92,7 Millionen Euro für Innovationsprojekte der Hochschulen in Sachsen-Anhalt bewilligt / Wissenschaftsminister: „Booster für Zukunft und Wachstum“

Starker Impuls zur Weiterentwicklung der Wissenschaftslandschaft in Sachsen-Anhalt: 2025 sind insgesamt 92,7 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln für 86 Forschungs- und Innovationsprojekte von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bewilligt worden.

Für Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann ist diese kräftige Finanzspritze ein „Booster für Zukunft und Wachstum“. Er betont: „Jeder Euro für Innovation ist gut angelegt und rentiert sich. Gerade in Sachsen-Anhalt arbeiten Unternehmen bei der Entwicklung von Innovationen gern mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammen. Unsere erstklassigen Einrichtungen sind für viele Betriebe wertvolle Partner mit Blick auf Neuentwicklungen und zugleich auch wichtige Fachkräfteschmieden. Mit der umfangreichen Forschungsförderung steigern wir weiter die Attraktivität des gesamten Wissenschaftsstandortes und stellen sicher, dass auch in den kommenden Jahren Studierende, Forschende und Lehrende gern zu uns nach Sachsen-Anhalt kommen.“

Zu den bedeutsamsten Förderungen in 2025 gehört das „Forschungszentrum Dynamische Systeme“ (CDS) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OvGU), das den Strukturwandel in der sachsen-anhaltischen Chemieindustrie u.a. durch KI und neue Lösungen für das Recycling von Kunststoffabfällen voranbringen soll. Für das CDS wurden fast 10,9 Millionen Euro bewilligt, davon rund 6,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und 4,4 Millionen Euro vom Wissenschaftsministerium.

Hohe Bewilligungen über das EFRE-gespeiste Förderprogramm gab es 2025 auch für neue Innovationsprojekte am Medizintechnik-Forschungscampus STIMULATE (9,98 Mio. Euro) der Uni Magdeburg und für das ebenfalls von der OvGU forcierte Forschungsprojekt „Digitaler Work-Life-Zwilling“ (10,72 Mio. Euro), in dem u.a. intelligente Mobilitäts- und Kommunikationslösungen im neu entstehenden Wohnquartier „Wissenschaftshafen Magdeburg“ entwickelt und getestet werden sollen.

An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wird künftig Wissenschaftsnachwuchs in zwei besonders zukunftsweisenden Forschungsfeldern noch gezielter gefördert: Für internationale Graduiertenschulen zu Pflanzenforschung und zu nachhaltiger Polymerwissenschaft sind im vergangenen Jahr über das Projekt „AGRIPOLY II“ rund 5,8 Millionen Euro bewilligt worden, davon knapp 3,5 Millionen aus dem Europäischen Sozialfonds+ (ESF+) und rund 2,3 Millionen Euro vom Wissenschaftsministerium. Ebenfalls aus dem ESF+ gefördert wird auch das „EU-Hochschulnetzwerk Sachsen-Anhalt“: 2025 ist ein Zuschuss von fast sechs Millionen Euro bewilligt worden, um Forschende an allen staatlichen Hochschulen in Sachsen-Anhalt durch gezielte Beratung beim Wettbewerb um EU-Drittmittel für Forschung und Innovation zu unterstützen.

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3 Antworten

  1. On + On sagt:

    Mit jedem neuen staatlichen „Booster“ werden unsere wirtschaftlichen Probleme größer, das Wachstum immer kleiner und die Löcher im Haushalt und unseren Sozialkassen riesiger.

    • Leser sagt:

      Vor allem werden die Hochschulen so gefügiger gemacht. Sie müssen brav die Fördermittelkriterien erfüllen. So sichter man keine unabhängige Forschung.

    • Off + Off sagt:

      Langjährige statistische Untersuchungen zeigen, dass staatliche Investitionen in Forschung die höchste Multiplikatorquote haben. Das heißt 1 Euro in dem Bereich generiert bis zu 3 Euro zusätzliche Wirtschaftskraft. Bei Rüstung ist der Faktor am geringsten (0,6). U.a. nachzulesen in der Wiwo. Insofern ist das die beste Investition, die mit öff. Geld möglich ist. Und bei Unis und Forschungsinstituten entstehen zusätzlich hochqualifizierte Abgänger etc. Als Firmeninhaber kann ich nur sagen: Es ist lobenswert, aber es müsste in dem Bereich viel mehr sein. Forschung, Bildung, Infrastruktur – nur damit bleiben oder werden wir wieder wettbewerbsfähig bei unseren international extrem hohen Personalkosten und Regulierung (die Bas-Nachteile). Sparen an der Zukunft ist super dumm, Ast sägen auf dem man sitzt Wenn sparen, dann in Bereichen, die unproduktiv sind, jeder kann sich denken welche das sind. Oder bei den „Hobbyprojekten“ die v.a. Lokalpolitiker so lieben.
      -Alt-Dölauer

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