Schulen und Unis betroffen: GEW-Warnstreik am 29. Januar in Halle (Saale)

Im Zuge der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder (TV-L) haben die Arbeitgeber auch in der zweiten Runde kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Um den Druck auf die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zu erhöhen, setzen die Gewerkschaften verstärkt auf (Warn)Streiks. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ruft für Donnerstag, 29. Januar, zum bundesweiten „Streiktag Bildung“ auf. Die zentralen Veranstaltungen finden in Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig und Mannheim statt. Die GEW erwartet mehrere zehntausend Teilnehmende.

In diesem Zusammenhang hat auch die GEW Sachsen-Anhalt all ihre Mitglieder im Geltungsbereich des TV-L sowie die studentischen Beschäftigten an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in den kreisfreien Städten Halle (Saale) und Dessau-Roßlau, den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld, Burgenlandkreis, Mansfeld-Südharz, Saalekreis und Wittenberg am 29. Januar 2026 zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen!

Die GEW Sachsen-Anhalt schließt sich mit der GEW Sachsen und GEW Thüringen zusammen, um bei einer gemeinsamen Kundgebung in Leipzig die Kräfte zu bündeln. Dort findet um 10:00 Uhr die Auftaktkundgebung auf dem Richard-Wagner-Platz statt. Im Anschluss daran wird es einen Demonstrationszug durch die Leipziger Innenstadt mit einer Zwischenkundgebung geben. Dort ist ein Redebeitrag an der Universität zum Tarifvertrag für Studierende (TV Stud) geplant.

Die Gewerkschaften verhandeln für rund 2,6 Millionen Länder-Beschäftigte von denen etwa die Hälfte im Bildungsbereich – an Schulen, Hochschulen und Landes-Kitas – arbeiten. Darunter 245.000 angestellte und 684.000 verbeamtete Lehrkräfte. Im Organisationsbereich der GEW wird beispielsweise für Beschäftigte an Schulen wie Lehrkräfte, im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder wie Erzieher*innen sowie für Hochschullehrende und studentische Beschäftigte verhandelt. Die Forderungen lauten konkret:

  • 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens 300,00 Euro!
  • 200,00 Euro monatlich für Auszubildende und Praktikant*innen!
  • 12 Monate Laufzeit!
  • Tarifvertrag für studentische Beschäftigte!
  • Zuschläge für Überstunden und Arbeit zu ungünstigen Zeiten erhöhen!
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28 Kommentare

  1. Liberaler sagt:

    7% mehr Gehalt zu fordern, ist einfach nur lächerlich.

    In einer schwerwiegenden, langjährigen Rezession, in der die Exporte einbrechen, derartig an der Kostenschraube zu drehen, ist mindestens asozial, wenn nicht sittenwidrig.

    Man kann den Arbeitgebern nur raten, standhaft zu bleiben und intern den weiteren Umgang mit den Rädelsführern abzustimmen.

    • Ständer sagt:

      Wie war das mit den Gehaltsverhandlungen? Sind die auf einmal doch nicht das geeignete Mittel?

    • Lieber Aal sagt:

      Den Unfug hast du schon mal geschrieben. Wird dadurch nicht wahrer. Auch wenn du inzwischen hier schon unter 3 Decknamen deinen Unfug verbreiten willst. Lass dir von Vati eine Bionade aufmachen und heul doch, dass sich keiner für dein Taschengeld einsetzt. Hier von sittenwidrig und Rädelsführern zu sprechen, das ist asozial!

      • Wahnfried sagt:

        Das ist nicht der PH. Da muss ich PH zu Gute halten, dass er einen wesentlich gebildeteren Eindruck bei seiner Schreibweise macht. Liberaler liest sich eher semigebildet. Außerdem entlarvt er sich ständig als Trittbrettfahrer, ohne eigene linguistische Fähigkeit. Wörter wie „Rädelsführer“ kopiert er in aller Regel, nachdem PH sie verwendet hat.
        Inhaltlich verbreiten aber natürlich beide Unfug. 🙂

    • Du hast vergessen, zu fordern, dass alle entlassen werden sollen. Na, machen wir beim nächsten Mal, wenn wir der f.d.p eins reinwürgen.

      Übrigens könnten wir dann noch anbringen, dass die Exportsituation noch viel schlimmer ist, in manchen Bereichen sogar Null! Es wurden beispielsweise im gesamten letzten Jahr keine einzige frühkindliche Bildung aus Sachsen-Anhalt exportiert! Auch der Export von akademischen juristischen Tutorials ist quasi nicht vorhanden, geschweige denn, dass Sachsen-Anhalt Mathematik- und Deutschunterricht in nennenswertem Umfang exportieren würde.

  2. Reginald sagt:

    Asozial ist dass die Reichen ungleich reicher werden, und die Leute die diesen Reichtum erwirtschaften neben dem ständig steigenden Arbeitsdruck auch noch rechnen müssen um bei den Wohnraumspekulanten bezahlbaren Wohnraum zu finden usw. usw.

  3. On + On sagt:

    Die Inflation beträgt 2%! Die Beschäftigten des ÖDem sind heute in der selbstherrlichen Rolle von Ludwig XIV angekommen. Für 7% gibt es überhaupt keinerlei Rechtfertigung. Seit 2010 haben sich die Tarife im TVöD verdoppelt! Durch Corona-Bonus, Energiepreis-Bonis, 13.-Montsgehalt, Zulagen, Zulagen und nochmals Zulagen und permante Radikalerhöhungen ist die Forderung von 7% eine absolute Frechheit. TvöD-Beschäftigte verdienen heute deutlich mehr als Beschäftigte in der freien Wirtschaft, deswegen wollen alle heute im Öffentlichen Dienst arbeiten. Gleichzeitig haben wir im ÖD die höchsten Krankenstände! Frechheit, absolute Frechheit!

    • klausklaus sagt:

      Zusammenhangslose Zahlenspiele, InOn.

      • Gierige sagt:

        7%? Deren Gehalt ist schon üppig ! Vielleicht brauchen welche eine Luftveränderung und zwar mind .50km Entfernung vom Wohnort entfernt. Ringtausch als Revanche vom Arbeitgeber! Da gehen die 7% fast für Sprit oder Fahrscheine drauf. Ich würde das so durch ziehen !

        • Hallo sagt:

          Üppig. Hm.

          Aber kann/macht den Job auch jeder?

          Du kennst ja deine eigene „Qualifikation“ und vor allem deine Motiviation zur geregelten Arbeit sehr gut.. 😉

          (.50km sind allerdings nicht viel, kann man laufen)

    • 🙄 sagt:

      Dann fordere einfach weniger. Am besten anonym in der Kommentarspalte. Das bringt’s!

    • Off sagt:

      Bewirb dich und du bist auch im ÖD. Polizei und Justiz schreiben ständig aus und es werden trotzdem nicht alle Stellen besetzt. Falls die notwendigen Qualis bei dir vorliegen. Du heulst wie der PH, unsachlich und unsinnig. Wenn man im ÖD mehr als in der freien Wirtschaft verdienen würde, hätten wir die Unterlagen von PH, Liberaler und wie er sich sonst so nennt schon längst auf dem Tisch. Aber glaub mir: im ÖD wird dir nicht alles hinterher getragen, du musst schon Leistung zeigen. Und daran scheitert es dann.

    • Frage sagt:

      Wie kommen Sie zu Ihren Zahlen? Haben Sie da vielleicht einen link?

    • Pseudonüm sagt:

      Es geht um TV-L, nicht TV ÖD.

    • Korrektur sagt:

      Dass die Tarife im TVöD sich seit 2010 verdoppelt hätten, ist klar gelogen. Es gab eine Steigerung um ca. 38% aber nicht mehr. Zum Vergleich: der Verbraucherpreisindex („Inflation“) ist seit 2010 im etwas gleichen Maße gestiegen (37%). Die Tarifsteigerungen waren seit 2010 also mindestens angemessen.
      TVöD- (und auch TVL-, um die es hier eigentlich geht) Beschäftigte verdienen mitnichten mehr als Beschäftigte in der freien Wirtschaft, häufig noch verbunden mit befristeten Arbeitsverhältnissen, was es zur Zeit wirklich schwierig macht, Menschen für den öffentlichen Dienst zu gewinnen.

  4. Achso sagt:

    Lehrer und Erzieher sollten bei den jetzigen Situationen und Herausforderungen 25% Gehaltszulage bekommen. Ich ziehe echt den Hut vor ihnen.

  5. Sammy sagt:

    Boahr geil bekommen wir dann Schulfrei? Also für den Tag?

    • de luxe sagt:

      Hausaufgaben!!! Gleich für die Ferien mit!!! Und am Freitag vor den Zeugnissen noch eine Klausur! 🙂

  6. PaulusHallenser sagt:

    Schade, dass man seitens der Arbeitgeber nicht mal den Mut hat, es auf einen knallharten und kompromisslosen Streik ankommen zu lassen. Die Arbeitgeber im ÖD-Bereich sollten sich diesbezüglich mal an der Wirtschaft orientieren. In den letzten Jahren zeigten einige Unternehmen, wie wie man streikende „Kollegen“ wieder unter Kontrolle bringt und auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Mein Lieblingsbeispiel ist „SRW Metalfloat“. Nach 180 Tagen hatten die „Kollegen“ plötzlich keine Lust zu streiken und einen Tarifvertrag wollten sie auch nicht mehr.

    • auf einmal sagt:

      Was ist denn mit verhandeln? Jeder Streik lässt sich abwenden.

      • PaulusHallenser sagt:

        „Was ist denn mit verhandeln?“

        Mit Gewerkschaften sollten Arbeitgeber grundsätzlich nicht verhandeln.

        „Jeder Streik lässt sich abwenden.“

        Niemand sollte auf Erpressungsversuche eingehen.

        • auf einmal sagt:

          Sie können mit jedem Arbeitnehmer persönlich verhandeln.

          Machen sie aber nicht. Lieber lassen sie alles still stehen.

    • Ach Pauli....armer Wicht sagt:

      Du meinst sicher den „Schrotthändler“. Soweit ich mich erinnere, hatten da die Chinesen ihre Finger im Spiel. Aber erklär mir mal, wie man als AN so gehässig sein kann? Immerhin gehören zum ÖD Menschen, die harte Arbeit leisten, Schichten gehen, an Wochenenden und Feiertagen arbeiten. Denen gönnst du nicht mal das Schwarze unter den Nägeln? Pfui und so etwas will in die Politik. Selbst den Blauen wirst du wohl zu radikal sein.

    • Lego? Prego! sagt:

      Wir brauchen noch profunde Lohnschreiber für die Textbausteinabteilung.

    • Du hast vergessen, zu fordern, dass alle Lehrkräfte entlassen und durch Leiharbeiter ersetzt werden müssen.

      • Die Partei hat nicht immer Recht (aber ziemlich oft) sagt:

        Nein. Das schreibt er immer unter seinem anderen Namen.