Kaufland im Südstadt-Center macht dicht: keine verantwortbare Zukunft mehr – noch während der Mitarbeiter-Versammlung kamen die ersten Lkw

Seit zwei Wochen sind die Türen verschlossen, die Rolltreppen stehen still, die Parkplätze bleiben leer. Das Einkaufszentrum am Südstadtring ist dicht. Grund sind nach Angaben der Stadt erhebliche Brandschutzmängel. Eine Nutzungsunterlassung wurde verfügt – der Betrieb untersagt. Nun ist klar: Der größte Mieter, Kaufland, kehrt nicht mehr zurück. Die Filiale im Südstadt-Center wird dauerhaft geschlossen.

Am Donnerstagvormittag wurden die rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über das endgültige Aus informiert. Vertreter des Unternehmens aus Neckarsulm waren angereist, um persönlich mit dem Betriebsrat und der Belegschaft zu sprechen. Während im Versammlungsraum noch über Perspektiven diskutiert wurde, rollten draußen bereits die ersten Lkw an.

Zwei Wochen Stillstand – jetzt Gewissheit

Seit Anfang Februar durfte die Filiale aufgrund einer behördlichen Anordnung nicht mehr betrieben werden. Nach Angaben der Stadt bestehen im gesamten Gebäude erhebliche bauliche Mängel, insbesondere im Bereich des Brandschutzes. Die Sicherheit von Kunden und Beschäftigten sei nicht gewährleistet gewesen.

Für viele Hallenser kam die plötzliche Schließung überraschend. Das Südstadt-Center am Südstadtring 90 war über Jahre hinweg ein wichtiger Versorgungsstandort für die umliegenden Wohngebiete. Vor allem ältere Menschen und Familien nutzten den Markt als Nahversorger.

In den vergangenen zwei Wochen prüfte Kaufland nach eigenen Angaben verschiedene Optionen, um dem Standort doch noch eine Zukunft zu geben. Doch die Prüfung fiel negativ aus.

„Vertrauensverhältnis nicht mehr gegeben“

In einer ausführlichen Stellungnahme teilte Kaufland mit: „Seit Anfang Februar kann Kaufland seine Filiale in Halle im Südstadt-Center aufgrund einer Schließungsverpflichtung der Behörde nicht mehr betreiben. Seitdem hat das Unternehmen verschiedene Optionen geprüft, wie es am Standort wieder eine Perspektive geben kann. Die vielfältigen baulichen Mängel im gesamten Gebäude, besonders im Bereich des Brandschutzes, vor allem aber das fehlende Vertrauensverhältnis zum Vermieter machen eine Wiedereröffnung der Filiale jedoch unmöglich.“

Die Geschäftsführung habe am Donnerstag den Betriebsrat sowie die Mitarbeiter darüber informiert, dass die Filiale künftig nicht wieder eröffnet und der Mietvertrag fristlos gekündigt wurde. Besonders deutlich wird das Unternehmen beim Thema Vermieter. Das notwendige Vertrauensverhältnis sei „nicht mehr gegeben“. Eine ähnliche Situation wie zuletzt wolle man „weder riskieren noch verantworten“.

In Vorleistung gegangen – mehrfach

Als größter Mieter im Südstadt-Center habe Kaufland in der Vergangenheit wiederholt finanzielle und personelle Vorleistungen erbracht, um Mängel zu kompensieren, die nicht im eigenen Verantwortungsbereich lagen. So seien Fremdfirmen beauftragt worden, um infrastrukturelle Probleme außerhalb der Verkaufsfläche zu beheben. Eigene Mitarbeiter seien teilweise ebenfalls tätig geworden, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Besonders drastisch: Zwischenzeitlich musste eine mobile Heizanlage installiert werden, weil die Fernwärmeversorgung aufgrund unbezahlter Rechnungen des Vermieters eingestellt worden war. Auch bis unmittelbar vor der behördlichen Schließung habe Kaufland mit Ad-hoc-Maßnahmen versucht, eine Stilllegung zu verhindern. Doch offenbar war der Zustand des Gesamtgebäudes so gravierend, dass eine nachhaltige Lösung nicht mehr realistisch erschien.

80 Beschäftigte betroffen

Für die rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet die Entscheidung einen tiefen Einschnitt. Viele von ihnen arbeiten seit Jahren in der Filiale. Nun stehen sie vor einer ungewissen Zukunft. Kaufland kündigte an, gemeinsam mit dem Betriebsrat Gespräche über mögliche Optionen zu führen. Das Unternehmen betreibt in Halle vier weitere Filialen. Kundinnen und Kunden können auf die Standorte in Zollrain, Trotha sowie im Halleschen Einkaufspark ausweichen. Auch in Landsberg und Merseburg ist Kaufland vertreten. Ob alle Beschäftigten intern weiterbeschäftigt werden können, ist derzeit noch offen. Erfahrungsgemäß versucht das Unternehmen jedoch, bei vergleichbaren Fällen Versetzungen in umliegende Filialen zu ermöglichen.

Ein harter Schlag für die Südstadt

Für das Südstadt-Center bedeutet der Weggang des Ankermieters einen massiven Verlust. Kaufland war Frequenzbringer – viele kleinere Geschäfte profitierten vom Kundenstrom des großen Lebensmittelmarktes. Ohne den Hauptmieter stehen die Zukunftsaussichten des Centers in Frage. Ob und wann die baulichen Mängel behoben werden können, ist bislang unklar. Ebenso offen ist, wie hoch die Investitionen ausfallen müssten, um das Gebäude brandschutztechnisch auf den aktuellen Stand zu bringen. Stadtverwaltung und Eigentümer stehen nun unter Druck, eine Perspektive für das Areal zu entwickeln. Leerstand in dieser Größenordnung hätte nicht nur wirtschaftliche, sondern auch städtebauliche Folgen.

„Halle hat Potenzial für fünf Filialen“

In seiner Stellungnahme betont Kaufland, dass die Entscheidung kein Rückzug aus dem Standort Halle sei: „Halle hat mit über 240.000 Einwohnern das Potenzial, um fünf Kaufland-Filialen dauerhaft wirtschaftlich erfolgreich zu betreiben. Gerne wäre das Unternehmen auch weiterhin für seine Kunden im Südstadtring 90 da gewesen.“ Man habe bis zuletzt versucht, den Betrieb verantwortungsvoll fortzuführen. Doch ohne verlässliche Rahmenbedingungen sei dies nicht möglich gewesen.

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52 Antworten

  1. A.W. sagt:

    Absolut nachvollziehbare Entscheidung, die für fast Jeden schon lange absehbar war.

  2. C.M. sagt:

    Ich kann die Verantwortlichen von Kaufland verstehen. Ich selbst habe den Aufbau und die Eröffnung des Centers miterlebt und bedaure dessen Zerfall sehr. Nicht nur für die Einzelhändler – es hatten erst in jüngster Vergangenheit neue Geschäfte eröffnet -, sondern auch für die Ärzte und die anderen Dienstleister im Center.
    Ich äußere auch Bedenken, dass viele ältere Menschen ohne Auto, die Kaufland besucht haben, jetzt in die kleineren Discounter „um die Ecke“ ausweichen werden müssen und diese Geschäfte damit überfordert werden könnten.

    • Tino sagt:

      Eine Teilschuld haben die Geschäfte aber selbst.
      Die Mietzahlungen hätte jeder einstellen müssen und zwar vollständig.
      Dann hätte man eine Frist setzen müssen zur Beseitigung von Mängeln.
      Hätte der Vermieter nicht reagiert, dann hätte man die zurückgehalte Miete für die Instandsetzung verwenden können.

      Jeder Richter der Welt, hätte nicht dagegen sagen können.

  3. On + On sagt:

    Danke Julius, das hast du ganz toll hinbekommen. Die Menschen in der Südstadt bedanken sich bei dir!

    • Onoff sagt:

      Genau! Er ist schuld! hat die Brandschutzmaßnahmen vernachlässigt, nichts investiert, das Center runtergewirtschaftet, Zahlungen veruntreut. Man, man, man…Wie blau kann man eigentlich sein?

    • Diese Neuigkeit heute ist für unseren Stadtteil eine Katastrophe. Zugleich sind die Ereignisse der letzten Wochen und die Nutzungsuntersagung durch die Stadt keine Lappalie. Es geht um die Sicherheit von Menschenleben, die gefährdet war. Wäre hier Wegschauen die bessere Option gewesen?

      • Haha! sagt:

        Auch Du hast doch lange Zeit weggeschaut! Wärest Du nicht auf der Suche nach einem öffentlichkeitswirksamen Wahlkrampfthema gewesen, würdet Du garantiert immer noch wegschauen … und das Kaufland wäre noch offen!

    • Alles off im Hirn sagt:

      Millionäre schützen, und dafür Leute die was unternehmen wollen die Schuld geben. Du widerlicher.

    • Bärenbrocken sagt:

      Was hat denn Julius Neumann damit zu tun? Meine Güte, er hat wenigstens alles versucht, was in seiner Macht stand. Auch davon abgesehen scheint es ja gravierende Mangel gegeben zu haben – sollte Neumann mit nem Bohrer und einer Mannschaft von Handwerkern anrücken, um das Ganze zu retten? Oder vielleicht gleich selber ein paar Millionen aus dem Hut zaubern?
      Ganz ehrlich – bevor man andere kritisiert, könnte man ja auch selber schauen, wie man sich dafür engagiert. Aber klar, die Politiker „da oben“ zu kritisieren ist weniger anstrengend, natürlich.

    • 10010110 sagt:

      Auch ohne Julius wäre es früher oder später so weit gekommen. Die Mängel und Kritik am Zustand gab es ja schon bevor er sich öffentlich geäußert hat.

    • @12.31 sagt:

      Du quatscht einen Dünn…! Er hatte es wenigstens versucht.
      Dagegen sind deine ganzen Kommentare Lesestoff für Geistekranke!

  4. Detlef sagt:

    War ja schon von Anfang an klar.

  5. Anwoherin sagt:

    Absehbar gewesen.. Schließen zu müssen geht selten wirtschaftlich gut aus, da die Fixkosten unabhängig anfallen und es unklug wäre den Standort zu halten. Der Eigentümer pennt noch immer. Der soll das Gebäude verkaufen. Damit der „Markt regeln kann“ und es wieder hier in der Ecke attraktiv ist, denn nie und nimmer kann einem das bieten was kaufland bot –
    Kaufland hat sich, wie auch im Text beschrieben, lange genug für den Standort eingesetzt und dafür Respekt

    • Ich stimme Ihnen absolut zu, dass Kaufland viel für den Standort getan hat. Für die Mitarbeitenden und die kleineren Gewerbe wiederum ist diese Situation natürlich ein schwerer Schlag. Gut ist, dass Wirtschaftsförderung und Mieter in gutem Kontakt sind.

  6. Einhochaufneumann sagt:

    Einen besonderen Dank muss man da an Herrn Julius Neumann (SPD) richten, er als Landtagskandidat hat ja ausreichend Staub aufgewirbelt und „gelbe Karten“ verteilt! Bravo Herr Neumann, Sie werden den Menschen sicherlich im Gedächtnis bleiben!

    • Viel Meinung keine Ahnung sagt:

      wieso schießen alle gegen Herrn Neumann? Bei diversen Stadtratssitzungen haben Bürger und Bürgerinnen sich zum Thema geäußert und den Stein ins Rollen gebracht

      • Weil Neumann das angezettelt hat. sagt:

        Im Dezemberstadtrat stand er im Zuschauerraum neben der Grünpflanze und hat den Chor der nun erwiesenen Kaufhauszerstörer dirigiert. Beim x-ten Beitrag – der kam von der Reisebüro-Dame – hats dann geklappt und Beigeordneter Rebenstorf verkündete „… jetzt reden wir über eine Nutzungsuntersagung.“!

        Das kommt halt davon, wenn man einen Volksaufstand anzetteln will, es als SPDler aber nicht kann, stattdessen Wahlkrampf herauskomt. Jetzt hat der Herr Neumann den Dreck an der Jacke. Das kostet ihn richtig Wählerstimmen! Gut so, freut sich die AfD! Die lacht sich doch jetzt schon scheckig. Zur Bundestagswahl waren Silberhöhe und Südstatt fett blau! Das wird sicher noch mehr bei denen! Manoman, voll deneben gehauen. Naja, SPD-Jugend. Eben drum!

    • Tino sagt:

      @Einhochaufneumann, hast du eine Geistige Beeinträchtigungen oder bist du wirklich so ignorant?
      Die Schließung des Centers ist allein Schuld des Eigentümers.
      Er hat sich sich Jahrelang nicht um sein Objekt gekümmert und es Verwahrlosen lassen, kein anderer!
      Wenn du möchtest das es wieder eröffnet, kannst du ja deine Arbeitskraft kostenfrei zur Verfügung stehen, der Eigentümer wird sich bestimmt freuen.

    • Mir ist völlig bewusst, dass das geschlossene Center und nun der wirklich folgenschwere Auszug Kauflands dramatisch und belastend für unseren Stadtteil sind. Nur: welche Handlungsoption hätten wir gehabt, die aktuelle Situation mit Sicherheit zu verhindern? Menschenleben gefährden und das Center offenzuhalten, wäre keine Option gewesen. In den letzten Wochen gab es vielfachen Einsatz von Gewerbetreibenden und Stadtverwaltung, dieses Szenario zu verhindern. Diesen Einsatz hätte es nicht gegeben, wenn der Ausgang sowieso klar gewesen wäre. Die Situation war tatsächlich weit weniger schwarz-weiß als es nun im rückblickend scheint. Das zeigen auch die Äußerungen Kauflands zum Standort.

      Und doch ist die Lage jetzt leider so. Ich bin in diesem Zusammenhang gerne und ehrlich für jede konstruktive, konkrete Kritik offen. Sie erreichen mich auf allen Kanälen.

    • es ist wie es ist sagt:

      Er hat doch wenigstens auch auf das Problem aufmerksam gemacht! Es konnte letztendlich nichts bringen, weil der Eigentümer sich nicht bewegt. Der Eigentümer ist schuldig an der Misere!

  7. Schmutzfee sagt:

    Das war es dann fürs Sudstadt-Center. Bei dem Zustand des Gebäudes wird man auch keinen anderen Ankermieter für die Fläche vom Kaufland finden.

    Das wird aber nicht das letzte Center in Halle sein was dichtmachen wird.

    • Da geht die Post ab sagt:

      Ich würde das ganze Gebäude den Hasi Leuten überlassen. Ist sowieso runter gekommen. Das ist dann ein exklusiver Treffpunkt für die Raketenforscher.

  8. joki sagt:

    So ein Quatsch! Bedanke dich beim Eigentümer der sein Objekt verlottern ließ!

  9. Elli sagt:

    Man sieht doch immer wieder: die Reichen können machen was sie wollen. Der Eigentümer des Centers mit Sitz in Berlin kümmert sich einen Dreck. Wartet jetzt bestimmt bis alle Läden kündigen, damit er das Gebäude abreissen und einen Wohnblock dort hin klatschen kann. Noch trauriger ist aber die Bevölkerung die gegen solche Immobilienhaie nichts unternimmt. Und eine Demo von 100 Leuten bringt da leider nicht viel. Da müssen mindestens noch drei Nullen dran.

    • Tino sagt:

      Hätten die 100 Leute anstatt zu Quatschen, Entgeltlos und auf eigene Kosten Mängel ihres geliebten Einkaufcenters beseitigt, dann wäre schon jetzt wieder offen.

    • RaSchu sagt:

      Und wenn da 10 000 Leute demonstrieren , einen Investor juckt das in keinster Weise. Der hat sein Schäflein schon längst ins trockene gebracht und lacht sich eins.
      Schade ist es nur wie schon erwähnt für die Anwohner die sich nun anderweitig orientieren müssen , und auch für die kleinen Geschäfte die nin keinen Zulauf mehr haben.

  10. Die befürchtete Katastrophe ist eingetreten. Das ist mehr als ein schwerer Schlag. Ein Ankermieter ist natürlich entscheidend für das Südstadt Center. Zugleich verpflichtet Eigentum – eben aus gutem Grund. Der Eigentümer muss endlich gegenüber zehntausenden Anwohnern, vielen Geschäften und Existenzen sowie dutzenden Menschen mit ihren Jobs erklären, wie es hier weitergehen soll.

    • Wario sagt:

      @ Julius , der „Vermieter“ hat eine Meldeadresse , Steuernummer , Bankkonto, sollte also irgendwo „greifbar „ sein. Menschen interessieren ihn nicht. Herr Müntefering sprach mal von Heuschrecken! Genau diese ernähren aber auch Politiker. Wieviel Beispiele braucht es? Karstadt ? Elbtower ? Südpark? Northvolt? Cum EX ? Schneider ? Die Umstände waren lange bekannt! Deshalb das „Geschmäckle „ ! Was wird eigentlich mit der ehemaligen Schorre ? Verkauft. Vergessen!

    • Eigentümer sagt:

      „Der Eigentümer muss endlich erklären, wie es hier weitergehen soll.“
      Nähh, muss er nicht!

      Das Ding wird jetzt leergemacht.
      Dann brennt’s öfters mal. Kennen wir ja schon.
      Dann wird abgerissen!
      Schließlich folgt ein Neubau.

  11. Am Rande bemerkt sagt:

    Also Herr Neumann kann ja nun nichts dafür, auch wenn einige es hier behaupten. Schuld trägt allein der Besitzer. Klar haben sich manche Kunden wie die Dreckschweine benommen. Das Center wird aber nicht wegen beschissener Klos geschlossen sondern wegen eklatanten Mängeln, die eigentlich schon früher hätten auffallen müssen. Somit hat Herr Neumann einen Dienst erwiesen, jedoch keinen Bärendienst. Gehässige Stimmen (u.a. aus dem Paulusviertel) sind ja eh der Meinung gewesen, dass die Südstadt so etwas nicht braucht. Also auf zum Hermes-Gelände!
    Schade um das Center bzw. um die Geschäfte, Büros und Praxen. jetzt jedoch dem Vertreter der SPD Stimmungsmache und Wahlkampf vorzuwerfen, ist einfach nur…. Es war naiv zu glauben, dass sich ein Mieter wie Kaufland nochmal auf solche Spielchen einlässt. Den Mietern im Südpark wurde doch auch immer vorgeschlagen, aus ihrer Wohnung auszuziehen.

  12. DerDustAas sagt:

    Da hat unser lieber Herr Neumann aufgrund des ganzen Trubels sich selbst sowie der SPD aus Sicht der Südstädter einen Bärendienst für die kommende Wahl erwiesen.

    • es ist wie es ist sagt:

      Man muss kein SPD-Sympathisant sein, um die Sinnlosigkeit ihrer Aussage zu erkennen. Erläutern Sie doch bitte, was er dafür kann, dass ein Eigentümer seine Immobilie verkommen lässt und die Behörden aufgrund von Brandschutzmängeln die Nutzung untersagen müssen?

      • Leser sagt:

        Diese Frage kann man erst beantworten, wenn man seriös alle Center auf Mängel untersucht hat. Genau das ist das Problem. Es ist gar nicht alles bekannt, weil, wie im Südtadt-Center vieles verschleppt wird.

    • Wäre wegzuschauen und die – offenbar eklatanten und lebensgefährlichen – Brandschutzmängel zu ignorieren die bessere Option gewesen? Glauben Sie mir, auch ich hätte mir einen anderen Ausgang gewünscht und finde die Nachricht von Kaufland überaus belastend.

      • LarsvomMars sagt:

        Die Enteignung von Immobilien in Deutschland ist ein streng geregelter Ausnahmefall, der laut Art. 14 Abs. 3 Grundgesetz nur zum Wohl der Allgemeinheit und gegen Entschädigung zulässig ist. Sie dient meist Infrastrukturprojekten (Straßen, Schienen) oder erfolgt bei extremen Fällen der Nicht-Instandhaltung (z.B. nach Denkmalschutzrecht), oft als letztes Mittel. Vielleicht mal an solchen Gesetzen arbeiten und nutzen Herr Neumann. Wäre für den Bürger auch interessant zu sehen wer hier was dagegen hätte.

  13. Everly sagt:

    Das war vorraussehbar. Das Ding ist sowieso Herunter Gewirtschaftet. Das der Eigentümer aber erst jetzt den Brandschutz verbessert hatte, ist viel zu spät. Naja dann müssen die Leute eben zu Netto und Lidl ausweichen. Es gibt noch ein eCenter (Silberhöhe), Globus nähe Damaschkestraße und mit der S3 kommt man easy zum sehr guten Kaufland bei Südpark hin.

  14. Franz2 sagt:

    Es ist schon kurios, wie jetzt hier die etwas Bildungsfernen auf Herrn Neumann rumhacken. So nach dem Motto:“ hätteste mal nix gesagt, dann könnten wir weiterhin in der abrissreifen Bauruine ohne Brandmeldeanlage und funktionierender Toiletten einkaufen gehen …“ Man könnte ja fast sagen „nix gehört, nix gesehen“. Aber nur EIN Unfall aufgrund der Mängel und die gleichen Leute hier hätten sofort verlangt, dass der gesamte Stadtrat zurücktreten muss und hätten BILD Interviews zu dem „Jahrhundertskandal“ gegeben. Mir ist immernoch schleierhaft, wie Menschen dort in dem Zustand gerne einkaufen gehen wollen. Anstatt sich über den Vermieter aufzuregen, nicht ein Wort des Dankes, dass Kaufland Geld aus der eigenen Tasche genommen hat, um es irgendwie möglich zu machen.
    Und jetzt wird genau DAS passieren, was schon C.M. gesagt hat: All die Leute strömen in die umliegenden Läden und beschweren sich, dass kleine Discounter den Ansturm nicht so einfach stemmen können. Die Leute machen sich ihre eigene kaputte Welt.

    • es ist wie es ist sagt:

      Ich kann diesem Kommentar nur zustimmen. Allerdings würde ich sagen, dass nicht alle die auf Neumann rumhacken bildungsfern sind. Manche wollen das auch ganz bewusst politisch nutzen, um politische Gegner zu diffamieren.

    • Dummschwätzer enttarnen! sagt:

      „abrissreifen Bauruine ohne Brandmeldeanlage“

      Ähem, die Brandmeldeanlage wurde am 19.12.2025 überprüft. Sie war in Ordnung. Es fehlten dagegen etliche Feuerlöscher und die Zertifizierungserklärungen für die Feuerschutztore. Als man die Tore dann überprüfte … nunja!

      Da haste aber kräftig in die Kloschüssel gelangt, kleiner Linxluschy! Gehörst wohl selber zu den „etwas Bildungsfernen“, was? Hier, Lesen bildet:

      „… wurde auch der Brandschutz thematisiert. Kritisiert worden waren unter anderem angeblich nicht funktionierende Feuermelder. In diesem Punkt gab die Stadt jedoch Entwarnung: Die Brandmeldeanlage sei überprüft worden, die Weiterleitung zur Feuerwehr funktioniere, und auch die Fluchtwege seien ordnungsgemäß und ausreichend vorhanden. In Bezug auf die Ausstattung und den Zustand der Feuerlöscher wurde allerdings das Landesamt für Verbraucherschutz eingeschaltet, das im Rahmen seiner Zuständigkeit den Arbeitsschutz und die Gesundheit am Arbeitsplatz überwacht.“
      ( https://dubisthalle.de/gesundheitsamt-kontrolliert-suedstadt-center-eigentuemer-soll-maengel-im-sanitaerbereich-umgehend-beheben-schliessung-laut-stadt-nicht-verhaeltnismaessig/ )

  15. Immobilienprofi sagt:

    „Der Eigentümer des Centers mit Sitz in Berlin“

    Vielleicht liegt das Problem ja im angesprochenen Sitz des Eigentümers: Berlin

    Ein solch grosses Objekt ist ständig baulich zu betreuen, in dem Sinne, dass dort ein fachkundiger Angestellter des Eigentümers wöchentlich seine Runden dreht und sich um aufkommende Probleme, seien es Vandalismus, defekte Rolltreppen oder Brandschutztüren kümmert.

    Das ist kein Akt im Sinne von „alle 2 Jahre fahr ich mal hin und schau´ nach dem Rechten“ sondern ein fortlaufender Vorgang mit einem entsprechenden Personaleinsatz.

    Lässt man die Sache schleifen, im Glauben, es geht schon alles gut, geht die Sache eben genauso aus.

    Merke: Wer seine Augen nicht braucht zum Sehen, wird sie brauchen zum Weinen.

  16. D. P. sagt:

    Wirklich schade, dass das Center geschlossen wurde, trotz der vielen Bemühungen in den letzten Wochen und Monaten durch Julius Neumann (SPD) und der vielen besorgten Anwohner. An euch: Ihr habt euch wirklich sehr für das Center eingesetzt, aber ihr könnt leider nicht zaubern. Hoffen wir mal, dass die Stadt das Warnsignal versteht und sich nun endlich um eine neue Lösung kümmert, damit die Silberhöhe, Ammendorf und Co und abgeschnitten werden…

  17. Andreas sagt:

    Damit wird es zu einer Bauruine verkommen, ohne Kaufland werden auch die anderen Mieter kündigen und ohne umfangreiche Sanierung + Renovierung wird man auch keine neuen Mieter finden.
    Ob der Eigentümer für diese Arbeiten überhaupt die notwendigen Mittel aufbringen kann, ist mehr als fraglich.
    Daher gehe ich davon aus, dass es eine Bauruine werden wird.

  18. Schotterpiste sagt:

    Ich frage mich, wie wir es vor der Wende geschafft haben, uns zu verpflegen. Da ging der Gang vom Bäcker, Fleischer, Drogerie zum Gemüseladen. Auch die Alten mussten das machen. Wir haben es überlebt. Neben Kaufland ist Lidl, um die Ecke Netto. Verhungern muss sicher niemand.

    • Leser sagt:

      Weil man heute jeden Scheiß in den Märkten anbietet, braucht man (scheinbar) mehr Fläche.

    • Anwoherin sagt:

      ….. „Nebenan dies, nebenan das“ – ich kanns nicht mehr lesen. Wann kriegen Sie denn mit das eine Wahl daraus bestehen kann überhaupt eine Wahl zu haben? In den Läden die sie nennen gibt es nicht die Kapazitäten. Vergleichen Sie nicht Äpfel mit Birnen. Waren Sie mal in einem netto, einem Lidl oder in einem kaufland? Da könnte Ihnen eventuell aufgefallen sein, dass diese unterschiedlich groß sind. Aber ist wohl zu viel verlangt das zu verstehen. Sie sind komplett an der Thematik vorbei

  19. Rentner sagt:

    Bereits im September 2024 hatte dubisthalle.de über das marode Center berichtet https://dubisthalle.de/marodes-einkaufszentrum-in-der-suedstadt-laut-eigentuemer-zwei-neue-rolltreppen-installiert-mieter-wissen-davon-nichts-nur-noch-ein-aufzug-funktioniert/
    Wenn man etwas nach dem Eigentümer Ioannis Moraitis sucht, kommt einiges zutage. Das hätte eigentlich die Stadt hellhörig machen müssen.

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