500 MWh Leistung: größter Batteriespeicher Deutschlands am Geiseltalsee eingeweiht

Bei der heutigen Einweihung des größten Batteriespeichers Deutschlands in Leuna/Krumpa betonte Ministerpräsident Sven Schulze: „Sachsen-Anhalt ist ein Energieland. Wir erzeugen heute bereits große Mengen Strom aus Sonne und Wind. Darauf können wir stolz sein. Diese Energie wird nun genau dann verfügbar sein, wenn Menschen und Unternehmen sie brauchen. Für diese Flexibilität sind Großspeicher der Schlüssel.

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Das einzigartige Speichercluster von Münch Energie hier bei uns im Saalekreis zeigt, dass wir diesen Weg konsequent gehen. Aus unserer Heimatenergie wird verlässlich nutzbare Energie. Das stärkt die Versorgungssicherheit und macht unser Stromnetz stabiler. Damit schaffen wir beste Voraussetzungen für innovative Unternehmen und neue Arbeitsplätze. So bleibt die Wertschöpfung in unserer Region. Die Energiewende wird zu einer echten Zukunftschance für Sachsen-Anhalt. Für unsere Wirtschaft, unsere Kommunen und die Menschen, die hier leben.“

Mit der feierlichen Inbetriebnahme des neuen Batteriespeicher-Clusters der Münch Energie GmbH wird ein Verbund mit rund 500 MWh Speicherkapazität ans Netz gebracht. Das ist aktuell der größte zusammenhängende Speichercluster Deutschlands im operativen Betrieb. Die Anlage wird noch in diesem Jahr auf bis zu 800 MWh ausgebaut.

Foto: Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt

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49 Kommentare

  1. Jonas Kurt sagt:

    „Die Bundesnetzagentur bereitet sich auf mögliche Stromengpässe vor und entwickelt dafür eine digitale Krisenplattform. Im Ernstfall sollen große Stromverbraucher zentral erfasst und bei Bedarf zu Einsparungen oder vorübergehenden Abschaltungen verpflichtet werden.“

    https://www1.wdr.de/wirtschaft/bundesnetzagentur-plan-notfall-stromkrise-100.html

    • ÖRR zitiert sagt:

      👍

    • Pittiplatsch sagt:

      Das ist wichtig um die Sonnen und Windenergie zu speichern und nicht die Anlagen vom Strom zu nehmen zu müssen. Dadurch kann der Strom dann eingesetzt werden, wenn er benötigt wird. Schließlich ist gerade niedrig Wasser und ich bin froh das kein AKW in Deutschland ausgeschaltet werden muss, weil die Türme nicht gekühlt werden können.

      • micha sagt:

        Nicht die Türme müssen gekühlt werden, es sind die Reaktoren. Kohle- und Gaskraftwerke müssen übrigens auch gekühlt werden und benötigen Wasser.

        • Kazan sagt:

          Die Atomkraftwerke werden nicht wegen des Niedrigwassers abgeschaltet, sondern weil bei den jetzigen Temperaturen das Kühlwasser bei der Rückgabe in die Natur zu war ist und deswegen nicht eingeleitet werden darf.

      • Henk sagt:

        Kernkraftwerke mit Kühltürmen brauchen keinen Fluss. Es sind die ganz alten und nur wenige Kernkraftwerke, die zur Durchlaufkühlung einen Fluss brauchen.

    • JeanPütz sagt:

      Und was ist dein Punkt? Ist doch gut, Notfallpläne zu haben, oder?!

  2. Hans-Karl sagt:

    In der Zeit um die Amtsübernahme durch Friedrich Merz wurden als die wichtigsten Themen für Deutschland die zu hohen Energiepreise und die überbordende Bürokratie als erste auf der Liste genannt. Die entscheidende Frage lautet also: Wie wirkt sich der Energiespeicher auf die Preise aus? Ich vermute garnicht. Ist nur ein weiterer Marktakteur, der sich ein Stück vom (Förder)Kuchen holen will.

    • Liberaler sagt:

      „Die entscheidende Frage lautet also: Wie wirkt sich der Energiespeicher auf die Preise aus? Ich vermute garnicht.“

      Die schwäbische Hausfrau weiß:

      Am sparsamsten/billigsten lebt man, wenn man vorhandene Geräte so lange ver-wendet, bis sie irgendwann ihren Geist aufgeben. Ganz egal, ob Waschmaschine, Rasierer oder Auto.

      Entsprechend wäre es das günstigste gewesen, bestehende, funktionstüchtige Kraftwerke einfachen laufen zu lassen, bis sie irgendwann infolge von Materialermüdung/Reparaturanfälligkeit oder gestiegener Einkaufspreise für z.B. Kohle nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden können.

      Man nimmt dann die ältesten Kraftwerke nach und nach vom Netz und ersetzt die fehlenden Kapazitäten dann z.B. durch erneuerbare Energien.

      So wäre es richtig gewesen!

      • Realistin sagt:

        Dass Einkaufspreise quasi über Nacht steigen können (Grüße aus 2022) oder Materialermüdung/Reparaturanfälligkeit am Beispiel eines AKW ein wenig schizophren erscheinen, dass ignorieren Sie in Ihrer wunderbaren Ausführung. Dass adäquate Ersatzleistung und dezentrale Netze sich auch nicht über Nacht aufbauen lassen, vermerken wir als belanglose Randnotiz.

      • Nicht jeder Vergleich ist sinnvoll sagt:

        Warum unterstellst du einer schwäbischen Hausfrau Dummheit?
        „Die schwäbische Hausfrau“ würde keinen 30 Jahre alten Kühlschrank laufen lassen, weil sie genau wüsste, dass sich ein neuer schon nach wenigen Jahren aufgrund des geringen Energieverbrauchs amortisieren -und sie anschließend viel Geld sparen würde. Das Gleiche gilt für andere Haushaltsgroßgeräte und Leuchtmittel.

      • Jonas Kurt sagt:

        Kein anderes Volk auf dieser Erde ist so irre, dass sie ihre alte Industrie vernichtet, bevor die neue zu 100% läuft.
        Früher sandte Gott zur Strafe Heuschreckenschwärme, jetzt schickt er die Grüne Sekte.

      • Blindschleiche sagt:

        Es ist auch eher die Idee eines schwäbischen Hausmanns, Hochdruckdampfkessel von Kohlekraftwerken und Kernreaktoren einfach weiterzubetreiben, bis sie wegen Materialermüdung auseinanderfliegen.

    • Jawoll sagt:

      Nein. Solche Energiespeicher sorgen langfristig für Unabhängigkeit von anderen Ländern. Und eines ist klar, Öl und Gas werden auf lange Zeit nur teurer. Insbesondere aufgrund immer mehr geopolitischer Kriege. Und der Quatsch mit den Atomkraftwerken ist ein Fass ohne Boden. Keine Versicherung ist bereit, für eventuelle Schäden aufzukommen. Und keiner will investieren. Das hat seinen Grund.

    • JeanPütz sagt:

      Ein Ernergiespeicher sichert Versorgungssicherheit. Nicht mehr und nicht weniger.

    • JtD sagt:

      Interessante Vermutung, ist aber falsch. Einfach mal den Strommarkt (im Sommer) beobachten. Der spottbillige Solarstrom wird durch Batteriespeicher länger verfügbar gemacht, Lastspitzen und Preisspitzen für den Verbraucher abgefangen.

    • Hubertus sagt:

      @Hans-Karl, wenn es Fritze Merz mit den Energiepreisen wirklich ernst gemeint hätte und gegen die Interessen seiner Klientellobbyisten gehandelt hätte, hätte er als erstes das Merrit-Order Prinzip abgeschafft. Dann könnte sich jede Energieform am Markt beweisen!

    • Ich von hier sagt:

      Nur am Meckern
      Hast du nichts zu tun? Geh arbeiten!!!!!!!

  3. J sagt:

    Gute Nachrichten auf dem Weg zu einer sicheren, kostengünstigen Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien. In anderen Ländern müssen aktuell die „sicheren“ Atomkraftwerke abgeschaltet werden und große Gebiete haben gar keinen Strom mehr.

  4. Henk sagt:

    So ein Stuss. Waren alle bei Thermodynamik I auf dem Oktoberfest, oder wie?

    • stüssy sagt:

      Die Münch Energie GmbH tritt mit ihrem (echten) Namen auf. Die Inhaber und Mitarbeiter haben alle (mindestens) eine Ausbildung und verfügen über Jahrzehnte Erfahrung.

      Du bist nur ein anonymer Troll vom Dorf. Du hast bisher in keiner Hinsicht mit Wissen oder Ahnung oder wenigstens Logik geglänzt.

  5. Wennemann sagt:

    Wie teuer war der Speicher? Wer hat ihn finanziert? Wie hoch waren und sind Fördermittel? Wieviel Fläche wurde in Anspruch genommen? Welche Nutzung gab es zuvor? Wie langlebig ist die Technik? Nichts davon steht in dem Werbeartikel der Landesregierung.

  6. JeanPütz sagt:

    Sehr gut. Vielleicht hat Sachsen-Anhalt ja doch eine Chance in einer neueren Technologie, zumindest in Deutschland, gut zu sein. Das schafft Know How und Arbeitsplätze. Nur leider sieht es danach aus, als wäre es damit ab September wieder vorbei und dann haben wir wieder nur Harzer Blasenwurst.

    • Kazan sagt:

      In Leuna entsteht (oder ist die schon im Betrieb) die erste Bioraffinerie der Welt. Dann ist man bei Kunststoff nicht mehr auf Erdöl angewiesen.

  7. Elektriker sagt:

    Ich habe mal kurz überschlagen bei einer Last die 65MW benötigt (z.B. ein größerer Industriestandort) ist der Speicher gut um die PV-Erzeugung über die Nacht zu überbrücken. Dadurch wird auch noch das Netz entlastet, da die Elektroenergie dort bleibt wo sie erzeugt wurde und auch im Umkreis verbraucht wird. Im Radiobericht zu der Nachricht wurde gesagt, daß das Projekt ohne Zuschüsse und Fördergelder ausgekommen sei, Zitat „komplett privatwirtschaftlich finanziert“.

  8. Fratzenspiegel sagt:

    „Heimatenergie“ – endlich wissen auch Elektronen, wo sie hingehören.

  9. Zuschauer sagt:

    Gestern ein Beitrag im TV über den Speicher. Deutschland bräuchte von diese größe mindestens 80 Stück um irgendiwe etwas abgesichert sein zu können.

  10. Henk sagt:

    Speichert die Energiemenge, die das Kraftwerk Schkopau in einer halben Stunde bereitstellt. So ein Unfug, den alle mit völlig überhöhten Strompreisen finanzieren müssen.

    • Sofavan sagt:

      Während die 285 Tonnen Kohle die im gleichen Zeitraum verbrannt werden (5 mio Tonnen pro Jahr Gesamtverbrauch) buchstäblich durch den Schornstein fliegen, übers Jahr gesehen unter anderem 110 kg Quecksilber und 60 t Feinstaub als Bonus mitbringen, hast du diese halbe Stunde aus dem Speicher jeden Abend wenn tagsüber der Speicher wieder aufgeladen wird.

    • Halle-Leser sagt:

      Ist nur blöd, dass der Strom aus Schkopau 4mal so teuer ist.
      Vom Co2-Fußabdruck ganz zu schweigen.

      Denk nochmal drüber nach.

  11. Halle-Leser sagt:

    So. Und jetzt noch Strompreiszonen und aufgehört die fossile Energielobby zu pampern.
    Schon würden sich Pläne von GasKathi und Co. von selbst auflösen.

  12. mirror sagt:

    Ab einer kritischen Kapazität von Batteriespeicher, sinkt bei weiterem Ausbau die Betriebsstundenzahl pro Speicher und erhöht die Stromkosten.

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