Drohende Schließung vom Südstadt-Center: ordnungsrechtliche Entscheidung der Stadtverwaltung nächste Woche

Die angedrohte Nutzungsuntersagung für das Südstadt-Center ist weiterhin nicht vom Tisch. „Weitere Entscheidungen im ordnungsbehördlichen Verfahren sind mit Beginn der kommenden Woche zu erwarten“,so Stadtsprecher Drago Bock. „Sollte es der Eigentümerin nicht gelingen, durch geeignete Maßnahmen einen sicheren Betrieb des Objekts zu gewährleisten, kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass in der kommenden Woche eine Nutzungsuntersagung für das Südstadtcenter ausgesprochen werden muss.“

Bock betont, dass eine solche Maßnahme ausschließlich dem Schutz der Gewerbetreibenden, der Kundinnen und Kunden, der sonstigen Nutzerinnen und Nutzer des Südstadtcenters sowie der öffentlichen Sicherheit dienen würde.

Die Eigentümerin des Südstadtcenters sowie ihre Bevollmächtigten seien im laufenden Verfahren erneut am 26. Januar 2026 angehört worden. Am gestrigen Donnerstag habe es erneut eine vertrauensvolle Abstimmungsberatung zwischen den Mieterinnen und Mietern, der Stadt und der aktuell neu von der Eigentümerin beauftragten Verwaltung gegeben. „Ziel des weiteren Vorgehens ist es, der Eigentümerin vor möglichen ordnungsrechtlichen Maßnahmen nochmals die Gelegenheit zu geben, die erforderlichen Schritte zur Beseitigung der festgestellten Mängel einzuleiten“, so Bock Hierzu wurde eine Frist bis zum 30. Januar 2026 gesetzt, also den heutigen Freitag. „Vor dem Hintergrund dieser Frist wird in der laufenden Woche keine Entscheidung über eine mögliche Nutzungsuntersagung für das Südstadtcenter getroffen.“ Die Stadt wird also am Montag schauen, ob die Maßnahmen umgesetzt wurden sind. Dabei geht es unter anderem um die Sprinkleranlage, Feuerlöscher und die Brandmeldeanlage.

Derzeit bestehe ein fortlaufender Austausch sowohl mit den Vertretern der Eigentümerin als auch mit einzelnen Mieterinnen und Mietern des Südstadtcenters. „Auf Grundlage der aktuellen Erkenntnisse geht die Stadtverwaltung davon aus, dass insbesondere seitens der Eigentümervertretung intensiv an der Lösung der bestehenden Herausforderungen gearbeitet wird“, so Bock.

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13 Antworten

  1. PaulusHallenser sagt:

    Da hat der Populist mit seinen roten Karten und seinem lautstarken „wir“ ganze Arbeit geleistet. Ich kann nur hoffen, dass dieser Schreihals bei der kommenden Landtagswahl abgestraft wird.

    • Kritiker sagt:

      Ach so, alles egal für den Liberalen! Kein Brandschutz, keine Hygiene, lasst den liberalen Neokapitalismus seinen Lauf. Das Geschrei, wenn es brennt und Menschen kommen zu Schaden ist dann von den achso rechtsgetreuen Liberalen groß.

      Siehst du und genau deshalb bist du nur ein armes Würstchen in der Onlinesuppe und der J. Neumann ein gesicht in der Politik.

  2. Halle-Saale Mordor sagt:

    Halle-Saale = 1970 stuck in Time

  3. Matthias Knoth sagt:

    Was die nicht mehr existierende sicherheitsschleuse zwischen Center und parkhaus wurde nicht notiert?

  4. Ich sag´s nur mal sagt:

    Es darf doch niemand erwarten, dass die geforderten Maßnahmen ad hoc beseitigt werden können. Frist bis heute, Montag soll schon umgesetzt sein – das funktioniert nicht, nicht mal nächsten Montag. Und es geht um weit mehr als nur BMA und Feuerlöscher. Da muss grundlegend saniert werden. Fahrstühle, beschmierte Wände, Sanitäranlagen…

  5. Stinki Bär sagt:

    Lohnt sich den noch ein Abo im Fitnessstudio abzuschließen?
    Spaß.

    Aber was ist mit der Apotheke, wo Leute Medikamente bestellt haben?

  6. von der Stadt kommt null sagt:

    Die Stadt Halle spielt hier, gelinde gesagt, keine konstruktive Rolle.
    Außer Drohungen kam von dieser Seite gar nichts was zu einer Lösung beitragen könnte. Das ist schon erbärmlich.

  7. Bügelbernd sagt:

    Was hat die Stadtverwaltung hier eigentlich die letzten Jahre überhaupt gemacht? Die Zustände im Center werden doch wohl kaum über Nacht eingetreten sein, aber jetzt wird kurz vor knapp der Laden möglicherweise dicht gemacht. Nicht nur der Schaden, der hier entsteht, sondern auch die offenkundig von der Stadt geduldete Missachtung des Brandschutzes über längere Zeit ist skandalös, so mein bescheidenes Empfinden. Dass Einkaufscentermangements selten zu den vertrauenswürdigsten Playern im Stadtdschungel zählen, und Kontrollen eben deshalb regelmäßig durchzuführen sind, sollte doch auch im Rathaus bekannt sein.

    • Steuerzahler sagt:

      Die letzten Jahre hat die SPD einen Bürgermeister gestellt, Herr Geier (SPD) hat für Wiegand damals die Amtsgeschäfte übernommen und in dessen Geschäftsbereich müsste das dann auch gefallen sein. Jetzt ist so einer von der SPD da und verteilt „gelbe Karten“, denn er erhofft sich damit Stimmen für seinen Landtagswahlkampf. Wenn das Center nun aber geschlossen wird, dann ist das auch ein Verdienst des Herrn Neumann (SPD), denn er hat all die schlafenden Hundegeweckt, die im Rathaus waren…

  8. A.W. sagt:

    Das Center ist völlig runtergekommen. Absolut verantwortungslos, diesen maroden Saustall weiter geöffnet zu lassen. Da bringt auch das uninteressante Geheule eines SPDlings nichts. Kommt mindestens 5 Jahre zu spät.
    PS: Tedi zieht in wenigen Tagen ebenfalls aus.

  9. Es ist gut, dass hier inzwischen eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten besteht. Wenn den Ankündigungen tatsächlich Taten folgen, habe ich in der vergangenen Woche ein Stück weit Hoffnung gewonnen.

  10. Leser sagt:

    Eine Schließung wäre zu begrüßen, damit endlich ein Grundreinigung stattfinden kann. Alles andere wäre sehr ekelhaft.

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