Deutsche Polizeigewerkschaft Sachsen-Anhalt fordert Fußball-Geisterspiele

Nach massiven, koordinierten Gewalttaten gegen Polizeikräfte im Zusammenhang mit dem Fußballspiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden am 24. Januar 2026 fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Sachsen-Anhalt vom DFB und der DFL die Anordnung von Geisterspielen in Magdeburg für mindestens ein Jahr. Die Sicherheit von Einsatzkräften und unbeteiligten Dritten müsse oberste Priorität haben.

Die massiven Gewalttaten im Zusammenhang mit dem Fußballspiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden am 24. Januar 2026 markieren aus Sicht der DPolG Sachsen-Anhalt eine neue, erschreckende Eskalationsstufe der Gewalt im deutschen Fußball. Diese Ereignisse dürfen weder relativiert noch folgenlos hingenommen werden.

Nach übereinstimmenden Berichten kam es insbesondere von Seiten zahlreicher Magdeburger Anhänger zu extremen, gezielten und koordinierten Angriffen auf eingesetzte Polizeikräfte. Dabei handelte es sich ausdrücklich nicht um Einzeltäter oder spontane Ausschreitungen. Vielmehr agierten offensichtlich hunderte gewaltbereite Personen gemeinschaftlich. Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte wurden mit Flaschen, Steinen, Bierfässern, Gullydeckeln und sogar Gehwegplatten attackiert. Vieles deutet darauf hin, dass diese Taten im Vorfeld bewusst geplant wurden.

Die Folgen sind erschütternd: Nahezu 70 Einsatzkräfte wurden teils schwer verletzt. In mehreren Fällen wird derzeit wegen des Verdachts des versuchten Mordes ermittelt. Ein betroffener Kollege beschrieb die Lage als das Schlimmste, was er in seiner gesamten Dienstzeit erlebt habe. Diese Aussage verdeutlicht die Dimension der Gewalt und sollte alle Verantwortlichen aufrütteln.

Diese Gewaltexzesse stehen in diametralem Gegensatz zu den Werten, für die der Fußball stehen sollte. Fairness, Respekt und Gemeinschaft verlieren jede Glaubwürdigkeit, wenn diejenigen, die für Sicherheit sorgen, gezielt zur Zielscheibe brutaler Angriffe werden. Wenn der Schutz von Zuschauern, Einsatzkräften und unbeteiligten Dritten nicht mehr gewährleistet werden kann, darf es kein Zögern geben.

Olaf Sendel, der Vorsitzende der DPolG Sachsen-Anhalt fordert daher die Deutsche Fußball Liga (DFL) sowie den Deutschen Fußball-Bund (DFB) nachdrücklich auf, für Spiele in Magdeburg für die Dauer von mindestens einem Jahr sogenannte Geisterspiele anzuordnen. „Nur eine derart konsequente und gemeinsam getragene Maßnahme von DFL und DFB kann ein klares und unmissverständliches Signal setzen, dass der organisierte Fußball dieser Form der Gewalt entschieden entgegentritt und sie nicht duldet.“, so Sendel.

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36 Antworten

  1. Zappelphilipp sagt:

    Am lustigsten finde ich den Satz mit den „Werten“ für die der Fußball steht…. Fußball ist und bleibt ein Sport der von Idioten für Idioten aufgeführt wird.
    Die Vereine sollen bitte selbst die gesamten Kosten tragen. Dann ist z.b. die bl nach zwei Spieltagen Geschichte. Also nur Mut in den obersten Gremien. Weg mit diesem „Sport“.

    • sam sagt:

      Du musst Fussball nicht mögen, also lass deinen blöden Kommentare.
      Eigentlich sollten wirklich nur die ins Stadion dürfen, die eine Dauerkarte haben, weil dass sind dann richtige Fans und keine Vollpfosten

      • Skeptiker sagt:

        „Eigentlich sollten wirklich nur die ins Stadion dürfen, die eine Dauerkarte haben, weil dass sind dann richtige Fans und keine Vollpfosten“

        Fiktives Beispiel:

        Ich bin auf Montage und viel am Wochenende arbeiten. Eine Dauerkarte würde sich dann finanziell nicht lohnen. Wenn ich dann alle paar Wochen mal gemütlich mit meinen Kindern ins Stadion möchte, bin ich dann ein Vollpfosten?

    • Daniel M. sagt:

      Fußball ist ein sehr schöner Sport, der viele Muskelgruppen anspricht. Er ist verbindend und stärkt die Sozialisation. Gerade für Integration ist es der absolute Vorzeigesport.
      Idiotisch ist einzig dein Kommentar.

      • Wahnfried sagt:

        Ich stimme Dir da nur bei der Sozialisation zu. Allerdings ist er schon lange nicht mehr der „absolute Vorzeigesport“. Was die reine Leistung angeht wurde er schon lange von anderen Sportarten, wie Handball oder Floorball überholt. Dagegen wirkt Fußball eher einschläfernd und lahm. (Auf mich. Wenn Du es ehrlich testen würdest, sicher auch auf Dich)
        PS, über die Randerscheinungen der Verbrecher im Umfeld des Fußball, reden wir besser nicht.

      • thomschl sagt:

        ja das sieht man immer an den Fankurven der Dauerkartenbesitzer wenn sie die Pyro abgefackelt wird (iron AUS)

      • Zappelphillip sagt:

        Bei den vielen Muskelgruppen bleit scheinbar das Hirn auf der strecke .. und wie toll dieser „Sport“ die Integration fördert kann man in Halle am Kine em erleben … diese Schlagzeilen hast du sicher erfolgreich verdrängt.

      • Rote Karte sagt:

        @ daniel M. selbts Du solltetst doch geschnallt haben, dass es hier nicht um den Sport geht, es geht um „die dritte Halbzeit“

    • theduke sagt:

      Sehe ich genauso! Wer ein Event ausrichtet, sollte auch für die Sicherheit vollumfänglich Sorge tragen – inkl Kosten. Warum soll denn ich, also Steuerzahler, die Kosten für solche Polizeieinsätze mittragen, nur dass andere „Spaß“ haben? Stadien können ja nicht groß genug gebaut werden. Und je mehr Menschen sich irgendwo treffen, desto unsicherer wird die Lage.

    • Henk sagt:

      Korrekt, guter Vorschlag.

    • Was fürn Troll sagt:

      „Fußball ist und bleibt ein Sport der von Idioten für Idioten aufgeführt wird.“

      Was ist bei dir denn falsch gelaufen?
      Ich bin nun nicht gerade ein begeisterter Zuschauer dieser Sportart, aber eine solche Pauschalisierung wie du sie machst, ist an Dummheit kaum zu überbieten.

  2. ach man sagt:

    Hier gibt es nichts schönzureden. Sowas geht gar nicht. Kollektivstrafen halte ich aber für falsch. Es trifft ja dann unbeteiligte Dritte wieder mal. Zur Strafe gezogen werden müssen diese Chaoten auf jeden fall. Und auch der Verein an sich sollte intensiv bei der Suche mithelfen. Zur Medaille gehört aber auch die andere Seite, anscheinend sollte auch aufgearbeitet werden, wie es auf Polizeiseite ablief und was da schief gelaufen ist. Zu wenig Einsatzkräfte, zu wenig Hilfe, schlecht Koordiniert? Auch da sollte der Einsatzleiter zur Verantwortung gezogen werden. Er trägt die Verantwortung für seine Kollegen.

    • : sagt:

      „Hier gibt es nichts schönzureden. Sowas geht gar nicht. Kollektivstrafen halte ich aber für falsch. Es trifft ja dann unbeteiligte Dritte wieder mal. Zur Strafe gezogen werden müssen diese Chaoten auf jeden fall. Und auch der Verein an sich sollte intensiv bei der Suche mithelfen.“ Beeindruckend, wie viele Allgemeinplätze man in so wenige Sätze pressen kann. 200 € fürs Phrasenschwein sind da wirklich das Mindeste.

    • Zappelphillip sagt:

      es gibt bei solchen Ausschreitungen keine „unbeteiligte Dritte“ .. ausnahmslos der gesamte Verein ist daran Schuld. .. selbst die welche zuhause geblieben sind. Bei echtem Protest müssten alle Vereinsmitglieder austreten .. der Vorstand muss seinen Hut nehmen und die Spieler für mindestens 2 Spiele streiken .. aber da ja alle unter einem Hut stecken ist das nicht zu erwarten.

      • theduke sagt:

        RICHTIG: Es gibt keine unbeteiligten Dritte. Die Polizei ist doch nur da, weil genau diese „unbeteiligten Dritten“ geschützt werden müssen. Wären nur die 100 Chaoten vor Ort, könnte der Polizeischutz deutlich reduziert werden.

    • Emmi sagt:

      Zu wenig Einsatzkräfte? Die Vereine müssen sich selbst um die Kosten kümmern und nicht von Steuergeldern unterstützt werden. Jeder andere kleine Verein wird jetzt mit Mietzahlungen an seine Grenzen gebracht. Beim Fußball gehen Milliarden über die Tische

  3. joki sagt:

    Wenn es um Leben oder Tod geht, Einsatz der Schusswaffe. Oder sollen sich Polizisten von Hooligans erschlagen lassen? Hooligans die in bestimmten Fankreisen als Helden gefeiert werden.

  4. sam sagt:

    Schade für die Fußballspieler, aber offensichtlich geht es nicht anders. Den Einsatzkräften gebe ich keine Schuld, denn die rücken ja schon mit vielen Leuten an, also besteh hier kein Fehler. Koordination mag sein, aber das kann man als Außenstehender schlecht beurteilen. Hier müssen alle mitziehen.

  5. Opa gegen Links Rot Grün sagt:

    Kollektivstrafe im Fußball für Fans die sich nicht an die Regeln halten….. Okay
    Nachvollziehbar
    Dann muss es aber für alle Gesellschaftsgruppen gleich laufen .
    Dann auch Kollektivstrafe für linke Antifa Vereine wenn, s bei deren Demos zu Problemen kommt.
    Sprich ne linken Demo ohne Linke!
    Geil

  6. Daniel M. sagt:

    Sollten tatsächlich so viele Beamte schwer verletzt worden sein, verstehe ich die Diskussion nicht. Dann wird durchgegriffen und fertig.
    Prinzipiell ist die Frage, warum Polizisten sich trauen, bei Fußballfans immer wieder hart durchzugreifen, teils völlig zu übertreiben, bei anderen Gesellschaftsgruppen aber nur zuschauen. Die Ausschreitungen in Magdeburg sind durch die eskalierenden Maßnahmen der Polizei entstanden. Allerdings ist die Brutalität der Magdeburger Angreifer extrem und muss Konsequenzen haben.

  7. vivi sagt:

    Geisterspiele wäre die einfachste Lösung. Aber ist sie auch die Richtige?
    Man kann es schon irgendwo nachvollziehen das immer mehr Stimmen für Geisterspiele plädieren. Doch leider trifft es auch die vernünftigen Besucher und Fans, die einfach einen schönen Fußballtag im Stadion erleben möchten.
    Die Vereine müssen definitiv konsequent gegen diese Störenfriede vorgehen und mit harten Strafen agieren.
    Doch leider hat man das Gefühl das ihnen nicht viel daran liegt. Es sind ja schließlich potenzielle Geldgeber. So viele Jahre die Diskussion und Versprechen etwas ändern zu wollen. Es wird sich nichts ändern.

    • : sagt:

      Und wieder 200€ fürs Phrasenschwein! Und weil vivi nicht anders kann, wird auch noch wild spekuliert.

      • vivi sagt:

        Ist es denn nicht so? Wie lange und wie oft kommt es denn zu massiven Ausschreitungen. Mach die Augen auf! Es geht nicht allein um Halle. In ganz Deutschland kommt es zu solchen exzessiven Gewaltaktionen. Nur wird nicht jeder Einzelne in alle Bundesländer erwähnt.
        Die Vereine haben diese Probleme schon so lange und trotzdem reichen ihre „Bemühungen“ mal überhaupt nicht aus. Und das wird sich auch nicht ändern. Da hängt einfach zu viel Geld dran.

  8. Highut sagt:

    Unglaublich…“Einsatz von Schußwaffen“. Übertragt doch mal die Situation gedanklich auf eine andere Sportart. „Beim letzten Skispringen, Schwimmtunier…ist es zu Auseinandersetzungen gekommen“…völlig absurd. Da sollte man doch mal in Fußballkreisen überlegen, was da so schief läuft. Und vielleicht sollte man auch mal auf sich selbst schauen, wenn man außerhalb des Schießsports, Waffen einsetzen möchte.
    Es gibt so viele Kinder die Fußball lieben. Was für Vorbilder erleben die denn?

  9. Frager sagt:

    Mit Sport hat das doch inzwischen nur noch Am Rande zu tun.
    Es geht doch schon viel zu lange nur noch um Geld und Einfluss, gesehen und gesehen werden.
    Die Vereine könne wenig dafür tun. Sie sind nahezu abhängig auch von den Idioten. Diese zahlen ja auch dafür, dass sie ins Stadion kommen. Damit finanziert der Verein sein Vereinsleben, neben den ganzen Werbepartnern. Würden diese jetzt ausgesperrt, dann hätte auch der Verein weniger Geld. Und wenn man nicht mehr rein darf, macht man eben im Stadionumfeld alles kaputt. Die Lösung ist mal wieder nicht einfach. Vielleicht würden härtere Gesetze helfen. Aber auch die kann man mangels Personal wohl eher nicht durchsetzen. Ich denke die Beamten sollten besser geschützt werden. Vielleicht sollte man jedem Polizisten einen Taser in die Hand drücken, den sie auch einsetzen dürfen. Die Abschaffung der Gummigeschosse, war rückwirkend betrachtet wohl auch ein Fehler. Wobei auch hier nicht nur die eine Seite betrachtet werden darf. IN anderen Ländern wurden diese ja auch gegen friedliche Menschen eingesetzt. Wie so oft, ist die Situation verzwickt und festgefahren. Die eine oder andere Partei hat sicher wieder einfache Lösungen für einfache Menschen parat.

  10. Hinweis sagt:

    Bei der Masse an Assis muss es doch möglich sein, den einen oder anderen namentlich zu benennen und dann geht es weiter. Wenn denn der Verein Interesse daran hätte. Aber hier überwiegt wohl das Motto von Die Partei: „Stimmung statt Sicherheit“. Und die Idiotie geht hier in den Kommentaren weiter: die Polizei habe provoziert und eskaliert, es sind nur einige wenige, Gruppenbestrafungen gehen nicht usw. Sogar Vergleiche zu Demos wurden gezogen. Aha, ein Fußballspiel ist also ein Grundrecht… Okay, es kam vom Opa, da kommt nur Geseier.
    Aber zum Anfang: die Täter zu schützen und nicht namentlich nennen hat nichts mit Treue zum Verein, Zusammenhalt oder was die „Fans“ sonst propagieren, zu tun. Straftäter gehören nun mal zur Rechenschaft gezogen.

  11. SagJaNur sagt:

    Die Straftäter hart durch die Justiz bestrafen lassen. DAS würde tatsächlich Wirkung zeigen. Davor drückt man sich aber immer wieder.

    Wie Geisterspiele die Gewalt reduzieren sollen, wird vermutlich die DPG auch nicht wissen. Aber es ist ja en vogue sowas zu fordern. Dass sich die Chaoten dann in den Innenstädten treffen, wo viel mehr Unbeteiligte zu Schaden kommen, interessiert die Polizei scheinbar nicht. Das diese Bereiche viel schlechter und nur mit mehr Personal zu schützen sind, ebenfalls nicht. Dabei jammert die Gewerkschaft doch über die hohen Belastungen der Polizei (im übrigen zu Recht).

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