SPD-Urgestein Klaus-Dieter Weißenborn aus Halle (Saale) tritt aus der Partei aus

Das Hallesche SPD-Urgestein Klaus-Dieter Weißenborn tritt aus der Partei aus. Dazu erklärt der Vorsitzende der SPD Halle, Peter Dehn:
„Der Austritt des langjährigen SPD-Mitglieds Klaus-Dieter Weißenborn ist für die Sozialdemokraten in Halle ein Verlust. Er hat einen wesentlichen Beitrag zur aktiven Gestaltung unserer Demokratie in Halle und in Sachsen-Anhalt geleistet.

Sein Kampf gegen Ungerechtigkeiten bei der Vereinheitlichung der Rentensysteme von Ost und West ist legendär. Die Nichtberücksichtigung von Rentenansprüchen einzelner Berufsgruppen aus DDR-Zeiten ist bei aller rechtlichen Problematik und trotz einschlägiger Gerichtsurteile mehr als ein Verwaltungsproblem. Am konkreten Fall wurde einer eher geringen Zahl von Betroffenen das Gefühl gegeben, keine Lösung für die Gesamtwürdigung einer Lebensleistung finden zu können oder zu wollen. Stattdessen wurde – im Rückblick muss man sagen: immerhin! – eine Härtefallregelung erarbeitet, die die Betroffenen nach so langer Hängepartie aber als Hohn empfinden mussten. Dies halte ich für eine vertane Chance. Auch im Hinblick auf die im Ost-Westverhältnis ausbaufähige gegenseitige Wertschätzung.

Mit vielen Gründen und Beispielen, mit etlichen Vorwürfen, die er in seinem Austrittsschreiben erhebt, kann ich mich nicht identifizieren. Seine über viele Jahre angewachsene Frustration kann ich verstehen. Es ist bedauerlich, dass dies die SPD Halle mehr trifft, als die Verantwortlichen in Berlin.“

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41 Antworten

  1. Wennemann sagt:

    Die SPD ist seit Jahren schon kein Vertreter der Arbeiterschaft mehr. In Regierungsverantwortung ruiniert sie weiter Wirtschaft und Rechtsstaat. Auch ein Brandt oder Schmidt hätten diese Partei längst verlassen – oder ihre Degenerierung verhindert.

  2. Abgang sagt:

    Nunja, dort ist der Abgang besiegelt. 2026 4%. Endlich! Die braucht keiner mehr .

  3. Robert sagt:

    SPD ist SPD . Da spielt es keine Rolle ob es Bundes – SPD oder Landes -SPD ist .

    Fazit : Es müssen noch mehr verantwortungsvolle Mitglieder aus den Altparteien austreten .

  4. Der Kahn säuft ab sagt:

    Wird nicht der letzte sein, der dass Narrenschiff, was unserem Land so massiv schadet, verlässt.

  5. 10010110 sagt:

    Jetzt wäre es noch gut, die Seite von Herrn Weißenborn zu hören. Warum tritt er denn aus?

  6. Hans-Karl sagt:

    Oh, wirklich ein herber Verlust für die SPD in Halle. Wie ist das? Sind sie jetzt noch zu viert oder so.

  7. SPD-Fan sagt:

    Bitte die begründende Austrittserklärung veröffentlichen. Herr Weißenborn ist sicher damit einverstanden

    • So ein Wahnsinn aber auch sagt:

      Das ist wahrscheinlich nicht im Interesse der SPD-Genossen. Da müsste man ja eventuell Stellung beziehen und Fragen beantworten. Alles sehr unangenehm im Moment.

  8. Ik62 sagt:

    Mein Opa (1905 geboren) hat gesagt, die Politik ist eine Hure!!!!!!
    Noch eine Frage?

  9. otto sagt:

    Den SED-Mitbegründern wird der Ar… zu warm.

  10. Kritiker sagt:

    Oooh konnten alle Hohlköpfe sich hier auskotzen oder war es nur ein einziges Hohlköpfchen?

    Es treten übrigens ständig Leute in Parteien aus und ein.

    In der AFD werden die direkt rausgeschmissen, welche nicht die rechte Parolen brüllen.

    • So ein Wahnsinn aber auch sagt:

      Stimmt, es war in diesem Fall nur ein einziger Hohlkörper, ein sogenannter Kritiker. Getroffene Hunde bellen besonders gut und laut, oder?

      • Daneben sagt:

        Verstehe die Aufregung um einen Austritt nicht. Altersstarsinn ist schwer zu beherrschen.

        Der denkt, dass die 3 Figuren im Bundestag sich gegen die mächtige CDU durchsetzen kann.

        Und jetzt erreicht er niemanden mehr.

    • @21.11 sagt:

      Es fehlt nur noch die Oberbirne mit seinem Gesabbel!

  11. Ik62 sagt:

    Was bringen die Politiker und die Politik
    den Bürgern. Auf alle Fälle nur Schund.
    Uns geht es beschissen und die Politik
    tut alles dafür dass es nicht besser geht.
    Svhande

  12. Schade, Verhandler für den Osten braucht es sagt:

    Schade, solche Politiker, die sich für das Wohlergehen der Ost-Arbeiter auf Bundesebene einsetzen, braucht es. Der Westen hatte nicht nur etwa zwei Generationen monetären Vorsprung, sondern kann auch auf einen deutlichen Wissensvorsprung in Bezug auf Marktwirtschaft zurück greifen.

    Weiß nicht, wie es euch geht: Wenn ich in der Region Köln-Bonn oder Bayern jemanden anrufen muss, bekomme ich immer noch regelmäßig Puls, wenn die sich überheblich geben.

    • Kölner und Bayern die liebsten Menschen sagt:

      Du bekommst immer noch ein Hals weil du einfach mit Menschen nicht zurecht kommst die von woanders stammen.
      Liegt vielleicht noch an der SED Gehirnwäsche das man das auch gar nicht möchte 🙂.
      Oder es liegt an deinem Umfeld das dir immer wieder einredet wie scheiße der ach so schlimme Westen ist.

    • Echter Ossi sagt:

      Ich für meinen Teil habe noch nie einen Fuß bei den westdeutschen Hohlis aus Land gesetzt. Werde ich auch nicht.

    • Puls: regelmäßig sagt:

      Was denn nun: Geben die Köln-Bonner Bayern sich nur überheblich, oder haben sie tatsächlich einen deutlichen Wissensvorsprung?
      Falls letzteres zutrifft, was nützt dir ein Verhandler mit Wissensrückstand?

  13. Herr Dehn also, mal wieder .... hmmmm! sagt:

    Das war doch der Typ von den Sozen, der unserem Herr OB geraten hatte, mal einen Crashkurs in Kommunalfinanzen zu belegen, nachdem der OB bekanntgegeben hatte, daß angeblich 120 Mio. € im ’25er Haushalt fehlten, oder?

    Laut Haushaltsentwurf aus dem September fehlten dann in 2025 sogar über 139 Mio. €, im November wurden 158 Mio. € benannt und in der Haushaltsdebatte dann bis zu 171 Mio. € als Defizit ausgemacht.

    Und diese Sozen-Typ quaaakt hier immer noch? Interessant! Warum haben ehrlichen Genossen den Dehn nicht schon wegen Parteizerstörung durch Dummschwätz³ abgesetzt?

    • PaulusHallenser sagt:

      Vor allem wie in diesem Zusammenhang Peter Dehn den OB Alexander Vogt beschimpft hat. Dass die hallesche SPD da nicht eingeschritten ist, zeigt, wie man dort denkt.

  14. PaulusHallenser sagt:

    „Sein Kampf gegen Ungerechtigkeiten bei der Vereinheitlichung der Rentensysteme von Ost und West ist legendär.“

    Klaus-Dieter Weißenborn ging es nur um die Rente alter Menschen, die Anliegen der jungen Generation interessierten ihn überhaupt nicht. Einen so monothematisch aufgestellten Herrn von daher hochloben zu wollen, halte ich für falsch und unangemessen.

    Die Integration der DDR-Rentenversicherung in die gesetzliche Rentenversicherung der Bundesrepublik Deutschland war ohnehin ein großer Fehler, denn die heute Schieflage geht auf sie zurück.

    • 10010110 sagt:

      Wie hätte denn deine Lösung für die hart arbeitenden Menschen in der DDR ausgesehen? Ach, ich vergaß, im Sozialismus gab es ja keine hart arbeitenden Menschen, das waren ja alles Sozialschma­rotzer. 🙄

      • PaulusHallenser sagt:

        „Wie hätte denn deine Lösung für die hart arbeitenden Menschen in der DDR ausgesehen?“

        10010110,

        die hätten sich zur Wiedervereinigung neu versichern müssen/ dürfen.

        • 10010110 sagt:

          Von Null anfangen und alle bisher geleistete Arbeit war für’n Arsch, oder wie?

          • PaulusHallenser sagt:

            „Von Null anfangen und alle bisher geleistete Arbeit war für’n Arsch“

            10010110,

            richtig, denn viel gearbeitet wurde in der ehemaligen DDR nicht wirklich. Das BIP pro Kopf betrug in der ehemaligen DDR nur 30% des bundesdeutschen BIP.

          • 10010110 sagt:

            Du kannst dir deine Zahlen da hinschieben, wo die Sonne nie scheint. Vom Schreibtisch aus lässt sich immer gut schwafeln. Das BIP sagt nichts über die tatsächlich geleistete Arbeit aus. Aber von echter harter Arbeit hast du ja eh keine Ahnung.

          • dein Leben sagt:

            Arbeit kann noch so hart sein. Wenn sie im Ergebnis nichts bringt, ist sie für’n Arsch.

          • 10010110 sagt:

            Das kannst du aber nicht denen anlasten, die hart gearbeitet haben, weil die Leitungsebene es ihnen vorgegeben hat, auch wenn es im Ergebnis nichts gebracht hat. Hart gearbeitet ist hart gearbeitet, dafür will man im Alter auch entsprechend gewürdigt werden.

          • dein Leben sagt:

            Man will so vieles, auch Recht haben. Aber da sind dann immer diese blöden Fakten…

          • 10010110 sagt:

            Es ging hier aber darum, wie man hart arbeitende DDR-Steuerzahler im Alter versorgt sehen will. Dafür dass die Arbeit mancher letztendlich sinnlos war, können die nix. Warum soll man sie dafür mit Altersarmut bestrafen?

          • dein Leben sagt:

            Plädoyer für Einwanderung in den Sozialstaat? Sieh an, sieh an.

            Hast du die DDR überhaupt noch erlebt?

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