Kabinetts-PK: Haseloff erklärt nun offiziell seinen Rückzug und Übergabe der Amtsgeschäfte an Sven Schulze

Vor viereinhalb Jahren, am 13.9.2021, hatten die Parteien CDU, SPD und FDP in Sachsen-Anhalt nach Zustimmung der jeweiligen Parteigremien den Koalitionsvertrag ‚Wir gestalten Sachsen-Anhalt. Stark. Modern. Krisenfest. Gerecht.‘ abgeschlossen. Dabei wurde auch die Wahl von Dr. Reiner Haseloff zum Ministerpräsidenten beschlossen.

„Seit meiner Wahl zum Ministerpräsidenten am 16. September 2021 arbeitet die Landesregierung zum Wohle des Landes Sachsen-Anhalt als starke Kraft in der politischen Mitte gut, vertrauensvoll und erfolgreich zusammen“, sagte Haseloff. „Als Ausdruck ihres festen Willens zu einem erfolgreichen Abschluss dieser Legislaturperiode und einem trotz herausfordernder Rahmenbedingungen konstruktiven Übergang in die nächste haben die Koalitionspartner im Einvernehmen mit mir entschieden, diese Koalition unter Leitung des Ministerpräsidenten Sven Schulze auf der Grundlage des inhaltlich unveränderten Koalitionsvertrages und der vereinbarten Ressortzuordnung fortzusetzen. Zur Stärkung dieser Koalition der Mitte und ihres nachhaltigen Erfolgs und damit zum Wohle des Landes Sachsen-Anhalt habe ich mich entschieden, den Übergang in Abweichung vom Koalitionsvertrag und dem ursprünglich daraus folgenden Ziel, die Landesregierung bis zum Ende der Legislaturperiode zu führen, zu ermöglichen. Ich bin davon überzeugt, dass die vertrauensvolle Fortsetzung des gemeinsamen Weges dieser Koalition bis dahin gewährleistet ist.“

Der Landesvorstand der SPD Sachsen-Anhalt hat sich gemeinsam mit der SPD-Landtagsfraktion mit dem von der CDU angestoßenen Verfahren für einen Wechsel im Amt des Ministerpräsidenten befasst. Dr. Reiner Haseloff wurde 2021 zum Ministerpräsidenten gewählt – für seine Arbeit gebührt ihm Respekt und große Dankbarkeit. Sowohl der Landesvorstand als auch die Landtagsfraktion haben einen einstimmigen und einhelligen Beschluss gefasst. Für die Fortsetzung der Koalition ist nun das parlamentarische Verfahren maßgeblich, das zur Wahl von Minister Sven Schulze durch den Landtag führt. Die SPD unterstützt diesen Weg und verbindet dies mit der Erwartung personeller und struktureller Kontinuität in der Landesregierung. Armin Willingmann, stellvertretender Landesvorsitzender und Spitzenkandidat der SPD-Sachsen-Anhalt, erklärt: „In bewegten Zeiten braucht ein Land vor allem Verlässlichkeit. Darum geht es jetzt: um Kontinuität und eine handlungsfähige Regierung für Sachsen-Anhalt.“

„Die Landesvorstände der die Koalition tragenden Parteien sowie deren Landtagsfraktionen haben im Einvernehmen mit Herrn Ministerpräsidenten Dr. Haseloff entschieden, diese Regierungskoalition mit Sven Schulze als Ministerpräsidenten fortzusetzen. Der Koalitionsvertrag und die bestehende Ressortzuordnung bleiben die Grundlage der seit 2021 bestehenden Deutschland-Koalition. Diese Entscheidung ist getragen vom gemeinsamen Willen, die Koalition auch in einem anspruchsvollen politischen Umfeld verlässlich fortzuführen und Verantwortung für eine stabile demokratische Mitte auf dem Weg in die kommende Legislaturperiode zu übernehmen. Herr Dr. Haseloff ist im Interesse der Stärkung dieser Koalition und ihres Erfolgs bereit, den Weg dafür freizugeben. Die Koalitionsparteien und ihre Landtagsfraktionen stellen gemeinsam fest, dass Sven Schulze ihr Vertrauen genießt, und werden ihn für die Wahl zum Ministerpräsidenten des Landes vorschlagen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der drei Koalitionspartner.

Artikel Teilen:

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

29 Antworten

  1. JM sagt:

    Schön. Hätte Haseloff nicht bis nach der Wahl warten können mit seiner Rente? Lieber nochmal CDU als jetzt die Blauen. Feige ist das.

    • Hallekind sagt:

      Es ist eine parteitaktische Entscheidung. Man hofft, dass Herr Schulze dann bei der Wahl einen Amtsinhaberbonus hat und die Chancen gegen die AfD besser sind. Hasselhoff selber wäre gerne noch im Amt geblieben. So wurde es in der Presse berichtet.

  2. PaulusHallenser sagt:

    Gerade jetzt erweist sich die FDP als Stabilitätsanker innerhalb der Landesregierung. Das wird momentan sehr deutlich. Deshalb: Bei der kommenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt FDP wählen!

    • Schotterpiste sagt:

      Oder jeder wählt die Partei, die ihm zusagt und nicht Dir.

    • Fast Drei Prozent sagt:

      Stabilitätsanker?
      Für Euch Turnbeutelvergesser ist selbst ein kleiner Enterhaken zu schade.

    • PaulusBÄR sagt:

      Wüsste nicht wieso. Die Stimme für die FDP ist verschenkt. Reicht nicht für den Landtag.

    • Liberaler sagt:

      PaulusHallenser,

      versteht sich! 😉

    • Karten auf den Tisch sagt:

      Ehrlich gemeinte Frage, PH:

      Was machst du, wenn die FDP nicht in den Landtag kommt? Bist du dann Mannes genug, die Niederlage zu akzeptieren?

      Können wir dann hier auch etwas mehr Demut von dir erwarten?

      • PaulusHallenser sagt:

        Ich bin mir zu 100% sicher, dass die FDP den Wiedereinzug in den sachsen-anhaltischen Landtag schaffen wird. Ich habe extra Urlaub und Überstunden angespart, um im Sommer Wahlkampf für meine Partei zu machen. Sachsen-Anhalt braucht eine starke FDP, gerade in diesen schwierigen Zeiten. Eine Niederlage wird es mit mir nicht geben, denn wir Liberale werden dringend gebraucht.

        • Wahnfried sagt:

          Liberale werden dringend gebraucht. Ja, korrekt. Aber eine Niederlage wird es genau wegen Leuten geben, die Ihres Schlags sind! Würden Sie mit Ihrem AfD Sprech auch endlich dahin gehen, wessen Worte Sie vertreten, nämlich der AfD, wäre vieles leichter.

        • 10010110 sagt:

          Hahahaaa, du bist immer wieder für einen Lacher gut. Ich freue mich schon auf deine Wahlkampfauftritte. Wirst du uns mitteilen, wann du wo auftrittst und die Massen belustigst?

  3. Wolli sagt:

    Sven hat erklärt, dass er auch ein Brandmaurer ist, für mich nicht wählbar.

  4. Freiimfelder sagt:

    Wie immer in der Politik ,jetzt werden die lukrativen Posten an die guten Freunde verteilt.

  5. Rentner sagt:

    Auch MP Haseloff hat dem ‚Oh-kommet-doch-all‘ der damaligen Bundeskanzlerin nix entgegengesetzt.

    • kein Kleinvieh bitte sagt:

      Was auch nicht relevant ist, weil Deutschland wichtige Probleme hat. Da kann man sich nicht mit Kleinscheiss beschäftigen.

      1. Digitalisierung und damit in den Folgejahren einsparen.
      2. Weiterhin auf er erneuerbare und speixherbare Energien setzen und dem Bürger mehr Geld in den Taschen ermöglichen, statt die zweitteuerste Energieform Kohle auszubauen (#afd) oder AKW hinzuschustern, die weder im UK, in Finnland noch in China die Kosten- und Zeitpläne einhalten.
      3. Einkommenssteuer für Einkommen bis 50.000€ senken und mit Erbschafts- und Vermögenssteuer ausgleichen.

  6. Gathge sagt:

    Ich gratuliere Herrn Schulze zu Aufstieg in die Rolle des Ministerpräsidenten und wünsche ihm viel Glück. Denn er wird es brauchen. Oh Gott wird er es brauchen.

  7. ! sagt:

    Es ist wie immer, anstatt an einen fachlich geeigneten und bekannten Kandidaten zu übergeben, lässt man das Schlusslicht der CDU ran, um die Sache so richtig zu vergeigen und der AfD 50 % zu schenken.

  8. Rammstein Fan sagt:

    Die Ratten verlassen das sinkende „Schiff“!

  9. Zack! sagt:

    An Haselhoff ist ein Pfarrer verlorengegangen. Eindrucksvoll fand ich immer, wenn er mit dunklem Anzug und ernstem Gesicht an Mahn- und Gedenkveranstaltungen teilgenommen hat. Kränze niederlegen konnte er sehr gut. 👍

    Ein geradezu vorbildlicher deutscher Pfarrer… ähm… Politiker. Ist ja eh das Gleiche.

  10. diewahrheit sagt:

    Am besten dieses Bundeland vor der Wahl auflösen und an Sachsen angliedern.
    Sachsen-Anhalt war immer magdeburger Komplexkrampf. Weg damit.

  11. Elfriede von dr Vochelweide sagt:

    Ich halte das Ganze für einen sehr geschiickten und wirkungsvollen Schachzug.Man muss nur ein bisschen nachdenken, um es zu verstehen.

  12. : sagt:

    Welch ein genialer Schachzug von Opi Hasi! Da kann die CDU nur gewinnen und die AfD verlieren. /Ironie

Schreibe einen Kommentar zu 10010110 Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert