Zukunftsstadt: Halle ist eine Runde weiter

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16 Antworten

  1. Sara sagt:

    Der Ansatz ist doch falsch. Schon alleine um künftigen Überschwemmungen vorzubeugen, müsste Neustadt zurück gebaut werden. Es gibt mittlerweile genügend Wohnungen in den alten Stadtkernen. So könnte auch der Schandfleck Neustadt ohne großen Aufwand verschwinden und wir alle könnten sicherer leben. Warum hält man an einen Stadtteil fest, der seit Jahren verkommt und keine Zukunft hat. Abreißen und wieder als Fläche für das Hochwasser nutzen.

    • mirror sagt:

      Erscheint mir wenig realistisch. In Neustadt leben immer noch mehr Menschen als in Merseburg. Man kann nicht einfach eine Kleinstadt platt machen.

    • Pomfuttge sagt:

      Stadtteil ohne Zukunft? Sie übersehen, dass die Einwohnerzahl der südlichen, nördlichen und westlichen Neustadt in der Summe in den letzten drei Jahren durchgehend gewachsen ist. Das liegt unter anderem an den vielen Investitionen in die Planstadt und ihre Gebäude. Ich bin mittlerweile sehr gerne in diesem Stadtteil. Wenn schon die Neustadt, die übrigens nur zu ca. 1/3 im Hochwassergebiet liegt, müsste man auch die Altstadt bis zur Hallmarkttreppe abreißen, das wäre nur konsequent. Oder geht es hier nur um eine Ideologische Problematik?

      • sara sagt:

        Neue Investitionen?- Die Gebäude sind immer noch B-Ware. Natürlich ist die Einwohnerzahl durch Flüchtlinge und EU-Ausländer gewachsen. Deutsche Familien wollen dort aber aus gutem Grund so schnell wie möglich weg. Neustadt als Hochwassergebiet gibt ausreichend Entlastung für Halle-Alt

      • 10010110 sagt:

        Dieses eine Drittel abzureißen, würde schonmal helfen.

  2. Meckerbock sagt:

    @sara…also als Stadtteil der seit Jahren verkommt kann man das ja nun nicht bezeichnen .. diese Äußerung zeugt nur von Unwissenheit und Ignoranz..
    ebenso ist die Behauptung das überall genug Wohnungen zur Verfügung stehen so auch nicht richtig .. hier geht es in erster Linie mal um bezahlbaren Wohnraum..

    also erstmal Hirn nutzen .. schönes we

    • sara sagt:

      Naja, der ganze Stadtteil verkommt doch schon seit Jahren. Daran hat sich nichts geändert. Neustadt gehört zu den schlechtesten Adressen in Halle. Keiner will dort freiwillig wohnen. Oder möchten Sie eine Adresse aus Neustadt im Lebenslauf angeben? Wohl eher nicht!

      • Spiegelleser sagt:

        Ah, sara befindet sich im Bewerbungsprozess! Das erklärt den Frust. Aber manchmal liegt’s nicht an der Adresse. 😉

      • Meckerbock sagt:

        vielleicht kennen sie ja nur den Stadtteil Südpark.. da will ich aktuell wirklich nicht wohnen… aber ansonsten fällt mir da kein zacken aus der Krone wenn ich eine Adresse in Neustadt angebe…

  3. Hansimglück sagt:

    Ich gebe meine Neustädter-Adresse sehr gern im Lebenslauf an. Sogar gleich zwei Neustädter Schulen!

  4. Röderberg1848 sagt:

    @sara on

    Mädel, gleich vorweg:
    Ich selbst konnte zu DDR-Zeiten nie verstehen, warum es die Leute in die Betonblöcke nach HaNeu zog.
    Ich möchte auch heute nicht in HaNeu wohnen, aber ich kenne Dutzende von Leuten, welche sich dort pudelwohl fühlen und denen HaNeu zur Heimat geworden ist.
    Soziale Brennpunkte gibt es auch in anderen Stadtteilen, diese sind kein ausschließliches Markenzeichen von Halle-Neustadt.

    Das heutige, unglaublich begrünte und bereits erheblich „ausgedünnte“ Halle-Neustadt von 2016, hat mit dem, DDR-Halle-Neustadt der 1960er, 70er und 80er Jahre, welches ich bei Verwandtenbesuchen als gruselig und erdrückend empfand, nichts mehr gemein. Während ich dies hier schreibe, habe ich sofort wieder diesen eigentümlichen und typischen Geruch der IKARUS-Busse in der Nase und sehe mich mit Gummistiefeln durch den Schlamm waten. 🙂

    Aber dies soll jetzt nicht mein Thema sein.

    Vielmehr möchte ich Dir, die Du so gegen HaNeu wetterst und dem, auch sonst offensichtlich lebens- und realitätsfremden Komiker, welcher sich hier und im Nachbarforum ständig dazu berufen fühlt, seinen allgemein wissenden Unverstand, bei nahezu jedem x-beliebigen Thema virtuell auszubreiten, weil ihm im realen Leben vermutlich kein Mensch zuhört und/oder ihm vermutlich auch nur ganz normale, zwischenmenschliche/soziale Kontakte fehlen oder abhanden gekommen sind und der da schrieb:

    ZITAT: „Dieses eine Drittel abzureißen, würde schonmal helfen.“

    einfach nur ein paar historisch belegbaren Tatsachen entgegenhalten.
    Zeitgenössische Quellen beschreiben das Hochwasser von 1799 wie folgt:

    „Beym eintretenden Thauwetter, einen Schaden angerichtet, wie vielleicht noch nie, und wie damals fast kein Fluß in Deutschland. Der Flut stürzte und erlag alles, was ihr entgegen stand. Schlettau, Angstdorf, Passendorf, der Strohhof und Cröllwitz erfuhren es an ertrunkenem Vieh und eingestürzten oder beschädigten Häusern und Scheunen am nachtheiligsten. […] Auch Giebichenstein, Trotha, Beuchlitz, Wettin, Schochwitz, Drewitz, Döblitz, Peißen, wo 44 Häuser einstürzten, Reideburg und Pischdorf haben viel gelitten.“ (Berliner Zeitung 1799 aus mz-web.de)
    Runde berichtet in seiner Chronik:
    „1799, den 24. Februar, bei den Aufgang des Eises, hatten sich oberhalb der Saale zwei große Schütze gesetzt, wodurch der größte Theil deß in einigen Tagen so schnell wachsenden Wassers nach der Stadtseite gedrängt wurde, so daß es an erwähnten Tage eine solche Höhe erreicht hatte, wie sich die ältesten Leute nicht erinnern konnten. Von der Hohenbrücke [heutige Elisabethbrücke] war nichts mehr zu sehen. In der Klausstraße standt das Wasser bis an das Gödickensche Hauß, und auf den Stroh[h]hofe [im Original korrigiert] ging es in mehreren Häusern bis in das zweite Stockwerk. Denen in diesen 2 Vorstädten in den Häusern sich befindenten Menschen wurden die Lebensmittel auf Kähnen und Flößen zugeführt. Abends gegen 9 Uhr drohete die Stadtmauer im Thale einzustürzen, und nur die Angst für den grosen unglück, wenn solches geschen solte, war im Stande, die grose Menge von Arbeitern, welche bei dieser Lebensgefährlichen Arbeit halfen, bei guten Muthe zu erhalten, bei welcher viele über ihre Kräfte sich anstrengten. Der Entzweck wurde durch die Menge der Arbeitenden erreicht und die Mauer von Einsturz gerettet. Ein groses Glück für unsere Stadt war, daß dieser hohe Wasserstandt nicht lange dauerte, indem derselbe glaich den andern und die folgenden Tage mehr und mehr fiel. Grausen-erregent war der Anblick, wenn man so vieles auf den nahen Dörfern ertrunkenes Vieh, sowie auch die Menge von Trümmern der eingestürzten Häuser und die große Anzahl von Haußgeräth, was die armen Menschen nicht hatten retten können, von der Gewalt des Wassers forttreiben sah. Der Schade, den dieses auserordentlich große Wasser an Gebäuden und andern Sachen gemacht hatte, belief sich für unsere Stadt, nach einer aufgenommenen Taxe, auf 5930 Thlr. 6Gr. 9 Pf. [ca. das hundertfache eines gut situierten Handerksmeisters] Aus den Königlichen Kassen wurden in September dieses Jahres 1482 Thlr. 13 Gr. 8 Pf. als vierten Theil des Schadens zu unterstützung gezahlt, welche Summa auch verhältnißmäßig vertheilt worden ist. (Runde 1933, 25 f.)
    Runde berichtet auch von den heldenhaften Taten dreier Stadtbürger, die den Flutopfern in Passendorf zu Hilfe kamen:
    Überall umgeben von einstürzenden Häusern, retteten sie nach und nach mehreren Menschen, die ihnen aus den Trümmern ihrer Wohnungen flehend zuriefen, das Leben.“ (Runde 1933, 26 f.)
    Zu den unmittelbaren Auswirkungen des Hochwassers zählt, dass Anfang März 1799 trinkbares Wasser aus Flüssen und Bächen für mehrere Tage nicht zu Verfügung stand. Außerdem traten Versorgungsengpässe auf, Korn konnte nicht gemahlen werden, weil die Wassermühlen still standen und die Müller großen Schäden an ihren Korn- und Mehlvoräten hinnehmen mussten. Die Unterversorgung wurde durch erschöpfte Voräte noch verschärft, da schon vor dem Hochwasser die Arbeit der Müller durch den Eisstand behindert wurde. Da auch Bäckereien und Brothöfe zerstört wurden, sah sich der Magistrat gezwungen Hilfe bei den Schulzen der umliegenden Dörfern zu suchen. (StAHS)
    Langfristig litt das Gewerbe der Stadt, so zum Beispiel mussten viele Gerber ihr Handwerk nach dem Hochwasser aufgeben. Sie betrieben ihr Gewerbe in der Nähe der Saale und verloren bei der Katastrophe ihre Arbeits- und Wohngebäude, sämtliche Waren und Grundstoffe gingen verloren. Aber auch die Bauern der Dörfer waren betroffen, einige mussten in der Folge sogar ihre Höfe aufgeben. In Einzelfällen wanderten die Familien aufgrund von einer Überschuldung schließlich nach Nordamerika aus. (Deutsch 2005, 221)

    Die Verwüstung in Halle und seiner Vorstädte ordnet sich in die Schadensbilanz im Saalegebiet ein. Durch Rückstau an Eisversetzungen wurden viele Ortschaften (z.B. Meißen, Halle, Passendorf) außergewöhnlich hoch überflutet, Holzlagerplätze abgeräumt und Felder durch Ablagerungen „völlig verschlämmt und versandet“ oder durch Bodenabtrag geschädigt
    […] wusch der sehr wüthende Strom von der Saale vieles gute Land weg, und riß an manchen Orten das Getreide mit den Wurzeln aus der Erde.[…]
    Quelle:
    http://paradigmaps.geo.uni-halle.de/h2oextrem/content/enstehungsgeschichte

    http://paradigmaps.geo.uni-halle.de/h2oextrem/content/folgen-und-auswirkungen

    Die Karte vom Jahr 1817 des Deckerschen Kartenwerks zeigt deutlich, dass die östliche Saale-Aue in Halle (Saale) zum größten Teil von Bebauung frei gehalten wurde. Lediglich in der Innenstadt, im Gebiet der Neumühle (Nr. 2) und im Stadtteil Giebichenstein sind Gebäude zu sehen, welche im Falle eines Hochwassers mit niedriger Wahrscheinlichkeit teilweise überflutet worden wären. Auf der westlichen Seite der Saale war die Aue von der Innenstadt bis in den Norden nach Trotha, mit Ausnahme des Stadtteils Kröllwitz, naturbelassen und stand größtenteils als natürlicher Überflutungsfläche zur Verfügung. Im Falle eines Hochwassers mit niedriger Wahrscheinlichkeit wäre die Bebauung vom Wasser bis auf wenige Häuser in Kröllwitz unberührt geblieben.

    In der Karte des Jahres 1851 ist eine deutliche Zunahme der Bebauung zu verzeichnen. Hauptsächlich bezieht sich dies aber auf den Osten der Stadt. Auch hier ist zu sehen, dass die Stadt westlich der Saale, mit Ausnahme des Stadtteils Kröllwitz, weitestgehend von Bebauung frei gehalten wurde. Kröllwitz, ein geringer Teil von Giebichenstein und etwa ein Drittel der Altstadt östlich der Saale wären im Falle eines Hochwassers mit geringer Wahrscheinlichkeit überflutet worden. Bei einem Hochwasser mit hoher Wahrscheinlichkeit wären auch im Jahr 1851 außerhalb der Innenstadt kaum Gebäude östlich und westlich der Saale von Hochwasser betroffen gewesen.
    Quelle:
    http://paradigmaps.geo.uni-halle.de/h2oextrem/content/karten-potentielle-%C3%BCberflutungsfl%C3%A4chen

    Und auch im November 1890 gab es ein extremes Hochwasser:
    http://paradigmaps.geo.uni-halle.de/h2oextrem/content/entstehungsgeschichte

    http://paradigmaps.geo.uni-halle.de/h2oextrem/content/karten-potentielle-%C3%BCberflutungsfl%C3%A4che-1890

    So liebe @sara on und andere, potentielle Möchtegern-Schleifer Halle-Neustadts:
    Anhand nur dieser beiden Beispiele aus der relativ jüngeren halleschen Vergangenheit kann man, insofern man dazu vom Geiste her in der Lage und nicht, aus welchen Gründen auch immer, radikalisierend verblendet ist, sehr gut erkennen, daß auch ein sofortiger Komplettabriß von HaNeu nichts, aber auch gar nichts an der potentiellen Hochwassergefährdungssituation von Teilen der Altstadt und dem Stadtteil Klaustorvorstadt entschärfen würde, denn weder im Jahre 1799, noch im Jahre 1890, gab es den heutigen Stadtteil Halle-Neustadt und schon damals reichte dieses, heute bebaute Gebiet nicht aus, um bei Extremhochwassern für ausreichend Entlastung zu sorgen.

    Es gibt auch noch weitere historische Berichte über hallesche Extremhochwasser, die ich leider gerade, auf die Schnelle nicht wiederfinde. (Es kann ein paar Tage dauern, dann liefere ich sie noch nach.)
    In einem dieser Berichte wird ausgeführt, daß es bei einem dieser Extrem-Hochwasser möglich war, mit Booten über die Stadtmauer hinweg zu schippern. Wenn ich mich richtig erinnere ging es da um das Gebiet an der Moritzkirche.

    Und liebe @sara on, wenn von der Überflutung der Stadtmauer die Rede ist, sprechen wir nicht von einem 2m-Innenhofmäuerchen…
    Um Dir persönlich ein praktisches Bild von der Höhe der damaligen halleschen Stadtmauer zu machen und einen bleibenden Eindruck der Mächtigkeit dieses Schutz-Bauwerkes auf Dein Gemüt zu bewirken, wenn Du direkt davor stehst, empfehle ich Dir dringend, morgen mal einen Sonntagsausflug zu machen und das letzte Stück der originalen halleschen Stadtmauer in Natura zu besichtigen. Für den Fall, daß Dir nicht einfällt, wo sich dieses Reststück befindet, hier eine kleine Hilfestellung:

    Vom Frankeplatz aus, den Waisenhausring in Richtung Hansering/Leipziger Turm tippeln.
    Ungefähr auf halber Strecke kommt rechtsseitig die Fußgänger-Unterführung zu den Frankischen Stiftungen auf den Waisenhausring.
    Der gegenüber, auf der Altstadtseite hast Du dann die letzten beiden Teilstücke der Stadtmauer, unterbrochen von einem der alten und letzten Wächterhäuschen.
    Die Stadtmauer begrenzt südlich das Grundstück Große Brauhausstraße 6, zum Waisenhausring hin.
    https://www.google.de/maps/place/Waisenhausring+11,+06108+Halle+(Saale)/@51.4791508,11.9739328,132m/data=!3m2!1e3!4b1!4m5!3m4!1s0x47a6634f6097e5bf:0x2fce34b11d82ff3a!8m2!3d51.47915!4d11.97448

    Wenn Du davor stehst, die rechte Seite zur Turnhalle der ehemaligen Goetheschule hin, besitzt sogar noch ihre Zinnen…. Lass die Höhe schön auf Dich wirken und denke sie Dir hinunter an die Moritzkirche, während ein Drittel der Fläche des heutigen Halle-Neustadts bereits geflutet ist, und die Wassermassen darüber schwappen… und nein, auch wenn Du die restlichen zwei Drittel im Nord-Westen von Halle-Neustadt komplett abreißen würdest, nützte dies nichts, denn der Bereich Klaustorvorstadt, Knoten 46, Spitze und Hallmarkt liegen einfach tiefer.

    • Spiegelleser sagt:

      Knapp und präzise ausgedrück! Spam-Level: 1848.

    • 10010110 sagt:

      Ich forder(t)e nicht den Abriss eines Drittels von Halle-Neustadt, um die Altstadt zu entlasten, sondern, um die Kassen der öffentlichen Hand zu entlasten. Die Unterhaltung der Deiche und Pumpenanlagen in der Saaleaue, nur um diesen akut hochwassergefährdeten Teil Halle-Neustadts künstlich trocken zu halten, ist Geldverschwendung sondersgleichen. Was könnte man davon nicht für tolle Autobahnen bauen. 😉

  5. Meckerbock sagt:

    etwas weit ausgeholt .. aber informativ..
    zu kurzes denken wird damit aber sicher nicht geändert…

  6. wolfgang sagt:

    Selten solch Blödsinn gelesen, wie Sara on hier schreibt.

  7. Wilfried sagt:

    Jugendfrust oder eine andere schlimme psychische Entartung…

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