Hallenser haben niedrigste Pro-Kopf-Arbeitszeit in Sachsen-Anhalt


Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilte, stehen die Ergebnisse der neuen Berechnungen über das Arbeitsvolumen der Erwerbstätigen auf Kreisebene für die Jahre 2012 bis 2015 zur Verfügung. Dabei erreichten die Landkreise Jerichower Land mit 1 458 Stunden und Anhalt-Bitterfeld mit einer jährlichen Pro-Kopf-Arbeitszeit von 1 451 Stunden die höchsten Werte.

Nach diesen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bun-des und der Länder“ zeigte sich, dass es innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt deutliche regionale Unterschiede beim Arbeitsvolumen gab. Im Jahr 2015 wurden im Land Sachsen-Anhalt insgesamt 1 432,8 Millionen Arbeitsstunden geleistet. Dies entsprach 1 427 Stunden je Erwerbstätigen (Bundesdurchschnitt 1 368 Stunden). Die Landkreise Börde mit 1 446 Stunden, Saalekreis mit 1 442 Stunden und Wittenberg mit 1 441 Stunden sowie die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau mit 1 440 Stunden befanden sich im Mittelfeld. Die geringsten Arbeitszeiten wiesen die kreisfreien Städte Halle (Saale) mit 1 389 Stunden und Magdeburg mit 1 410 Stunden sowie die Landkreise Salzlandkreis mit 1 423 Stunden und Mansfeld-Südharz mit 1 425 Stunden aus.

2014 betrug die Pro-Kopf-Arbeitszeit in Sachsen-Anhalt 1 424 Stunden (Bundes-durchschnitt 1 368 Stunden). Hier reichte die Spannweite innerhalb des Landes von 1 379 Stunden in der kreisfreien Stadt Halle (Saale) bis 1 452 Stunden im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Im Jahr 2000 wurden jährlich noch 1 564 Stunden je Erwerbstätigen gearbeitet (Bundesdurchschnitt 1 452 Stunden). Die höchsten Pro-Kopf-Arbeitszeiten hatten hier die Landkreise Saalekreis und Anhalt-Bitterfeld (je-weils 1 594 Stunden), die niedrigsten Werte wiesen die kreisfreien Städte Halle (Saale) (1 526 Stunden) und Magdeburg (1 542 Stunden) aus.

Die große Spannweite der Arbeitszeiten innerhalb des Landes ist auf die Größen-ordnung der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse, Teilzeitarbeit und der An-teil der Selbstständigen im jeweiligen Kreis zurückzuführen. Dabei ist vor allem die Wirtschaftsstruktur des Kreises entscheidend. So ist die durchschnittlich geleistete Arbeitszeit dort höher, wo Minijobs und Teilzeitbeschäftigung eine eher unterge-ordnete Rolle spielen. Regionale Sondereinflüsse, wie beispielsweise stark vom Durchschnitt abweichende Arbeitszeitregelungen eines die Region bestimmenden Unternehmens, können bei dem mit Hilfe von Indikatoren regional aufgeteilten Ar-beitsvolumen jedoch nicht berücksichtigt werden. Aus diesem Grund wird hier auch vom Standard-Arbeitsvolumen gesprochen.