Halles einzige Bundestagabgeordnete Janina Böttger zum Kaufland-Aus: „schwerer Schlag für die Südstadt
Am Donnerstag hat Kaufland erklärt, seine Filiale in der Südstadt in Halle (Saale) zu schließen. Janina Böttger (Die Linke), einzige Bundestagsabgeordnete aus Halle (Saale) befürchtet nun mit dem Rückzug des Ankermieters das Aus für das gesamte Südstadt-Center. „Die endgültige Schließung ist ein schwerer Schlag für die Menschen im Stadtteil. Mit ihm verschwindet ein ganzer Versorgungs- und Alltagskosmos: Lebensmittel, Apotheke, Drogerie, Bekleidung, kleine Dienstleister und weitere Geschäfte des täglichen Bedarfs. Die gewachsene Infrastruktur im Quartier bricht damit auf einen Schlag weg. Diese Situation darf so nicht bleiben.“
Die Südstadt brauche laut Böttger schnell eine verbindliche Ersatzlösung – „am Standort, im Quartier, ohne jahrelange Hängepartie. Eine weitere Ausdünnung der Infrastruktur würde den Stadtteil destabilisieren und soziale Ungleichheit verschärfen“, so Böttger. Der Eigentümer stehe in der Verantwortung. „Es drängt sich der Eindruck auf, dass notwendige Investitionen über Jahre unterblieben sind und das Gebäude augenscheinlich dem Verfall überlassen wurde. Wenn Sicherheitsmängel zur Schließung führen, ist das kein Naturereignis, sondern Folge unterlassener Verantwortung. Solange Gewinne erwirtschaftet werden, funktioniert der Markt – doch wenn Investitionen nötig sind, erfolgt der Rückzug. Dieses Muster – Gewinne mitnehmen, Verantwortung abgeben – ist nicht hinnehmbar.“
Allein Kaufland hatte rund 80 Mitarbeiter. Das Unternehmen kündigt für sie eine sozialverträgliche Lösung an. „Sie stehen vor einer ungewissen Zukunft. Die Entwicklung zeichnete sich seit Wochen ab – jetzt braucht es schnelle Zusagen für Weiterbeschäftigung und Unterstützung“, so Böttger.
Nahversorgung seit für die tausenden Bewohnerinnen und Bewohner der Südstadt sei „keine Komfortfrage, sondern eine Frage des funktionierenden Alltags und der Würde. Insbesondere Ältere, Familien und Menschen ohne Auto sind auf wohnortnahe Angebote angewiesen“, sagt Böttger.
„Wenn ein zentraler Versorger verschwindet, trifft das nicht „den Markt“, sondern die Menschen. Nahversorgung ist Daseinsvorsorge. Es kann nicht sein, dass ein ganzer Stadtteil die Folgen von Spekulation, Renditedruck und unternehmerischem Rückzug trägt. Die Südstadt ist kein Randgebiet zweiter Klasse. Die Menschen hier haben Anspruch auf funktionierende Infrastruktur, sichere Gebäude und verlässliche Versorgung.“









Achja. Auf einmal trifft es die Menschen . Wie scheinheilig! Wieviel kleine Lebensmittelläden , Postfilialen , Sparkassen mussten in kleineren Orten oder schließen oder wurden zugemacht (Sparkasse, Post ) ? Der ÖPNV eingedampft! Da hat auch niemand die Menschen gefragt? Gerade auch die älteren Menschen! Wo waren da Linke, Rote und Grüne denen die Bürger sooo am Herzen liegen?! Da sind mir die Schwarzen und Freien lieber, die kümmern sich wenigstens noch ein bisschen!
Fordern, da muss.., Ärmel hoch krempeln, befürchtet, darf nicht so bleiben……ewiges Geplapper!
…nach Wochen sehen auch “ die Linken“ das Problem der Südstadt? Und natürlich…eine Bundestagsabgeordnete! Unser fleißiges Lieschen. Eine von hier, für uns…ach daß gab’s ja schon einmal…
Oje, oje. Bis zum heutigen Tag habe ich nicht realisiert, dass wir in Halle ausgerechnet von Frau Böttger im Bundestag vertreten werden, und das auch noch von der Linken. (Immerhin hat es Frau Böttger doch über die Landesliste geschafft …) Und natürlich, wie jedes Mitglied der Rechtsnachfolgepartei der SED, tönt sie sofort von „Renditedruck“, „Daseinsvorsorge“, „Spekulation“ etc. Ja, die bösen (BRD?)-Kapitalisten sind an allem schuld, schon klar. Und wenn wir mal wieder, wie in der tollen DDR, ordentlich enteignen und staatliche Planwirtschaft (und Sozialismus) einführen, dann wird in Sachen „Daseinsvorsorge“ alles super… Ehrlich gesagt, ein bisschen weniger Ideologie und ein bisschen mehr Realitätssinn würde dieser Dame gut anstehen…. Ich erwarte jedenfalls zur Abwechslung von der Stadt einfach mal eine pragmatische Lösung in dieser Sache und weniger ideologisches Geschwalle …