Anwohner-Parkplätze in der Kleinen Ulli weg?

14 Antworten

  1. 10010110 sagt:

    Die Parkplätze sollten grundsätzlich abgeschafft werden. Anwohner sollten ihre Privatfahrzeuge auf den von ihnen bewohnten Grundstücken abstellen oder sich einen anderen Wohnort suchen, wenn auf das Grundstück kein Auto hinpasst. Es kann nicht sein, dass die Allgemeinheit ein paar Autobesitzern öffentlichen Raum für deren private Platzprobleme zur Verfügung stellen soll – zumal es sich um einen verkehrsberuhigten Bereich handelt, in dem Fußgänger theoretisch Vorrang genießen sollen und die Straße ohnehin äußerst schmal ist. Die Anwohner können froh sein, dass da bisher noch kein Großbrand ausgebrochen ist, zu dem die Feuerwehr mit Drehleiter ausrücken musste.

    • Nobody sagt:

      „Es kann nicht sein, dass die Allgemeinheit ein paar Autobesitzern öffentlichen Raum für deren private Platzprobleme zur Verfügung stellen soll“
      Man könnte auch sagen: Es kann doch nicht sein, daß Hausbesitzer ihr privates Land der Allgemeinheit als tolles Anschauungsobjekt zur Verfügung stellen müssen. Tja, ist aber so. Nennt sich Vorgarten. Da könnte man im Paulus- und Mühlwegviertel prima Stellplätze draus machen. Und die Allgemeinheit ist die parkenden Autos los. Will man aber anscheinend nicht (verboten) – also muss die Stadt (die es ja verboten hat) sich um Alternativen kümmern.

      • 10010110 sagt:

        Hier geht es aber um die Kleine Ulrichstraße, nicht um das Paulusviertel.

        • Nobody sagt:

          und da gibt es keinen Denkmalschutz? Gehen Sie mal zum Amt und sagen: unterste Etage – Wohnung Erdgeschoss – reißen wir die Fassade auf, Garagentore rein und die verbleibenden Wohnungen der höheren Etagen haben alle einen Stellplatz.

      • Die Stadt muss keinen einzigen kostenlosen öffentlichen Parkplatz zur Verfügung stellen. Niemand wurde gezwungen, ein Haus zu kaufen, das einen grünen Vorgarten statt hässlicher Parkplätze hat.

      • geraldo sagt:

        Einzelstellplätze im Vorgarten sind eine dramatische Platzverschwendung und Zerstörung von Naturrestflächen in der Stadt. Dadurch entsteht überhaupt kein zusätzlicher Parkraum, weil die Zufahrt zum privaten Stellplatz auf der Straße mindestens einen öffentlichen Stellplatz vernichtet.

  2. Philipp Schramm sagt:

    @Zahlencode

    „… oder sich einen anderen Wohnort suchen, wenn auf das Grundstück kein Auto hinpasst.“

    Ich glaube es hakt. Nur weil jemand ein Auto besitzt, darf er nicht mehr in der Innenstadt wohnen?
    Nur damit ihr radrüpels ungebremst durch die Innenstadt „heizen“ könnt?
    Im übrigen bezahlen die Anwohner dafür, das sie in der Innenstadt parken dürfen (Anwohnerparkausweis).
    Ihr Radrüpels stellt eure Schrotträder teilsweise so dämlich ab, das man selbst als Fußgänger drumherum laufen muss. Bazahlt ihr dafür, das ihr eurer Schrottrad in der Innenstadt abstellen dürft? Bestimmt nicht.
    Also besser mal ganz schnell die Klappe halten.

    Im Übrigen, ich bezahle für meinen Stellplatz. Und der ist nicht gerade billig. Das würdest du für dein Schrottrad bestimmt nicht bezahlen. Ich bin auch gegen das Wildparken, aber wer einen Anwohnerparkausweis hat, ist berechtigt dort zu parken, ob es dir passst oder nicht.

    Aber so seid ihr Radrüpels halt. StVO, was ist das. Das ist eure Regel.

    Um nocmal auf das oben genannte Zitat einzugehen. Wenn es dir nicht passt, das es in der Innenstadt auch Autos gibt, dann zieh doch selbst weg.

    • 10010110 sagt:

      „Nur weil jemand ein Auto besitzt, darf er nicht mehr in der Innenstadt wohnen?“

      Nein, er darf überall wohnen, wo er auch sein Auto auf seinem Privatgrundstück abstellen kann. Wenn das in der Innenstadt der Fall ist (wie in deinem Fall), dann soll er ruhig da wohnen.

      „Nur damit ihr radrüpels ungebremst durch die Innenstadt „heizen“ könnt?“

      Was soll diese sinnlose Unterstellung? Falls du des verstehenden Lesens nicht mächtig bist: ich habe davon gesprochen, dass dies ein verkehrsberuhigter Bereich ist, der dem Fußgängerverkehr Vorrang bieten soll. Abgesehen davon bieten autofreie Räume höhere Aufenthaltsqualität.

      „Im übrigen bezahlen die Anwohner dafür, das sie in der Innenstadt parken dürfen (Anwohnerparkausweis).“

      Das heißt aber nicht, dass sie parken dürfen, wo sie wollen, oder überhaupt einen Anspruch auf einen Parkplatz im öffentlichen Raum haben. Sie dürfen trotzdem nur in ausgewiesenen Bereichen parken. Und wenn man keine Bereiche ausweist, dann dürfen die dort auch nicht parken, selbst wenn sie lächerliche 30€ pro Jahr bezahlen.

      Deswegen – und da kommen wir wieder zu deiner Unfähigkeit zum verstehenden Lesen – fordere ich ja die Abschaffung sämtlicher ausgewiesenen Parkplätze im öffentlichen Raum (zunächst in dieser Straße); wer ein Auto hat, soll es auf seinem Grundstück parken oder bereit sein, mal 10 Minuten Weg auf sich zu nehmen, um zu einem ordentlichen Park-und-Ride-Platz zu gelangen oder dorthin ziehen, wo genug Platz fürs eigene Auto im öffentlichen Raum ist. Halle-Neustadt hat noch ausreichend davon.

    • Bollwerk sagt:

      War schon spät, was? Kein Wunder, dass du nur über deine Feinde, den Radfahrer, her ziehst. Hat zwar alles nichts mit dem Thema zu tun, aber das war ja noch nie dein Credo.

  3. HansimGlueck sagt:

    Den Anwohnern das Recht, was in der gesamten Stadt besteht, die öffentlichen Straßen zu nutzen, abzuerkennen ist schon interessant.
    Aber das ist in der Kleinen Ulrichstraße eigentlich nicht das Problem. Wenn man abends da mal langschaut, wenn die Gehwege komplett vollgestellt sind, die Anwohner stellen nur die Hälfte der vorzufindenden Autos. Aber kontrolliert werden muss natürlich nicht (oder soll nicht?), um die Besucher nachhaltig zu vertreiben.

    • 10010110 sagt:

      Niemandem wird das Recht aberkannt, eine Straße zu nutzen. Aber im öffentlichen Raum abgestellte Fahrzeuge „nutzen“ niemandem. Die stören nur den Verkehr (und dazu zählen auch Fußgänger) und nehmen Raum weg, der sinnvoller genutzt werden könnte.

  4. „Übereifrige Politessen“?

    Das wären welche, die auch ohne Parkverbot Knöllchen schreiben, ein Parkverbot illegal selbst einrichten oder ein Auto extra ins Parkverbot verschieben. Ich habe noch nie von einem Fall von übereifrigen Politessen gehört oder gelesen.

    Wenn ein Parkverbot gilt, muss es auch durchgesetzt werden. Wenn es nicht gelten soll, muss es aufgehoben werden.

  5. rupert sagt:

    Der Artikel ist nicht gerade sehr differenziert und diffamiert die Politessen dafür, dass sie ihrem öffentlichen Auftrag nachkommen.

    Vergessen wird, dass es teils auch AnwohnerInnen sind, die das Ordnungsamt in die kleine Uli und umliegende Straßen rufen, da konsequent falsch geparkt wird. Fuss- und Radverkehr können sich teilw. nur noch in der Mitte der Straße zwischen zwei Autoschlangen begegnen. Rettungswege sind zugeparkt. Auch werden Kreuzungsbereiche durch PKW zugestellt und beispielsweise die Radverkehrsfläche an der Kreuzung zum Moritzburgring. Lieferzeiten werden ignoriert. Den Höhepunkt bildet vielleicht gleich nebenan das tägliche Falschparken direkt vor der Einfahrt zum Parkhaus Dachitzstraße.

    Der öffentliche Raum ist begrenzt und wir haben scheinbar einen Punkt erreicht, an dem schon zeitl. begrenzte Bauarbeiten dazu führen, dass einige Menschen nicht nur Ihre Autos ins Parkverbot stellen, sondern dies auch noch als ihr gutes Recht verteidigen.

    Es ist schade, dass der Artikel das Thema so einseitig abfertigt und aktiv dazu beiträgt, die Gewährleistung der Rechte schwächerer VerkehrsteilnehmerInnen zu verunglimpfen.

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