Stellenabbau der Deutschen Bahn am Konzernsitz in Berlin: OB Vogt sieht Chance für Halle

Evelyn Palla, die Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Bahn, hatte beim Neujahrsempfang der Bahn AG massive Einsparungen von bis zu 500 Millionen Euro angekündigt, unter anderem durch einen Personalabbau im Hauptsitz am Potsdamer Platz in Berlin. Aus diesem Grund sieht die Stadt Halle (Saale) sich in ihrer gemeinsamen Initiative mit der Stadt Erfurt für eine Bewerbung um den Konzernsitz der Bahn bestätigt.

Halles Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt betont: „Nicht nur, dass der bestehende Mietvertrag für den überteuerten Bahntower in Berlin zu Beginn des nächsten Jahrzehnts ausläuft, sondern auch die Überdimensionierung sowohl des dortigen Personals als auch des Gebäudes selbst waren und sind wesentliche Faktoren, die mich und meinen Amtskollegen Andreas Horn aus Erfurt zu unserer Bewerbung für den Sitz der Deutschen Bahn AG in Halle (Saale) und/oder Erfurt bewogen haben.“

Die Stadt Halle (Saale) als bedeutender Knotenpunkt des Bahnschienenverkehrs in Mitteldeutschland unterstützt die Positionen der Deutschen Bahn und ihrer neuen Vorstandsvorsitzenden Evelyn Palla ausdrücklich. Der Oberbürgermeister erneuert seine Einladung an Evelyn Palla, sich von den Gegebenheiten in Halle (Saale) einen persönlichen Eindruck zu verschaffen.

Die Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Bahn AG hatte auf dem diesjährigen Neujahrsempfang massive Kostensenkungen in der Konzernzentrale angekündigt, die Bahn könne sich vieles einfach nicht mehr leisten. In diesem Licht, so Oberbürgermeister Dr. Vogt, gewinne auch die Bewerbung aus Erfurt und Halle (Saale) noch einmal deutlich an Gewicht. „Entscheidungen zur Veränderung der Struktur eines Unternehmens führen häufig auch zu einer Neuaufstellung im Immobilienbereich.“ Insbesondere die Stadt Halle (Saale) punkte durch ihre zentrale Lage in Deutschland, durch günstige Mieten und günstigen Wohnraum sowie durch die kommende Ansiedlung des Zukunftszentrums für Deutsche Einheit und Europäische Transformation sowie die Revitalisierung des RAW-Geländes im direkten Umfeld des Hauptbahnhofs. 

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13 Antworten

  1. Halle sagt:

    Herr Vogt soll sich um die Belange der Stadt kümmern, was er seit seiner Wahl nicht getan hat.

  2. Mitfahrer sagt:

    Junge Junge… versucht er es wieder???!!! Die bei der Bahn lachen sich doch kaputt. Als wenn die Bahn jemals ihren Konzernsitz in den Osten legen würde. Wenn’s nach denen gehen würde, würde nicht einmal ein ICE hier halten.

    • Zentralinstitut für betreutes Denken sagt:

      Der Konzernsitz der Deutschen Bahn liegt „im Osten“ liegt, weil Berlin insgesamt im Osten Deutschlands liegt.

      • Mitfahrer sagt:

        Genau darauf habe ich gewartet. Aber Berlin ist nun einmal Hauptstadt der Bundesrepublik und nicht Halle

        • Zentralinstitut für betreutes Denken sagt:

          Richtig – und genau deshalb ist der Hinweis auf „den Osten“ unerquicklich. Berlin ist Osten und Hauptstadt, beides gleichzeitig.

  3. Halle-Leser sagt:

    Vogt plant eine Kontinentalverschiebung.
    Die Bundespolitik und die gesamte Lobbykaste wird gleich mitgenommen und dann ziehen die in das Zukunftszentrum.

    Meine Güte!
    Der hat doch nun schon eine ganz klare Absage bekommen.
    Ob der Mietvertrag ausläuft ist noch nicht mal spruchreif.

    Seine Fakemeldung mit einem auslaufendem Mietvertrag 2033 hat er ja nun schon in „Anfang nächstes Jahrzehnt“ korrigiert – Wenn man 2034 noch als Anfang bezeichnet: Ok.
    Aber bereits 2024 wurde der Mietvertrag dort verlängert.
    Was glaubt der denn, was 2034 passiert?

  4. Kritiker sagt:

    So ein Schwachsinn, die DB Zentrale will nah an der politischen Zentrale sein!

    Die Hebel der Macht sitzen nun einmal in Berlin und kurze Dienstwege sind wesentlich in der Leitung der Konzernzentrale. Zudem wurde das Sony Center auch mit Mietgarantien erst vor kurzem saniert.

  5. Bbrecht sagt:

    https://m.bild.de/news/inland/db-bahn-lehnt-umzug-in-den-osten-ab-691da44676d3bd8e531cfe3b?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F

    Das Ding ist durch, wie der Mitfahrer schon schreibt „nie in den Osten“ da sieht man wieder wie hier über einen gedacht wird, durch solche Aussagen bleibt auch die Mauer weiterhin 😉

    Drecks Wessis

  6. didi sagt:

    Es ist schon erstaunlich mit welchen Traumtänzer Ideen sich der OB befasst.
    Er sollte sich um die Belange der Stadt kümmern anstatt seine Gedanken an Träume zu verschwenden.

  7. PaulusHallenser sagt:

    „Halles Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt betont: „Nicht nur, dass der bestehende Mietvertrag für den überteuerten Bahntower in Berlin zu Beginn des nächsten Jahrzehnts ausläuft, sondern auch die Überdimensionierung sowohl des dortigen Personals als auch des Gebäudes selbst waren und sind wesentliche Faktoren, die mich und meinen Amtskollegen Andreas Horn aus Erfurt zu unserer Bewerbung für den Sitz der Deutschen Bahn AG in Halle (Saale) und/oder Erfurt bewogen haben.““

    Vogts unappetitlicher Populismus erreicht mal wieder neue Höhen. Ich hoffe, dass der Mann Ende des Jahrzehnts Geschichte ist.

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