Gefahrenabwehr und mangelnde Vitalität: Halle genehmigt weitere 21 Baumfällungen

Das Stadtbild von Halle wird sich in den kommenden Tagen an mehreren Stellen verändern. Für insgesamt 21 Bäume wurde die Fällung genehmigt. Während in vielen Fällen der schlechte Zustand der Pflanzen den Ausschlag gab, spielt in einigen Stadtteilen auch die akute Gefahrenabwehr eine zentrale Rolle.

Besonders betroffen ist die Seebener Straße, wo gleich drei Bäume entnommen werden müssen. Während eine Birke bereits abgestorben ist, zeigen zwei Mehlbeeren massiven Befall durch den Zunderschwamm. Dieser Weißfäuleerreger hat das Kernholz so stark geschädigt, dass keine hohe Lebenserwartung mehr besteht. Auch in der Klopstockstraße muss eine Thuja weichen; hier sind jedoch bauliche Gründe im Garten und Schäden an einer Nachbarmauer ausschlaggebend.

In der Chemiestraße müssen drei Robinien gefällt werden, die aufgrund massiver Stockfäule nicht mehr standsicher sind. Da sie an einer viel befahrenen Straße stehen, ist schnelles Handeln erforderlich. Eine Linde in der Damaschkestraße weist in drei Metern Höhe einen 40 cm tiefen Hohlraum auf. Messungen bestätigten, dass die Restwandstärke für eine ausreichende Bruchsicherheit nicht mehr genügt. In der Benkendorfer Straße hinterließ ein Sturm einen „Totalschaden“ an einem Spitzahorn, dessen verbliebene Stämme weiterhin erheblich ausbruchgefährdet sind. Weitere Fällungen gibt es am Schulplatz (Esche, Fäulnis), Gaußstraße (Birke, Kronenausbruch), Harzgeroder Straße (Birke und Buche abgestorben), Fritz-Kiessling-Straße (Coloradotanne, Gebäudeschutz).

Für die 21 genehmigten Fällungen wurden insgesamt 21 Ersatzbäume als Auflage festgeschrieben. Besonders umfangreich fallen die Nachpflanzungen in der Chemiestraße aus, wo für drei gefällte Robinien acht neue Bäume gepflanzt werden müssen. In anderen Fällen, wie bei den abgestorbenen Birken in der Ludwig-Wucherer-Straße oder der Venusstraße, sieht der Bescheid hingegen keine unmittelbaren Ersatzpflanzungen vor.

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Eine Antwort

  1. Baumkurt sagt:

    Ich verstehe immer noch nicht, warum sich hier laufend gerechtfertigt wird, aus welchem Grund die Krücken gefällt werden sollen. Es sind doch immer die gleichen Nörgler die hier dagegen maulen.

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