Mehr als viertausend Besucher beim HFC-Weihnachtsmarkt – als Highlight gab es einen Laternenumzug durchs Stadion

Zwar stand an diesem Samstag kein Heimspiel an, doch rund um das Leuna-Chemie-Stadion herrschte dennoch reger Betrieb. Der Hallesche FC hatte zu seinem traditionellen Fan-Weihnachtsmarkt eingeladen – und mehr als 4000 Besucher folgten der Einladung. Über den Tag verteilt strömten Familien, Fans und Vereinsfreunde auf das Gelände in der Kantstraße.

An zahlreichen Ständen war für Groß und Klein einiges geboten: Glühwein, Kinderpunsch, Pommes, Suppe und Plätzchen sorgten für das leibliche Wohl. Kinder konnten sich beim Basteln, Dosenwerfen oder auf dem kostenlosen Karussell vergnügen, während beim Knüppelkuchenbacken, Eisstockschießen und an der Tombola echtes Weihnachtsmarkt-Flair aufkam. Die Einnahmen der Tombola kommen dem Verein zur Förderung krebskranker Kinder zugute.

Das große Highlight des Tages folgte am Abend: Erstmals zog ein Laternenumzug durch das Stadion. Mehr als tausend große und kleine Fußballfans nahmen daran teil. Die bunten Laternen waren zuvor gemeinsam gebastelt worden und tauchten das Stadion in ein ganz besonderes Licht.

Dabei war lange nicht sicher, ob der Weihnachtsmarkt überhaupt stattfinden könne. „Wochenlang war unklar, ob wir das alles realisieren können“, sagte Carsten Böhme vom HFC-Verwaltungsrat. Möglich geworden sei die Veranstaltung vor allem durch den Einsatz vieler freiwilliger Helfer – sogar aus der Ultra-Szene. In den vergangenen 48 Stunden hätten sie den Aufbau gestemmt. „Es ist kein nervenaufreibender Spielbetrieb – alle können einfach einen entspannten Nachmittag genießen“, so Böhme.

Der Laternenumzug sei ein ausdrücklicher Wunsch der Mitarbeiter der HFC-Geschäftsstelle gewesen, erklärte Finanzvorstand Robert Marien. Diese hätten sich trotz anfänglicher Widerstände durchgesetzt. „Wir wollen zeigen, dass das Stadion den HFC-Fans und den Menschen dieser Stadt gehört“, sagte Marien. Der Rundgang solle ermöglichen, das Stadion einmal in einer ganz anderen, friedlichen Atmosphäre zu erleben.

Einen ernsten, aber wichtigen Akzent setzte die Unterstützung für krebskranke Kinder. Sozialpädagogin Daniela Kallmeyer vom begünstigten Förderverein erklärte, dass man über fünf Elternzimmer verfüge, in denen Familien unterkommen können, um in der Nähe ihrer erkrankten Kinder zu sein. „Nicht alle Familien kommen aus Halle – wir betreuen das gesamte südliche Sachsen-Anhalt“, sagte sie. Ziel sei es, „ein bisschen Licht in eine schwere Zeit zu bringen“.

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12 Antworten

  1. 10010110 sagt:

    Wurde auch schön rumgeböllert und mit Bengalos gefackelt?

  2. Die Ölv 11 sagt:

    Eine gelungene Weihnachtsfeier.

  3. Keine Hobbyfinanzierung aus öffentlichen Mitteln sagt:

    Schön, noch schöner wäre, wenn der HFC endlich die Vollkosten für die Stadionnutzung zahlen würde.

  4. Heike Heimlich sagt:

    Es war ein sehr schöner Weihnachtsmarkt. Ein großes Lob an alle freiwilligen Helfer und Unterstützer. Vielen Dank für den schönen Nachmittag.

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