Über 80.000 Arbeitsstunden der Polizei bei HFC- und FCM-Spielen

Die Polizei in Sachsen-Anhalt musste in der Fußball-Saison 2018/19 insgesamt 81.627,25 Arbeitsstunden bei der Fußball-Spielen des Halleschen FC und dem 1. FC Magdeburg erbringen. Allein bei den HFC-Spielen sind 4310 Polizisten im Einsatz gewesen.

Mit 34 Beamten war das Spiel gegen die Sportfreunde Lotte am wenigsten durch die Polizei abgesichert gewesen. Die meisten Polizisten sind beim Spiel gegen Eintracht Braunschweig eingesetzt gewesen, es folgen Hansa Rostock (639) und Carl-Zeiss Jena (563). Drei Wasserwerfer standen für das Spiel gegen Kaiserslautern bereit und jeweils zwei Wasserwerfer gegen Rostock und Braunschweig. Insgesamt 26 Stadion-Verbote gegen HFC-Fans hat die Polizei angeregt. 10 Polizisten, 4 unbeteiligte Passanten und zwei HFC-Fans sind im Umfeld des Einsatzes zu den Fußballspielen in Halle verletzt worden. Der Anhängerschaft des Halleschen FC werden laut Innenminister rund 220 gewaltbereite und ca. 80 gewaltsuchende Personen zugerechnet, das sind halb soviele wie beim FCM. Computerprogramme zur Gesichtserkennung im Zusammenhang mit Fußballspielen werden derzeit in Sachsen-Anhalt nicht eingesetzt.

Zudem wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Raubes, Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Raub: 9 HFC

Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen: 2 HFC

Beleidigung: 7 HFC, 5 Gäste

Körperverletzung: 14 HFC, 5 Gäste

Widerstand: 3 HFC, 5 Gäste

Angriff auf Vollstreckungsbeamte: 2 HFC, 2 Gäste

Sachbeschädigung: 3 HFC, 12 Gäste

Verstoß Sprengstoffgesetz: 4 HFC

Hausfriedensbruch: 3 HFC, 1 Gast

Landfriedensbruch: 5 HFC, 1 Gast

Gefangenenbefreiung: 1 HFC

Sonstiges 3 HFC, 1 Gast

Alle Zahlen hat das Innenministerium von Sachsen-Anhalt auf eine Landtagsanfrage der Links-Fraktion bekannt gegeben.

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