Kein Geld für Kinder- und Jugendzentren in Halle: Auch AWO-Dornröschen leidet unter der Situation – „erschütternd und besorgniserregend“
Auch die Arbeit des Kinder-, Jugend- und Familienzentrum „Dornröschen“ der AWO Halle-Merseburg in Halle-Neustadt leidet unter der angespannten Haushaltslage in Halle (Saale). Seit Jahrzehnten ist es eine feste Größe im Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche in Halle-Neustadt. Auch Senior*innen und Eltern nutzen die Angebote des Dornröschens. Die derzeitige Situation ist für die Mitarbeitenden, aber auch Jugendlichen und Nutzer*innen sehr erschütternd und besorgniserregend.
„Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit gehören nach SGB VIII zu den Pflichtaufgaben in der präventiven Jugendhilfe“, sagt Dr. Gaby Hayne, Geschäftsführerin der AWO Halle-Merseburg. „Sie sind keine freiwilligen Leistungen, auch wenn hier immer wieder die Kostenfrage angesprochen wird. Sie basieren auf der Jugendhilfeplanung, die eine gesetzliche Pflichtaufgabe der Stadt als Träger der öffentlichen Jugendhilfe gemäß SGB VIII ist.“
Die Kinder und Jugendlichen sind darauf angewiesen, die Angebote direkt vor Ort in ihrem Stadtviertel wahrnehmen zu können. Fallen diese Angebote weg, bricht ein wichtiger Teil der Tagesstruktur für die Kinder und Jugendlichen weg.
Kinder- und Jugendeinrichtungen sind wichtige Treffpunkte für die junge Generation. Sie finden hier ein offenes Ohr bei vertrauten Ansprechpersonen, Ideen für eine sinnvolle Freizeitgestaltung oder Hilfe bei den Hausaufgaben. Pädagogische Fachkräfte leiten die Kinder und Jugendlichen zu einem fairen und rücksichtsvollen Miteinander an. Wenn Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen vernachlässigt werden, erhöhen sich später die Kosten durch notwendige Interventionen. Hier beugt die präventive Kinder- und Jugendhilfe langfristig deutlich höheren Kosten vor.
„Offene Kinder- und Jugendarbeit ist keine freiwillige Leistung, sondern eine gesetzlich verankerte Pflichtaufgabe. Wer am ‚Dornröschen‘ und den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe spart, spart an der Zukunft unserer Stadt. Die AWO Halle-Merseburg steht dafür, dass soziale Infrastruktur nicht zur Verhandlungsmasse im Haushalt werden darf. Kinder und Jugendliche brauchen verlässliche Strukturen – gerade in herausfordernden Zeiten,“ so Dr. Gaby Hayne.









„Offene Kinder- und Jugendarbeit ist keine freiwillige Leistung, sondern eine gesetzlich verankerte Pflichtaufgabe.“
Interessant ist, wie sehr sich die Verlautbarungen der freien Trägern ähneln. Überall wird auf dem Begriff der „Pflichtaufgabe“ herumgeritten, jedoch „vergessen“, dass der Umfang der Finanzierung „nach Ermessen“ erfolgt. AWO und Co haben keinen Anspruch auf eine bestimmte Geldsumme, egal wie sie es drehen oder wenden.
Dazu kommt, dass gerade die AWO seit Jahren die Wichtigkeit des Ehrenamtes betont und auch so ihre Tätigkeit dargestellt hat. Jetzt in der Krise zeigt sich, dass diese Tätigkeit wohl eher eine mit Steuergeldern finanzierte Dienstleistung ist. Die Frage ist natürlich, ob Halle eine solche bezahlte Dienstleistung tatsächlich braucht oder ob eine Kehrtwende in Richtung echtes Ehrenamt die bessere Lösung ist.
Typisches FDP-Gefasel. Klar willst Du alles den Ehrenamtlichen aufbürden. Denn die sind billig. Stellen alle Ehrenamtliche ihre Arbeit ein, war’s das mit einer funktionierenden Gesellschaft.
Du hast das Dornröschen bestimmt noch nie von innen gesehen. Weißt bestimmt nicht mal, was die Menschen dort alles leisten.
Wunderst Du dich eigentlich noch, warum kaum noch einer FDP wählt.
Du wirst froh sein, wenn ein Ehrenamtlicher Dir im Alter den Arsch abwisch.
Kurz und knapp sagte die AWO, wir müssen nicht schließen, weil wir am nahesten an der SPD dran sind, aber bemitleiden alle Betroffenen.
Kein Angst… AWO sitzt mit in diversen Ausschüssen. Da braucht man nur hier und da die richtige kleine Stellschraube drehen und schwupps…Geld fließt wieder…
Wenn Kinder und Jugendliche nicht mal mehr in der Lage sind, selbständig zu bolzen, mit dem Fahrrad zu fahren oder ins Freibad zu gehen, ist das schon sehr traurig.
Man darf dieses Unvermögen nicht unterstützen, daher mein Vorschlag, sämtliche Unterstützung für die o.a. Vereine für 5 Jahre vollständig einzustellen, um die Selbständigkeit der Jugend zu fördern.
Unterstützung nur für Behinderte, Suchtkranke und Verbrechensopfer, aber nicht für gesunde, vitale Menschen!
Ich könnte im Strahl kotzen! Der PH wollte sich im Stadtrat um die Belange der Bürger „bemühen“, hat nur eine Stimme (seine) bekommen und schießt nun gegen die AWO bzw SPD schlimmer als es die Nazis tun. Und immer wieder mit dem Verweis „Ehrenamt“! Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass so ein Vogel tatsächlich Mitglied einer Partei (bei ihm angeblich FDP) ist. Oder er hat den Auftrag, dieser Partei massiv zu schaden. Das macht er prima. So viel Häme, Abscheu und Verachtung für die ärmsten der Gesellschaft bzw. für die, die hauptamtlich oder ehrenamtlich sich um solche Menschen kümmern: das muss doch jedem AfDler Tränen des Neides in die Augen treiben. Oder er ist ein Troll von denen und so schizophren, dass er hier unter mehreren Namen schreibt (z.B. Liberaler, Henk oder On+On).