Debatte um den künftigen Namen des Ausländerbeirats im Sozialausschuss

Ein Antrag der Stadtratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen hat am Donnerstag für Debatten im Sozialausschuss in Halle (Saale) geführt. Der Ausländerbeirat soll in Beirat für Migration und Integration der Stadt Halle (Saale) umbenannt werden. Zudem sollen die Satzung und die Wahlordnung zur Wahl des Ausländerbeirates hinsichtlich einer  geschlechtergerechten Sprache überarbeitet werden.

Doch der Antrag wurde auf Oktober vertragt. Zuvor hatte Waseem Aleed, Vorsitzender der Ausländerbeirats, nur für eine Umbenennung in Beirat für Migration plädiert.

Die Bezeichnung Ausländerbeirat sei recht klar, meinte Carsten Heym (AfD).”Die Menschen, die angesprochen werden sollen, fühlen sich auch gemeint”, so Heym. der sich nach eigenen Angaben mit Vertreter der Ausländer-Community auseinandergesetzt hat. Beim Begriff “Migration” werde die Schwelle als höher empfunden. Er halte eine Umbenennung für kontraproduktiv. Probleme habe er zudem mit der sogenannten “geschlechtergerechten Sprache”. Das führe zu einer zusätzlichen Hürde und Unverständlichkeit bei Leuten, die gerade die deutsche Sprache erlernen. 

Der Ausländerbeirat sei für alle Menschen da, die sich wegen ihres Status’ kein Wahlrecht haben und sich nicht politisch engagieren können. Das gelte auch für ausländische Studenten. “Und die sind keine Migranten”, sagte Regina Schöps (MitBürger). “Der Begriff könnte etwas falsches suggerieren.” Zudem sehe sie auch eine Integrationspflicht. Deshalb hätte sie gern den Namen Integration mit drin.

Auch Inés Brock-Harder (Grüne) hätte die Integration mit drin und vertagte den Antrag zunächst auf Oktober, um sich noch einmal mit den Vertretern des Ausländerbeirats auseinanderzusetzen. “Hoffentlich gelingt es bis dahin, eine einvernehmliche Lösung zu finden.”

Der hallesche Ausländerbeirat besteht aktuell aus 8 Vertretern. Die Hälfte davon hat mittlerweile eine deutsche Staatsbürgerschaft. “Wir sind Brückenbauer zwischen Migranten und der Stadt”, sagte der Vorsitzende Waseem Aleed. Der momentane Ausdruck begrenze die Leute. “Wir sind alle Migranten und leben in dieser Stadt”, sagte Aleed zur Intention der Umbenennung.

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19 Antworten

  1. Opi sagt:

    Wieder mal ein ganz hoch wichtiges Thema!🤦‍♂️

  2. kitainsider sagt:

    Man merkt, welche Schwerpunkte die Grünen sich setzen. Der Bäcker um die Ecke ist es jedenfalls nicht.

  3. 10010110 sagt:

    Super wichtige Probleme sind das. 🙄

  4. Maria45 sagt:

    Wo der AFD-Mann recht hat hat er Recht, z.B. ist ein ausländischer Student weder ein Migrant noch muss er sich integrieren. Wenn er will, kann er einsam seinem Studium nachgehen und trotzdem kann er ein Problem als Ausländer haben. Der Ausschuss für Integration und Migration wäre dann dem Namen nach nicht für ihn zuständig.
    Aber die Grünen wollen ja unser Land vollständig umbauen und KGE freut sich ja so sehr darauf.

  5. JEB sagt:

    Da könnte man doch glatt eine Arbeitsgruppe bilden zur Findung einer Gender /LGBTQ/ sonstwas
    gerechten Benennung

  6. Heba sagt:

    Müsijö pikong wie wär’s denn damit?

  7. JM sagt:

    Diese Stadt(der Staat auch) ist nur noch zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Endlos viele Probleme und man diskutiert über gendergerechte Umbenennung. Unerträglich.

  8. Zyklop sagt:

    Erbärmlich.

  9. Miraculix sagt:

    Ein Glück, dass Halle sonst keine Probleme hat…

  10. Hallore sagt:

    Die Ausländerbehörde ist ineffizient und es fehlen an jeder Ecke Mitarbeiter, um wenigstens die Anträge zu bearbeiten. Teilweise dauert es Monate und diese Stadt kümmert sich um eine Unbenennung?

    Wenn dann der Punkt erreicht ist, an dem die Bevölkerung diese Versager da heraus prügelt, nützt euch euer Genderschei… gar nichts.

    Ich wollts nur erwähnt haben!

  11. Gehirnficker sagt:

    Gehirnfickerei höchsten Ausmaßes. Diese sinnlosen Abflüsse von überzeugten Selbstspinnern müssen wir leider ertragen.

  12. Melanie Hanf-Bock-Flegel-Schopfbraten sagt:

    Ganz wichtige Debatte zum jetzigen Zeitpunkt.

  13. Fr sagt:

    Sucht nicht lange, nennt ihn Lumumba, den kennen alle

  14. René Kreissl sagt:

    Integration ist doch gut zu verstehen und wer das nicht kann braucht Beirat!Sonst Abfahrt