Abweichung von Planfeststelltung: NABU stellt Eilantrag zum Baustopp an der A143

Der NABU-Regionalverband Halle/Saalkreis hat beim Fernstraßen-Bundesamt als Planfeststellungsbehörde einen Eilantrag auf sofortigen Stopp der Bauarbeiten an der Autobahn A 143 eingereicht. Anlass ist laut NABU die ungenehmigte und somit rechtswidrige Ausführung der Bauarbeiten durch die DEGES GmbH als Vorhabenträger. 

In dem derzeit im Bau befindlichen Autobahnabschnitt weichen die aktuell ausgeführten Bauarbeiten am Landschaftstunnel zur Querung der Poprhyrkuppen bei Friedrichsschwerz wesentlich vom per Planfeststellung genehmigten und auch gerichtlich bestätigten Bauplan ab. Dieser genehmigte Bauplan sieht einen aus nur einer Röhre bestehendern Gegenverkehrstunnel ohne Mittelwand vor. Die DEGES baut statt dessen aktuell einen 2-röhrigen Tunnel mit Mittelwand. Die Baupläne wurden dafür offenbar durch die DEGES heimlich und ohne Genehmigung geändert. 

Diese rechtswidrige Abweichung von der genehmigten Tunnelbauweise führt nach Ansicht des NABU zu einer deutlichen Erhöhung der verkehrsbedingten Schadstoffeinträge in das angrenzende europäische Schutzgebiet (FFH-Gebiet) „Porphyrkuppenlandschaft nordwestlich Halle“. Dadurch entstehen in diesem Schutzgebiet erhebliche Schäden an laut EU-Recht streng geschützten Lebensräumen, welche äußerst empfindlich auf Schadstoffeinträge reagieren. Gemäß rechtskräftigem Planfeststellungsbeschluss sollten solche erheblichen Beeinträchtigungen prioritärer FFH-Lebensräume aber gerade durch die genehmigte Tunnelbauweise vermieden werden. 

Somit stellen die aktuellen Bauarbeiten am Landschaftstunnel einen anhaltenden eklatanten Rechtsbruch dar, der nicht nur gegen den gültigen Planfeststellungsbeschluss sondern auch gegen Europäisches Naturschutzrecht verstößt, heißt es vom NABU.

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55 Antworten

  1. ON + ON sagt:

    Es gibt kein Verbot den Landschaftstunnel mit zwei Röhren auszuführen. Entscheidend ist, dass alle Umweltwerte und Sicherheitsvorgaben erfüllt werden. Das erfüllt die Ausführungs- und Genehmigungsplanung der DEGES.

    • 10010110 sagt:

      Das lass mal die Profis entscheiden.

      • Hallenser sagt:

        Meine Fresse. Jedes Mal wenn ich auf diese Seite schaue sehe ich Kommentare mit deinen Zahlen. Zu allem hast du etwas zu vermelden und tust als hättest du Ahnung. Du nervst einfach nur.
        Suche dir doch einfach mal eine Arbeit und lass die Leute hier in Ruhe.

    • J sagt:

      Es gibt auch kein Verbot, eine Straße durch deine Wohnung zu führen. Viel Spaß dabei, wenn die nächsten Bauarbeiter bei dir die gleiche krude Rechtsvorstellung an den Tag legen.

      Und natürlich bedeutet die Genehmigung einer Ausführung mit einer Röhre, dass zwei Röhren verboten sind. Zumindest bei Leuten mit gesunden Menschenverstand und/oder Ahnung vom Rechtssystem in Deutschland.

      • Pressesprecher sagt:

        Achja, nur gut, daß wir da dich und deine Ahnung von rechtsverständnis haben. da brauchen wir ja keine studierten Anwälte und Richter mehr. Auch gut, wenn du von Planungs- und Ausführungsrecht mehr Ahnung als die studierten Fachleute hättest… Aber auch doppelt gut, daß wir da nicht nur auf dein halb- oder Viertelwissen angewiesen sind.

    • PaulusHallenser sagt:

      ON + ON,

      da haben Sie absolut recht.

    • Wien 3000 sagt:

      Richtig. Nach einem Artikel der MZ (nur mit Abo zugänglich) gibt es keine Vorschriften zur Bauweise des Tunnels im Planfeststellungsbeschluss. Wichtig ist lediglich, dass das umliegende Naturschutzgebiet vor Stickstoffeintrag entsprechend geschützt wird. Auch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von 2019 erwähnt unter Randnummer 81 kein Verbot einer Mittelwand im Tunnel. Um die Natur zu schütze wird u.a. ein Lüftungssystem mit einem Schornstein erstellt, welches die Abgase weit nach oben befördert. Damit verbreitet der NABU Fake News . MZ: https://www.mz.de/lokal/halle-saale/streit-um-tunnel-fur-neue-a143-bei-halle-burgerinitiative-droht-mit-eilklage-und-fordert-abriss-4179927

      Urteil BVerwG: https://www.bverwg.de/120619U9A2.18.0

  2. Dog sagt:

    Die haben den Knall nicht gehört.Erst versucht seltene Tiere ect.dort plazieren und jetzt das.

  3. Anmerkung sagt:

    Es wird ja auch Zeit, dass die Fertigstellung der A143 (mal wieder) verzögert wird. Mein Wunschtermin für die Fertigstellung wäre der 1.1.2090.

  4. Franz2 sagt:

    Wieder so ein Abmahnverein, der dringende Vorhaben in Deutschland blockiert.

  5. Wissen, wofür man Steuern zahlt. sagt:

    Der NABU (Naturschutzbund Deutschland) erhält umfangreiche staatliche Förderungen auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene, die sich zwischen 2020 und 2027 auf rund 54 Mio. Euro an Bundesmitteln für Umwelt- und Klimaprojekte summieren

  6. Alfred Tetzlaff sagt:

    NABU sind für mich ein Geschwür der Gesellschaft.

  7. Hans-Karl sagt:

    Kann eventuell jemand ausführen, warum durch den zweiröhrigen Bau des Tunnels mehr Schadstoffe in die Umwelt eingetragen werden sollen als durch den einröhrigen Bau. Wenn man mal vom gleichstarken Verkehr ausgeht. Leuchtet mir erstmal nicht ein. Ich würde aber gern was dazu lernen.

    • Durchzug sagt:

      Das einzige, was ich mir vorstellen kann, ist, dass bei einem 2-röhrigen Bau in jeder Röhre Durchzug herrscht und entsprechend Ruß etc. sich nicht im Tunnel ablagert, sondern nach draußen gezogen wird.

    • Hobbysoziologe sagt:

      Die ökologischen Belastungen dürften bei der qufwändigeren 2Röhrenvariante höher sein.

      Ausserdem, wozu gibt es Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung wenn man sich hinterher doch nicht daran hält?
      2/5

    • Dog sagt:

      Ich würde es auch gerne wissen. Aber von Kompetenter Seite erklärt und nicht vom Abmahnverein

    • Wien 3000 sagt:

      Die ursprüngliche Idee soll wohl gewesen sein, dass die Säulen zu Luftverwirbelingen im Tunnel führen, die zu einer besseren Durchmischung der Luft im Tunnel und den Abgasen führen. Damit soll ein besseres Entlüftungsergebnis erzielt werden und so ein höherer Schutz der umliegenden Landschaft vor Stickstoffeintrag aus den Abgasen erreicht werden. Allerdings finden sich weder im Planfeststellungsbeschluss, noch im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von 2019 ausdrückliche Verpflichtungen zu dieser Säulenbauweise. Wichtig wird im Ergebnis nur sein, dass der Stickstoffeintrag in die umliegende Landschaft effektiv reduziert wird.

      • erbärmlich sagt:

        Als ob eine bessere Verwirbelung den Stickstoff einfach beseitigt? Das ist wie 100m Umweltzone, in der zwar Staub aus der Sahara niedergeht, aber die Abgase stoppen bestimmt am Schild…

  8. Tinnitus sagt:

    NABU, B. U. N. D. und wie diese NGOs sonst noch heißen, gehört endlich der Geldhahn zugedreht und die Gemeinnützigkeit rückwirkend entzogen. Da diese Organisationen nachweislich nicht für das Wohl der Allgemeinheit eintreten!

    • J sagt:

      Du hast nachweislich Unrecht. Denn diese Organisationen treten sehr wohl nachweislich für das Wohl der Allgemeinheit ein. Viel mehr als du es je tun wirst. Und trotzdem darfst du weiter schreiben und Unsinn erzählen. Sei froh darüber.

    • 10010110 sagt:

      Wie kann eine intakte Umwelt nicht im Sinne des Gemeinwohls sein, bzw. wie kann eine kaputte Umwelt dem Wohl der Allgemeinheit dienen?

      • erbärmlich sagt:

        Sie helfen der Umwelt ja nicht, intakt zu bleiben, sie blockieren nur die Gesellschaft und erzeugen Kosten. Nur weil Umwelt draufsteht, ist nicht Umwelt drin.

    • Opi sagt:

      Ungarn und due Russen haben es gemacht.

      • Abseits sagt:

        Planfestgestellt ist eine Entwurfsplanung, welche immer mit einer Ausführungsplanung später vervollständigt wird und technische Details werden erst dort endgültig festgelegt. In den Jahren gibt es technischen Fortschritt im Bau und auch in den KFZ Entwicklungen.
        Was ist denn mit dem Stickstoff-Ausstoß von E-Autos? M.E. baut der NABU hier ein „Popanz“ auf.
        Ist denn das Bundesamt überhaupt Aufsichtsbehörde der Deges? Warum geht der NABU nicht zum Verwaltungsgericht? Wird spannend!

      • Klara sagt:

        Ja, den Russen taut der Permafrostboden auf, die Häuser der Menschen die dort leben, versinken, Wege werden unpassierbar. Flüsse verdrecken, alte Atom-U-Boote verrotten still und leise am Polarmeer. Klar, dass die die Naturschutzverbände mundtot machen wollen mit ihren Verboten und der Kriminalisierung dieser NGOs .
        Finden Sie das gut Opi?

    • wo Probelm? sagt:

      Dann dreh zu.

  9. Daniel M. sagt:

    Gut, dass es den NABU gibt.

    • Wario sagt:

      @Daniel , auch so etwas gehört mit zu den steuersubventionierten Vereinen die Wirtschaft, Industrie, Arbeitsplätze vernichten. Das Klima ernährt dich nicht. Diese NGOs auch nicht, wenn keine Wertschöpfung mehr stattfindet. Auch wenn das Geld der“Reichen“ verbraucht ist. Die Deges ist ein halbstaatliches Unternehmen.

    • Rammstein Fan sagt:

      Warum🤔
      Wie werden die finanziert, bzw. von wem wird dieser Verein finanziert?

  10. Aufmerksamer Beobachter sagt:

    Schade, dass beim NABU auch immer Leute rumspringen, die sich für solche sinnlose Dinge einspannen lassen. Es wird für die Natur null Unterschied machen, ob da Stützen oder eine Mauer in einem Tunnel sind. Aber natürlich ist das, was jeder sehen kann, für manche Menschen eine heimliche Verschwörung.
    So wird die gute Projekt-Arbeit des NABU unnötigerweise diskreditiert.

    • Wario sagt:

      Was einmal gut und Unterstützendwert war , entwickelt sich immer mehr zu einem Tummelplatz für Ideologen und Tagträumern. Der Umweltschutz in D. ist auf so hohem Niveau. Dieses Land rettet diesen Planeten nicht! Auch nicht mit sonstwieviel Verzicht! Wenn es kein Geld mehr für die gibt, ist eh Schluss mit Abmahnen und Klagen.

  11. klaus sagt:

    verpulvert nur weiter steuergelder die a143 wird trotzdem oder gerade deswegen gebaut und das ist auch gut so.

  12. BESORGTER Hallenser sagt:

    Es reicht langsam man sollte mal das positive an der Verkehrsführung erkennen!!!

  13. Einer aus dem Saalekreis sagt:

    Mich ärgert hier nur, dass so ein wichtiges Projekt für Halle und dessen Umland andauernd im Namen des „Umwelt- und Naturschutzes“ so boykottiert wird. Mich würde es endlich mal freuen, wenn der Fernverkehr aus Halle bleiben könnte. Viele dieser Fahrzeuge wollen ja nur von der A14 in Richtung Sangerhausen oder zurück. Die Zeit, der Lärm und die Belastung der vielen Menschen könnte dadurch um ein vieles entlastet werden. Aber naja, verhindern wir mal weiter den Bau und lassen Halle weiter im „großen Feinstaub“ sitzen

  14. erbärmlich sagt:

    Diese Fanatiker versuchen allen Ernstes immer noch, das Bauprojekt aufzuhalten? Glauben die echt, man baut die fast fertige Autobahn jetzt wieder zurück? Es wird nur teurer und teurer und hätte längst fertig sein können. Dass sowas auch noch mit öffentlichen Geldern gefördert wird, widerlich.

  15. Alf sagt:

    Hat schon mal jemand daran gedacht was die Fertigstellung der Autobahn für halle bedeutet nämlich weniger Stau weil Lkws auf diese ausweichen um auf die 14 zu kommen und somit viel weniger Umweltbelastung bringen ??

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