18.000 Euro fehlen: Sozialarbeit in der Silberhöhe auf der Kippe 

An der Gustav-Staude-Straße in Halle (Saale) steht ein alter, ausrangierter Bauwagen. Er dient heute als Treffpunkt für Kinder und Jugendliche aus dem Viertel. Rund 40 von ihnen kommen regelmäßig. Das ist natürlich abhängig von den jeweiligen Angeboten und Veranstaltungen, die gerade aktuell sind. Und zum St.-Martins-Umzug kamen dann auch die Eltern, rund tausend Leute zogen unter anderem mit Laternen durch das Plattenbauviertel.

Doch für die Zukunft des Projekts sieht es düster aus. Es liegt wie immer am Geld. Eine halbe Sozialarbeiterstelle konnte ins Leben gerufen werden. In diesem Jahr gibt es aber das nötige Geld nicht. Diese Entscheidung könne er nicht verstehen, sagte Pfarrer und Initiator Martin Golz. Schließlich habe Halle „ein eklatantes Jugendkriminalitätsproblem. Und wir sind an der Basis“, sagte er beim Forum Silberhöhe. 

Golz ist aber nicht untätig geblieben. Er hat sich bei einem Gewinnspiel für gemeinnützige Projekte beteiligt. Und tatsächlich, 2.000 Euro sind so zusammengekommen. Jetzt fehlen noch 18.000 Euro zur Fortführung. „Soziale Arbeit sollte nicht nur von Preisausschreiben abhängig sein“, sagte er.

Die mahnenden Worte kamen auch bei Sozialdezernentin Katharina Brederlow an. Sie versprach, das Thema in den Jugendhilfeausschuss mitzunehmen. Die Stadt habe keinesfalls die Finanzierung gestoppt. Viel mehr ist das Bundesprogramm „Aufholen nach Corona“ ausgelaufen. „Bund und Land neigen dazu, alles finanziell auf die Kommunen abzuwälzen“, meinte Brederlow. 

Artikel Teilen:

16 Antworten

  1. Ei verpipscht sagt:

    https://dubisthalle.de/anmerkungen-zur-oeffentlichen-sicherheit-und-praevention-des-stadtvorstandes-der-linken-in-halle-saale

    Nach diesem Aufschrei der Linken für mehr Gerechtigkeit sollte der Herr Golz doch ohne Probleme das fehlende Geld von den Linken bekommen…

    • Walter sagt:

      Scheint ja die einzige verbliebene Partei zu sein, die sich für Kinder und Jugendliche stark macht. 🤔
      Danke für die Aufklärung.

  2. Harald sagt:

    Liebe Stadt Halle, es ist doch kein Wunder dass die Jugendkriminalität in Halle so hoch ist. Wenn es nicht mal in jedem Stadtteil eine Sozialarbeiterin oder ein Angebot für Jugendliche gibt.
    Eine halbe Stelle für die Silberhöhe ist einfach auch zu wenig.

    • Oh jeh sagt:

      Harald, wie komisch, dass in Stadtteilen ohne Sozialfuzzis die Kriminalitätsrate niedriger ist. Man sollte eher die Eltern stärker in die Pflicht nehmen, auch mit finanziellen und ggf. strafrechtlichen Konsequenzen. Zudem Schulen, Polizei und Jugendamt stärken.

  3. Geht halt nicht sagt:

    Das sind immerhin 0.02 ‰ des Stadthaushaltes. Das kann man nicht mal so eben finanzieren.

  4. Vater sagt:

    „. Viel mehr ist das Bundesprogramm „Aufholen nach Corona“ ausgelaufen. “

    Deckel drauf, Mantel des Schweigens über die verbrecherischen Maßnahmen vor allem betreffs der Kinder und nicht vergessen: ca. 10 Milliarden Gewinn für Biontech in 2022. Also alles richtig gemacht. Wen interessieren da schon 18.000 ????? Peanuts.
    Und beim nächsten Mal machen alle wieder mit. Wieso jammert ihr dann jetzt?

    • Mutter sagt:

      Kannst dich ja dafür stark machen, das Gewerbesteuereinnahmen zukünftig in einen großen Topf fließen und dann an die Kommunen nach Einwohnerzahl verteilt werden. Dann hätte nicht nur Mainz gewonnen.

      Finde ich einen guten Ansatz.
      Welche Partei fordert das noch gleich?

  5. : sagt:

    Wer braucht schon Sozialarbeit für zukünftige Schmarotzer und Verbrecher? Hauptsache Halle hat schöne Trinkbrunnen.

  6. joerg sagt:

    Baerboeckchen unterstützt lieber das Ausland. Deutschland ist nicht wichtig. Kinder egal welcher Nation hier bei uns sind das höchste gut. Unsere Regierung hat kein Interesse an Integration. Für jeden Scheiss ist Geld da nur nicht für Jugend und Schulen.

    • Eddie sagt:

      Das Geld für Soziales sperrt aber Herr Lindner. Hauptsache der Autobahnbau geht schnell voran. Denn nur damit sichern wir unsere Zukunft…

    • Hauptsache gut informiert! sagt:

      Baerboeckchen unterstützt lieber das Ausland.
      Das liegt vielleicht daran, dass sie Bundesministerin des Auswärtigen ist!

  7. Kevin S. sagt:

    18.000 € für Kinder?
    Man muss nur überlegen wieviele nützliche Trinkbrunen und Baumskulpturen mit dem Geld gebaut werden könnten…

  8. west sagt:

    vielleicht kann man ja mit den 2000 € den peter-lustig-müllplatz beseitigen lassen…

  9. ossi123 sagt:

    Kanonen statt Butter

  10. Prognose sagt:

    Kürzen ist die Lösung um weitere Flüchtlingsbaracken am Stadtrand aufbauen.
    Wahnsinn.
    Wenn Geld übrig ist, gerne – wenn nicht gehts eben nicht.

  11. Uschi sagt:

    18000€ fehlen? Ja, die sind bepflanzt „…laut Stadt,in die Beete am Stadtpark, Amtsgarten, Reil-Denkmal, Paul-Suhr-Straße/ Vogelweide, das Beet am Lichtenfeldbrunnen sowie die Pflanzkübel auf dem Markt. Begonnen wurde mit dem großen Schmuckbeet am Joliot-Curie-Platz.“

  12. PaulusHallenser sagt:

    Die Stadt gibt Unsummen für irgendwelche Vorzeigeprojekte aus, aber für die Sozialarbeit in der Silberhöhe ist mal wieder kein Geld da. Ich verstehe nicht, unter welchen Gesichtspunkten hier Entscheidungen getroffen werden. Gut sind sie jedenfalls nicht.

    Ich hoffe, dass man noch mehr Spenden sammeln kann, denn das Projekt erscheint mir sinnvoll und vernünftig.