Überschwemmung am Joliot-Curie-Platz war kein Rohrbruch: Feuerwerkskörper auf der Eisfläche gezündet und Absperrung zerstört

Am Neujahrsabend flossen hunderte Liter Wasser aus dem Pumpenhaus über die Fahrbahn in Richtung Hansering. “Nach derzeitigem Kenntnisstand wurde der Schaden durch das Zünden von Feuerwerkskörpern auf der Eisfläche der Brunnenanlage verursacht”, so Stadtsprecher Drago Bock. Durch die Explosionen sei ein Absperrungsflansch zerstört worden. Diese habe in der Folge zum Wasseraustritt aus dem Pumpenhaus geführt. 

Hinweise auf einen technischen Defekt oder altersbedingten Materialversagen liegen derzeit nicht vor. Unklar ist, ob der Brunnen in diesem Jahr wieder sprudeln wird. “Eine Aussage dazu kann erst nach einer technischen und wirtschaftlichen Prüfung der Anlage getroffen werden”, so Bock.

Es ist aber ohnehin ein Neubau in Form von Wasserkaskaden geplant. Der grundsätzliche Beschluss wurde im Stadtrat schon gefasst. “Derzeit wird an der weiteren Planung gearbeitet; ein konkreter Zeitplan liegt jedoch noch nicht vor”, so Bock.

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23 Antworten

  1. 10010110 sagt:

    Böllerverbot, wann? 😡

  2. Reginald sagt:

    Da fällt einem einfach nichts mehr zu ein

  3. hm sagt:

    Die Knallköppe betteln ja geradezu um ein Verbot.

  4. Jawohl. sagt:

    Auch Angriffe gegen Brunnen sind und bleiben Angriffe auf die kritische Infrastruktur.

  5. so schauts aus sagt:

    Wenn der Böller so stark war, dass er die Technik beschädigen konnte, dann war er bereits illegal. Was soll dann ein Verbot der anderen, legalen Böller bewirken??? Käme so ein Verbot, würden alle Bravbürger wieder ruhig und selig schlafen, bis zum nächsten Silvester, wo sie merken, oh, viel schlimmer als vorher!

    • J sagt:

      Wenn gar nicht mehr geböllert werden darf, werden auch die illegalen Böller weniger. Weil sofort offensichtlich ist, dass man etwas Verbotenes tut. Man kann sich nicht mehr in der Grauzone verstecken. Mal ganz abgesehen davon, dass selbst legale Böller erhebliche Schäden anrichten … Es gibt schlichtweg kein Argument gegen ein Böllerverbot.

      • Wahnfried sagt:

        Es gibt ein Argument gegen ein Feuerwerksverbot! Nämlich mein Wille als Teil einer Mehrheit!

      • so schauts aus sagt:

        Doch, siehe direkt darüber. Das ist nur eines davon. Denn Grauzonen interessieren die Leute nicht, bei einem Verbot wird nur noch mehr aus Polen importiert.

      • hmmmm-nee sagt:

        „Grauzone“:
        Das eigentliche Böllern war auch nur direkt zu Silvester erlaubt, trotzdem klang Neustadt schon zwei Wochen vorher wie Kriegsgebiet… Da hat es auch keinen interessiert und die Böller konnten ja nur illegal sein, da vorher gar nichts legal erhältlich war.

        „legale Böller“…
        …richten eben nicht erhebliche Schäden an, für gewöhnlich.

        • oha sagt:

          Eine äußerst naive Sichtweise.

          • fremdschäm sagt:

            Eine konkrete Beobachtung soll naiv sein? Weißt du, was das Wort bedeutet?

          • oha sagt:

            Eine Beobachtung erfolgt in der Regel wortlos. 😉

            Was du machst, ist aus dem „Beobachteten“ Schlüsse ziehen. Diese basieren auf mangelndem Wissen oder zumindest mangelnder Erfahrung. Du kommst zu einem mangelhaften Ergebnis, weil du schon (zu) naiv an die Beobachtung herangehst.

  6. Physik in der Praxis sagt:

    Da hat wohl einer nicht die Folgen bedacht, da dort eine Eisschicht drauf war konnte die Explosionsenergie sich nicht nach allen Seiten ausbreiten. Da war der Flansch dann das schwächste Glied. Hier mal im Video mit Erklärung: https://www.youtube.com/watch?v=3zrPHNnZII4

    • gute Frage sagt:

      Sollte die Eisfläche über dem Flansch nicht die Energie eher ableiten? Der Böller war ja nicht IM Rohr…
      Außerdem: wieso stehen die Rohre bei Minusgraden noch unter Wasserdruck?

      • Physik in der Praxis sagt:

        Ich weiß nicht wie der Böller gezündet wurde und ob es so war wie es vermutet wird. Ich könnte mir vorstellen, dass der Böller in ein Loch im Eis gesteckt wurde und die Druckwelle sich durch das nicht gefrorene Wasser ausgebreitet hat und dadurch einen Schaden ähnlich der eines Druckschlages in einer Rohrleitung (wie im verlinkten Video) entstanden ist. Es könnte aber auch ganz anders gewesen sein. Als ich dort vorbeigefahren bin lief das Wasser schon.

  7. nawerhatgefehlt202601@gmail.com sagt:

    schauts in eure alten Physik-hefter: Pascals Gesetz: Druck auf grosse Flaeche resultiert dann in Schaden am Flansch (kleine Flaeche)

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