Zahl der Erwerbstätigen in Sachsen-Anhalt geht weiter zurück

Im Jahresdurchschnitt 2025 sank die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort Sachsen-Anhalt um 5,3 Tsd. auf 983,8 Tsd. Personen (-0,5 %). Damit setzte sich der seit 2023 andauernde Rückgang der Erwerbstätigkeit (2023 und 2024 jeweils -0,3 %) verstärkt fort. Verursacht wurde die Abnahme hauptsächlich durch die rückläufige Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen und der selbstständigen Beschäftigung. Im ostdeutschen Durchschnitt ohne Berlin ging die Erwerbstätigenzahl um 0,6 % zurück. Dies teilt das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises Erwerbstätigenrechnung der Länder mit.

Sowohl die Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (-1,4 %) als auch das Produzierende Gewerbe (-2,0 %) verzeichneten Beschäftigungsverluste. In den Dienstleistungsbereichen insgesamt (+0,0 %) blieb die Zahl nahezu konstant. Hier konnte jedoch nur der Bereich Öffentliche und sonstige Dienstleistungen, Erziehung, Gesundheit; Private Haushalte einen Zuwachs (+0,9 %) erreichen, während die anderen Bereiche Rückgänge hatten.

Insgesamt sank die Erwerbstätigenzahl 2025 in Deutschland nach dem Höchststand im Vorjahr geringfügig um 5,0 Tsd. Personen (-0,0 %) auf 45 982,0 Tsd. Personen. Mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020 war die Erwerbstätigenzahl seit 2006 durchgängig gewachsen. Dabei nahm die Zahl 2025 in Westdeutschland ohne Berlin um 0,1 % zu, während sie in Ostdeutschland ohne Berlin um 0,6 % sank. Die Spannweite der Veränderungsraten reichte von -1,1 % in Thüringen bis +0,9 % in Hamburg.

Zu den Erwerbstätigen zählen alle Personen, die als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oder als Selbstständige, einschl. deren mithelfenden Familienangehörigen, eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben.

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19 Antworten

  1. Wir schaffen das sagt:

    Ampel und der rote Geselle Merz wirken halt.

  2. winter sagt:

    Kein Wunder , wenn jeder Bürgergeld bekommt warum noch arbeiten gehen.

  3. Henk sagt:

    Erlebe Dein grünes Wirtschaftswunder. Deindustrialisierung läuft.

    • 10010110 sagt:

      Das liegt nicht an den Grünen.

    • Lesen sagt:

      Siehe Antwort erster Kommentar, Henkchen. 😉 Ab 2006 steigend bis 2025 Höchststand in Deutschland. Wer regierte in dem Zeitraum des Höchststandes? 😉

      In Sachsen-Anhalt und den meisten Ex-DDR-Ländern hingegen regierten Konservative. Vielleicht ziehst du deine Lehren daraus.

  4. Ich sagt:

    Mir fehlt der Bezug zu den Renteneintritten (sorry, aber LSA ist Alt) und den Abwanderung von Ausgebildeten Menschen in andere Bundesländer

  5. PaulusHallenser sagt:

    Die Hauptgrund für den Beschäftigungsrückgang liegt im Bürgergeld. Das Bürgergeld hält Menschen davon ab, sich bezahlte Arbeit zu suchen. Hier müsste mal eine entsprechende Reform angeschoben werden, um das Problem zu beheben.

    • Halle-Leser sagt:

      Bist du nicht derjenige, der gerade gestern das Bürgergeld gefeiert und mit der Beschäftigung für 1 € die Forderung aufgestellt hat nochmehr reguläre Jobs abzuschaffen?

      Kannst Du Dich nicht entscheiden, oder leidest Du an mehrfach gespaltener Persönlichkeit?

    • Ach Pauli... sagt:

      Es ist doch reformiert, was willst du noch? Glaubst du wirklich, dass die Mehrheit der BG-Empfänger es toll findet, für die paar Kröten sich ständig erklären zu müssen, vorgeschrieben zu bekommen, wie und wo sie wohnen? Mag sein, dass das einigen egal ist, der Mehrheit nicht. Arbeitslosigkeit hat viele Gründe. Es einfach damit zu erklären, dass die sich auf „die vielen offenen Stellen“ bewerben könnten, ist eben zu kurz gedacht. Könntest du wissen, wenn du soziale Kontakte hättest.

    • Faulpelz sagt:

      Stimmt! Wir werden das Problem nicht los wenn weiter Bürgergeld gezahlt wird. Deshalb Sachleistungen und Lebensmittel Marken . Mehr nicht!

      • Halle-Leser sagt:

        Es würde schon reichen wenn jedem, der nicht in der Lage ist einen hetzenden Satz fehlerfrei in eine Kommentarspalte zu schreiben, der Zugang zu dieser verwehrt wird bis der Nachweis erbracht ist, dass er der deutschen Sprache mächtig ist.

  6. Steffen sagt:

    Die vielen Fachkräfte bezahlen sicherlich in ihren ursprünglichen Herkunftsländern Steuern oder?
    Ansonsten müssten es ja stetig mehr arbeitende Sachsen-Anhalter werden!
    Sicherlich verwechseln wir da nur eine Kleinigkeit oder?

    • Kleine Hilfe sagt:

      Wenn es denn stetig mehr Menschen in Sachsen-Anhalt werden würden. Die Zuwanderung ist aber geringer als die Bevölkerungsverluste durch die natürliche Bevölkerungsentwicklung.

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