Thalia Theater Halle gewinnt zwei Preise beim Wildwechsel-Festival in Dresden


Mit einer feierlichen Preisverleihung ist am Sonntag im Dresdner tjg. theater junge generation das ostdeutsche, bundesländerübergreifende Kinder- und Jugendtheaterfestival WILDWECHSEL zu Ende gegangen. Das Thalia Theater Halle war mit der Inszenierung „Mein ziemlich seltsamer Freund Walter“ von Sibylle Berg (Regie: Katharina Brankatschk) zum Festival eingeladen und erhielt gleich zwei der jeweils mit 1.000,- € dotierten Preise. Sowohl die Fachjury als auch die Kinderjury sprachen sich für eine Preisvergabe für die hallesche Inszenierung aus: „Text, Regie und Dramaturgie verbinden sich kongenial zu einer Inszenierung, die einen erfrischend ungewöhnlichen Blick aufs Fremde offerier[t][…]“ – so die Fachjury in ihrer Begründung.
Die Kinderjury lobte das Bühnenbild, die lustige und gleichzeitig spannende Geschichte und die Art und Weise, wie sich die Inszenierung mit dem Thema Freundschaft beschäftige.
Dass neben einer Fachjury auch eine Kinder- sowie eine Jugendjury gleichberechtigt Preise verleihen, zählt zu den Besonderheiten des alle zwei Jahre stattfindenden Festivals.

Die Inszenierung „Mein ziemlich seltsamer Freund Walter“ war im April 2017 bereits zum 14. Festival des Theaters für junges Publikum „Augenblick mal! eingeladen. Die Biennale des deutschen Kinder- und Jugendtheaters zeigte die zehn künstlerisch bemerkenswertesten und impulsgebenden Inszenierungen.
Katharina Brankatschk und ihr Inszenierungsteam, die SpielerInnen sowie Matthias Brenner freuen sich außerordentlich über diese künstlerischen Erfolge.

„Ich bin einfach nur stolz auf mein Ensemble und das neue Schauspielstudio, das wiederholt auswärts im Thalia-Kinder-und Jugendbereich Preise einfährt! Wir sind ein wirklich fantastisches Ensemble und ich bin so froh, nach der Schließung des Theatergebäudes in der Kardinal-Albrecht-Straße, das Thalia-Ensemble unter unsere Leitung auf die Kulturinsel geholt zu haben!

Wir brauchen aber weitere Unterstützung, damit wir unsere gegenwärtige Arbeitsqualität auch zukünftig sichern können. Unsere Spielstätten sind für die Nachfrage von Kinder und Jugendtheater zu klein. Ich glaube diese Preisverleihung ist Anlass genug, darüber nachzudenken, wie wir uns weiter in der Zukunft helfen und unsere Qualität weiter erhöhen können. Da bin ich allerdings sehr optimistisch! Ich bedanke mich insbesondere bei Katharina Brankatschk und Ihrem Team, das so ausgezeichnete Arbeit nicht nur mit diesem Stück, sondern auch mit anderen Produktionen leistet!“ – so Schauspielintendant Matthias Brenner.

Bildnachweis:
Fotograf: Johannes Friedrich | Abgebildet: Katharina Brankatschk