Auch Franckesche Stiftungen besorgt wegen der Haushaltslage – Zentren für Kinder und Jugendliche bleiben aber offen, Warnung vor Verunsicherung
Die finanzielle Situation der Stadt Halle (Saale) stellt viele Vereine in der Saalestadt vor große Herausforderungen. Denn weil es noch keinen genehmigten Haushalt gibt, können auch keine Mittel ausgezahlt werden. Erste Träger haben deshalb schon die Einstellung ihrer Angebote ab März angekündgt.
Auch die Franckeschen Stiftungen seien “sehr besorgt”, sagt Anneheide von Beila, stellvertretende Stiftungsdirektorin. Betroffen seien Krokoseum für Kinder, der Jugendclub TiQ und das Familienzentrum. “Anders als andere Träger müssen wir die Einrichtungen momentan zwar nicht schließen, aber trotzdem betrifft eine Schließung anderer Einrichtungen sowie die derzeitige Verunsicherung direkt unsere Arbeit”, betont von Biela.
“Die Jugendlichen in allen Einrichtungen sind zunehmend verunsichert, fühlen sich nicht gewollt, verlieren wichtige Ansprechpartner, die man nicht einfach so ersetzen kann, sie verlieren Vertrauen”, so von Biela. “Nicht alle Kinder und Jugendliche können sich einfach so andere Angebote suchen, da sie nicht mobil sind, nicht die entsprechende Unterstützung erhalten – und auch da eventuell wieder enttäuscht werden.”
Durch die Schließungen steige auch der Druck auf die noch existierenden Angebote. Diese müssen aber auch wegen fehlendenr Gelder ihre Angebote reduzieren müssen, “ein Teufelskreis.” Für die Mitarbeitenden sei die Situation im Grunde unzumutbar, sie arbeiten in dem Feld, weil sie Jugendlichen Sicherheit und Orientierung vermitteln wollen – und genau das wird gerade massiv in Frage gestellt.
“Wir unterstützen daher alle Bemühungen, sowohl zu einer schnellen Auszahlung der Gelder für die Pflichtaufgaben in der präventiven Jugendhilfe zu kommen als auch einen verabschiedeten und genehmigten Haushalt für die Stadt Halle zu erreichen”, sagt von Biela.









Auch allgemeines Katzengejammer bringt den Haushalt nicht aus der Schieflage. Wer nur fordern kann, anstatt umsetzbare Lösungsvorschläge zu machen, ist dafür mitverantwortlich und lädt die Schulden über Jahrzehnte auf das Stadtvolk ab, damit es hier noch weiter abwärts geht.