Verein auch seine aufgebaute Modellbahn nicht abbauen. Schon das war ein Zeichen, dass es doch wieder eine Eröffnung gibt.

Der reguläre Museumsbetrieb an Samstagen wird nach Auskunft der DB wie in den Jahren zuvor im Frühjahr wieder aufgenommen, gezeigt werden die Baureihen der Deutschen Reichsbahn aus der ehemaligen DDR.

Mit der Entscheidung über die Umwandlung in ein Depot im Vergangenen Jahr begannen konstruktive Gespräche mit der Stadt Halle (Saale) über Möglichkeiten zum Erhalt des DB Museums. Im Zuge dessen hat sich die Deutsche Bahn Stiftung, unter deren Dach das DB Museum betrieben wird, nun für eine Wiedereröffnung entschieden. Damit entsteht der notwendige Raum, um gemeinsam konkrete Ansätze zu entwickeln, die die Zukunft des Museumsstandortes in Halle auch langfristig absichern.

Halles Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt begrüßt die Entscheidung. „Die Rettung des DB-Museums ist eine sehr gute Nachricht für unsere Stadt, für die Region und für ganz Ostdeutschland. Damit hat sich unser gemeinsamer Einsatz für die Rettung des DB-Museums gelohnt. Ich danke allen daran Beteiligten. Nun muss die Deutsche Bahn ein Konzept entwickeln, um in ihrem Museum am wichtigen Bahnknoten Halle (Saale) die gesamte Geschichte der Bahn, eben auch im Osten Deutschlands, zeitgemäß und zukunftssicher darzustellen. Die Stadt Halle (Saale) wird diese Bemühungen mit aller Kraft unterstützen.“

Ministerpräsident Sven Schulze begrüßt die Entscheidung der Deutsche Bahn AG, das DB Museum in Halle nun doch zu erhalten: „Das DB Museum in Halle erfreut sich nicht nur großer Beliebtheit, es dokumentiert auch ein Stück ostdeutscher Eisenbahngeschichte. Daher bin ich froh, dass das Museum über die Deutsche Bahn Stiftung weiter betrieben wird. Das Engagement des Landes Sachsen-Anhalt, der Stadt Halle und vieler Ehrenamtlicher hat sich gelohnt. Jetzt müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass der Bestand des Museums dauerhaft gesichert wird.“

Dazu erklärt der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Christoph Bernstiel: „Das ist eine sehr gute Nachricht für unsere Stadt. Der Einsatz auf allen Ebenen hat sich gelohnt. Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Deutsche Bahn ihre Entscheidung noch einmal neu bewertet hat und nun Verantwortung übernimmt.“

Die ursprünglich aus Spargründen vorgesehene Schließung hatte bundesweit für Kritik gesorgt. Die CDU-Fraktion hatte sich frühzeitig gegen die Schließung ausgesprochen, Schreiben an Bundes- und Landesebene gerichtet und die breite Bürgerbewegung aktiv unterstützt.

„Unser Dank gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit großem Engagement für den Erhalt eingesetzt haben. Besonders bedanken wir uns bei den über12.000 Unterzeichnern der Petition – digital und auf Listen. Dieses starke Signal aus der Stadtgesellschaft hat Wirkung gezeigt.“

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5 Antworten

  1. OBerhammer sagt:

    Im Bild: Der Mann, der ein 150 Millionen Euro Problem hat, sich aber zum Glück um die wirklich wichtigen Themen kümmert.

    Ich glaube, diese Stadt ahnt noch gar nicht, in welches Desaster dieser OB sie führt.

  2. Hallenserin sagt:

    Das sind mal richtig tolle Neuigkeiten!!! Eine gute Nachricht 😉

  3. Bürger sagt:

    Das ist eine gute Nachricht, die ostdeutsche Eisenbahngeschichte bleibt erstmal erhalten. Eine betriebsfähige 03 1010 wäre dann aber sich zu viel des Guten.

  4. Leopold sagt:

    Super – Glückwunsch zu Eurem Erfolg. Wir freuen uns dass im „Osten“ das Eisenbahnmuseum erhalten wird, denn auch die Deutsche Reichsbahn hat nach 1945 zur Eisenbahngeschichte beigetragen und das mit vielen Erfolgen. Auch das Arrangement der ehrenamtlichen Eisenbahner die Geschichte der Entwicklung und die Erinnerung an historische Technik zubewahren und regelmäßig zuzeigen ist lobenswert und nucht ganz selbstverständlich. Wir hoffen Eure Zukunft ist unendlich. Dagmar und Teo Leopold

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