Wildtiere erobern die Stadt – Halle will ehrenamtliche Jäger zur Beratung der Bürger engagieren – steigende Zahl von Abschüssen

Wildtiere dringen immer mehr in die städtischen Gebiete vor. Füchse am Uniplatz oder Wildschweine in Halle-Neustadt sind keine Seltenheit mehr. Die Stadt Halle (Saale) will deshalb jetzt zwei Jäger engagieren, die für eine monatliche Aufwandsentschädigung von 100 Euro die Einwohner zu Schutzmaßnahmen für ihre eigenen Grundstücke beraten. Formell muss der Stadtrat in drei Wochen noch die entsprechende Satzung beschließen, größeren Widerstand dürfte es aber nicht geben.

“Wir begrüßen diese Maßnahme”, sagte Beate Thomann (Grüne). “Denn es gibt immer wieder Konflikte zwischen notwendiger Jagd und bewohnten Gebieten.” Zudem regte sie parallel noch eine Aufklärungskampagne an – beispielsweise, dass die Bürger kein Hunde- oder Katzenfutter auf ihren Terrassen bereitstellen oder die Mülltonnen richtig verschließen. 

Auch Silke Burkert (SPD) hält das Vorhaben für sinnvoll. “Wir haben schon viele Klagen von Bürgern gehört.” Beispielhaft nannte sie Wildschweine auf der Peißnitz. “Rehe laufen weg, wenn man klatscht, Wildschweine nicht”, war auch Beate Gellert (Hauptsache Halle) dafür.

Bedenken hatte lediglich Dörte Jacobi (Die PARTEI). “Wir dringen in das Habitat der Tiere ein, in dem wir uns ausbreiten.” Auf der anderen Seite werden die Tiere dann totgeschossen. 

Tobias Teschner vom städtischen Fachbereich Sicherheit erklärte, dass insbesondere durch die milderen Winter die Populationszahlen steigen. Vor allem das Schwarzwild, also Wildschweine, macht Probleme, weil es keine natürlichen Feinde hat.

Im vergangenen Jagdjahr sind in der Saalestadt 319 Wildschweine erlegt worden, so viele wie noch nie. Vor drei Jahren waren es gerade einmal halb soviele. Zudem sind im vergangenen Jahr 311 Waschbären. 276 Stück Rehwild und 114 Füchse durch Jäger zur Strecke gebracht worden.

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3 Antworten

  1. ist aber eh zu wenig Wald hier sagt:

    „Vor allem das Schwarzwild, also Wildschweine, macht Probleme, weil es keine natürlichen Feinde hat.“

    Wölfe will aber auch keiner, also lieber Wildschweine totschießen?

  2. Hallodri sagt:

    Zwei ehrenamtliche Jäger? 100€ Aufwandsentschädigung, womöglich noch für beide zusammen? Und die sagen den Leuten dann, dass sie kein Futter rausstellen und ihre Mülltonnen abschließen? 😂🤣😂🤣😂🤣😂🤣😂🤣😂🤣😂🤣😂🤣

  3. Ironieschalter sagt:

    Naja, vom Amselgrund kommend, dem asphaltierten Radweg folgend Richtung Peißnitz sind auch immer wieder Schwarzkittel unterwegs. Im wahrsten Sinne des Wortes saugefährlich diese Viechter. Abknipsen und ab auf den Grill😋

  4. Robert sagt:

    Jetzt kommen schon die tierischen Invasoren zu uns.

  5. Ex Grenzer sagt:

    In meiner Zeit am antifaschistischen Schutzwall hat mal so ein Vieh den Oberschenkel vom Major zerfetzt. Gefährliche Biester. Direkt auf die Stirn halten und Feuer frei.

  6. Alt-Dölauer sagt:

    Frau Jacobi hat den Schuß nicht gehört. Hier sind es die Wildschweine, die in das Revier der Menschen vordringen. Schießen ist in bewohnten Gebieten sehr problematisch, das vermeiden Jäger so gut es geht und es bedarf sowieso einer Sondergenehmigung und Absicherung. Und auch Wölfe gehen an Wildschweine nicht ran, solange es einfachere Beute gibt.

    • M sagt:

      Das Geschwurbel ist immer das gleiche…..Nur noch Kopfschüttel…….
      Das sind richtige Experten.

    • Ebbe04Sand sagt:

      Auch „Alt-Dölau“ hat sich seit dem Umsturz ’89 durch Bebauung erweitert. Somit ist Naturfläche und Rückzugsgebiet für Wildtiere verschwunden. Es war schon immer der Mensch welcher in die Reviere der Tiere eingedrungen ist und somit die Ursache mit allen heutigen Folgen.

  7. Neue Bauernregel sagt:

    Pflanzt der Bauer jeinen Mais,
    macht die Sau im Garten Scheiß.
    ( Alt-Dölauer)

  8. Eberhard sagt:

    Wer Schweine erschießt, ist ein Schwein.

    • Jägermeister sagt:

      Wer Schweine erschießt , ist ein Fleischer. Also ein guter Mensch , der wohlwollend an meinen Kullerbauch denkt.

  9. Ironieschalter sagt:

    Vielleicht können Naturschützer die Schweine beraten. Beraten ohne e wäre auch lecker😋

  10. ProTipp sagt:

    “Rehe laufen weg, wenn man klatscht, Wildschweine nicht”

    Krankenpfleger*Innen übrigens auch nicht

  11. Jägermeister sagt:

    Bei dir sitzt das hinten, unter der Hüfte.

  12. Hansi sagt:

    Und was tue ich gegen wild gewordene Politiker, die in meinen Rückzugsbereich eindringen?

    • Trick18 sagt:

      Du beziehst einfach keine Stütze mehr.

      Damit zeigst du es denen! Hehe. Die werden sich wundern!

      • Blödquatscher entlarven sagt:

        Hat ja bei dir toll geklappt – wir haben immer noch eine Riege von Politversagern auf dem Hals. Also denk nochmal nach und probier was anderes.

        • Trick18 sagt:

          Wieso? Hat doch toll geklappt bei mir. Warum soll ich also was anders machen und womöglich eure Vorgehensweise probieren? Das wär ja ein Rückschritt um Welten/Jahrhunderte. Nee, nee, bleibt ihr man schön hinten haltet die rote Laterne. Kann nicht jeder zu den Gewinnern gehören. 😉

          • @armes kleines Würstchen sagt:

            Du gehöst nicht zu den Gewinnern, Schatzl, sonst hättest du es nicht nötig, anonym gegen vermeintliche Stützeempfänger zu hetzen.

          • Trick18 sagt:

            vermeintliche?

            hetzen??

            Von ganz hinten hast du offenbar ganz schlechte Sicht. 😀

    • Applause sagt:

      probiers mal mit klatschen

  13. aka electric sagt:

    „weil es keine natürlichen Feinde hat“ – wird Zeit, dass ich meine Motorhaube in’s Spiel bringe.
    Gibt es Youtube-Anleitungen für Fell-Abziehen?

  14. BR sagt:

    „Halle will ehrenamtliche Jäger zur Beratung der Bürger engagieren – “
    Und dann??? Kommen die Schwarzkittel etc. nicht mehr so nah??
    Fangt endlich an, dieses Viehzeug kontrolliert abzuschießen!!

  15. Robert sagt:

    Feuer frei auf die Viecher !
    Die Schönen und Reichen wollen Wildbrett auf den Tisch haben.