Virtual Reality und Functional Food: Kick-off für Ideen-Inkubator der Uni Halle

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Viel Raum und modernste Technik für Ideen aus der Medien- und der Ernährungsbranche: Am heutigen Freitag hat das Kick-off-Meeting für den neuen Ideen-Inkubator Scidea der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) stattgefunden. In den kommenden Monaten sollen an der MLU unter anderem eine Medien-Werkstatt für neue Produkte im Bereich Virtual und Augmented Reality und ein Labor für die Herstellung neuer, gesundheitsfördernder Lebensmittelprototypen eingerichtet werden. Die Gelder für den Ideen-Inkubator ­– 1,4 Millionen Euro – stammen aus den Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und vom Land Sachsen-Anhalt.

Der neue Ideen-Inkubator an der MLU soll vor allem gründungsinteressierten Studierenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in der frühen Ideenphase helfen: Anwendungsorientierte Ideen können ausgearbeitet, durch die Berater des Gründerservice der MLU geprüft und dann zu neuen Produkten oder Geschäftsmodellen weiterentwickelt werden.

„Scidea ist ein weiterer wichtiger Baustein der Transfer- und Gründungsstrategie der Universität Halle. Wir stärken dadurch gezielt unsere Position als transferaktive Lehr- und Forschungseinrichtung in Sachsen-Anhalt“, sagt Prof. Dr. Michael Bron, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs. Gleichzeitig könnte die Infrastruktur für Gründer noch erweitert werden: „Zukünftig könnte der Ideen-Inkubator weiter ausgebaut werden, um die Umsetzung von Ideen aus weiteren Bereichen unseres reichhaltigen Forschungsportfolios zielgerichtet zu unterstützen“, so Bron.

Thematisch konzentriert sich die Arbeit des Ideen-Inkubators auf zwei zukunftsweisende Bereiche: So entsteht eine Medien-Werkstatt für neue Produkte und Prototypen im Bereich Virtual und Augmented Reality sowie in den Bereichen 3D-Cinema und künstliche Intelligenz. Die Nutzerinnen und Nutzer können hier künftig außerdem Wahrnehmungsstudien durchführen.

Zusätzlich soll ein Labor für die Herstellung neuer, gesundheitsfördernder Lebensmittelprototypen für die Human- und Tierernährung eingerichtet werden. Mit dem Thema „Functional Food“ befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Agrar- und Ernährungswissenschaften der MLU seit mehreren Jahren, zum Beispiel im Kompetenzcluster „nutriCARD“. Dabei handelt es sich um ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes und gemeinsam mit den Universitäten Jena und Leipzig betriebenes Forschungsprojekt. Ziel ist, gesündere Lebensmittel zu entwickeln und neue Wege der Ernährungskommunikationen zu gestalten.

Studierende und Wissenschaftler Sachsen-Anhalts können den Ideen-Inkubator Scidea kostenfrei nutzen, um in interdisziplinären Projektteams eigenständig forschungsbasierte Ergebnisse zu innovativen Produkten und Konzepten weiterzuentwickeln und – mit weiterer Begleitung des Gründerservice – in Geschäftsmodelle umzusetzen.

Die Förderung des Ideen-Inkubators Scidea erfolgt im Rahmen des Programms „ego.-INKUBATOR“. Fachlich betreut werden die Projekte von Uni-Mitarbeitern aus den Bereichen Medien- und Kommunikationswissenschaften, Wirtschaftsinformatik sowie Agrar- und Ernährungswissenschaften, die auch jeweils am Konzept des Inkubators mitgewirkt haben.

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