Knopf drücken nicht vergessen – HAVAG verteidigt Umstellung auf Bedarfshalt bei Straßenbahnen: weniger Bremsen, weniger Anfahren, weniger Geräusche
Ab dem 16. März 2026 gilt auch bei Straßenbahnen in Halle (Saale) ein neues System bei der Bedienung von Haltestellen. Dann führt die Stadtwerke-Tochter Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG) in ihrem gesamten Straßenbahnnetz ein bedarfsgerechtes Halten ein: Straßenbahnen bedienen Haltestellen künftig grundsätzlich dann, wenn durch Fahrgäste ein Ein- oder Ausstiegsbedarf besteht.
Der Bedarfshalt sei im Busbereich seit Jahren etabliert, heißt es von der HAVAG und soll nunmehr für alle Verkehrsmittel eingeführt werden. Fahrgäste werden gebeten, durch das Drücken des Tasters „Halt“ ihren Ausstiegswunsch zu signalisieren. Das Fahrpersonal könne so kundenfreundlich auf die Fahrgastwünsche reagieren. Betrieblich notwendige Halte bleiben davon unberührt – etwa an Haltestellen, an denen Straßenbahnen planmäßig kurz warten, um den Fahrplan einzuhalten oder Anschlüsse zu sichern sowie an betrieblich festgelegten Punkten wie Endstellen oder bei Wechseln des Fahrpersonals. Damit verfolgt die HAVAG das Ziel, den Energieverbrauch zu senken und den Straßenbahnbetrieb wirtschaftlicher und effizienter zu gestalten. Die verlässliche Erreichbarkeit der Haltestellen wird nicht eingeschränkt.
Ein Haltestellenstopp erfolgt dann, wenn Fahrgäste im Fahrzeug rechtzeitig den Haltewunschtaster betätigen, weil sie aussteigen möchten oder wenn Fahrgäste an der Haltestelle sichtbar warten, um einzusteigen. Die Haltewunschtaster befinden sich in allen Fahrzeugen an den Haltestangen in Türnähe und sind gut gekennzeichnet, so die HAVAG.
Durch das Vermeiden unnötiger Stopps – insbesondere durch das Bremsen und anschließende Anfahren – lasse sich der Energiebedarf im Fahrbetrieb deutlich reduzieren. Gleichzeitig sorge es für flüssigere Fahrten und eine geringere Geräuschentwicklung, was vor allem in Wohngebieten als Entlastung wahrgenommen werden kann.










Am besten auch noch weniger Knöpfe. Auch damit kann man die Zahl der Haltestellenstopps verringern.
Lernt man diese spezielle Logik auf der Waldorfschule?
Da die Halteknöpfe nicht überall vom Sitz erreichbar sind. Müssen gehbehinderte und alte Menschen (natürlichauch der Rest) müssen dann während der Fahrt aufstehen und ggf. Während der Bremsung stehen. Ganz schlecht.
Man könnte natürlich auch seine Mitmenschen fragen, ob sie mal den Knopf drücken könnten. Aber das würde ja bedeuten, dass man sozial sein und mit fremden Menschen interagieren muss – igitt! 🙄
Das nehme ich dir ab.
Du bist ja ein ganz SCHLAUER.
10010110–du willst sozial sein, bei dem was du hier meistens los lässt. Und unsere Mitmenschen sind leider nicht alle sozial eingestellt. Das fängt schon bei Kindern an, weil denen diese Werte nicht mehr übermittelt werden. Und was nützt mir der Drücker an der Tür dann? Wenn die Bahnen brechend voll sind, wird schon mit dem aussteigen immer schwieriger, weil keiner mal von der Tür weggeht und da denkst du, dass klappt dann, wenn es nur die weniger Knöpfe gibt? Träum weiter
Wenn die Bahn brechend voll ist, kann man davon ausgehen, dass an jeder Haltestelle irgendwer raus (oder rein) will. Und als erfahrener Fahrer weiß man auch, an welchen Haltestellen üblicherweise viele oder wenig Leute rauswollen, da wird man dann sowieso anhalten. Du redest da ein Problem herbei, was es so nicht geben wird.
Ganz gut ist immer, wenn erst ein Troll wie du darauf kommen muss, dass Kommentare fehlen.
Haben gehbehinderte und alte Menschen keinen Mund mehr um jemand anderen zu bitten, der in der Nähe eines Knopfes ist?
Hinweis: derjenige, der den Knopf betätigt muss nicht zwangsläufig aussteigen.
Gehbehinderte rammeln doch bei einsteigen nicht ganz nach hinten….
Leider müssen sie das manchmal, weil viel zu viele Egoisten keinen Sitzplatz freigeben wollen….
Dann rammeln sie aber auch rechtzeitig wieder Richtung Tür.
Nicht?
Da täuschen Sie sich aber ganz gewaltig.
Während Ungewollte ausgesiebt werden.
Na Herr Seppelt, lange nicht mit der Bahngefahren. Auch diese Menschen, werden häufig weggedrängt und haben dann keine Chance. Okay mein Beitrag wird sicher wieder nicht übermittelt.
Diese Menschen kommen dann jetzt ja auch nicht rechtzeitig zur Tür.
Das müssen sie doch jetzt auch schon.
Fährt von den Nörglern wirklich niemand selbst mit der Bahn?
Wie machen es denn diese Leute jetzt? Mitten in der Bahn warten bis die Bahn hält und dann erst aufstehen und hoffen, dass die Bahn nicht schon wieder losgefahren ist, bis man an der Tür ist? Wohl kaum.
Letztendlich kann jeder natürlich dafür sorgen, dass Plätze in Tür- und Knopfnähe von betroffenen Menschen genutzt werden können.
Was machen die Leute jetzt? Den Führerschein!
Noch zusätzlich hinzuzufügen: Die Fahrzeuge machen beim Betätigen des Haltewunsches einen „Gong“ im Fahrgastraum. Somit kann man auch sicher sein das der Haltewunsch betätigt wurde.
Gute Idee, weil die Technik auch mal versagen kann und in der Tram kann man nicht unbedingt zum Fahrer noch rufen, das man raus möchte^^
Das ist zwar nicht korrekt, aber macht ja Nix. Diesen Haltewunschton gibt es gerade einmal in ein paar Straßenbahnen. Bei den anderen hört man ihn aus der Fahrerkabine. Das ist in der Tina z. B. nicht mehr der Fall.
dafür leuchtet in der Tina die Leiste an der Tür dauerhaft Grün, wenn der Haltewunsch betätigt wurde. Alternativ steht es auch an den Infomonitoren
Das steht auch schon bei den alten Stassenbahnen im Monitor!
Es war doch ein Enrico Seppelt, der mit Blinden über den Marktplatz gelaufen ist, als das Leitsystem dort quasi offiziell eingeweiht wurde. Von daher solltest du eigentlich wissen, dass ein farbiges Lichtband oder eine Anzeige völlig sinnfrei sind, wenn man die nicht sieht. Ist der Horizont so klein, dass du das schon vergessen hast? Die TINA wird auch als Barrierefrei hingestellt. Ist sie in dem Moment ja wieder einmal (mehr) nicht. Das Türsignal selbst ist nämlich erst zu hören, wenn der Fahrer die Türfreigabe aktiviert. Ist also auch kein Ersatz, um den Haltewunsch auch akkustisch hörbar zu machen. Darüber hinaus gilt im öffentlichen Bereich ohnehin das Zwei-Sinne-Prinzip. Kkönnte man eigentlich wissen, wenn man öfter über Schwerbehinderte schreibt . Aber dazu müsste man nicht nur über die Personen schreiben sondern auch mal über den Tellerrand schauen.
Dieses Gejammer immer! In anderen Städten bzw bei Überlandfahrten ist das gängige Praxis. Es wir wohl hauptsächlich nachts und in den Randgebieten eine Rolle spielen. Ansonsten will doch meist jemand zusteigen.
Auf den Punkt gebracht. Genau so isses!
Mal ehrkich. In den Bussen klappt das doch gefühlt seit 50 Jahren. Und da befand sich der Knopf nicht an einer Haltestange sondern über der Tür zum Aussteigen.
Mal sehen wann der Erste nicht bedacht hat, das Bahn evtl nicht hält und überfahren wird.
Das Problem mit den Leuten ist nicht nur, dass sie Einen nicht aussteigen lassen und vor der Tür im Weg stehen – ein weiteres Problem ist, dass Leute zu spät aussteigen und sich erst dann vom Sitz erheben, wenn Andere gerade einsteigen (weil scheinbar niemand aussteigen wollte). Nirgendwo habe ich soviel geistige Vernebelung gesehen, wie mit Kunden der HAVAG.
Da mach ich doch glatt einen Spaß als Dauerdrücker draus😅
Ich seh schon, wie der nächsten Bahnfahrer verkloppt wird oder in der Straßenbahn randaliert wird, weil nicht an der Haltestelle angehalten wurde, oder ganz „böse“ Menschen werden einfach bei jeder Haltestelle drücken, um den Bahnfahrer zu ärgern. Ihr seid wirklich solche Luschen.
Statt erst mal durchgängige Grünphasen für Straßenbahnen zu etablieren, um tatsächlich unnötige Stopps zu vermeiden, wird wieder Service für Kunden abgebaut und mit weniger Energiebedarf und Geräuschentwicklung schöngeredet. Das kann mir als Kunde doch scheiß egal sein. So macht man ÖPNV nicht attraktiver.
Und welche Fahrzeit der Straßenbahn soll ich bei der Planung der Grünphasen für Straßenbahnen ansetzen, wenn unmittelbar oder kurz vorher eine Haltestelle ist? Die mit Halt oder ohne?
Weil du deinen Aussteigewunsch ankündigen musst, machst du so ein Fass auf ? Vielleicht noch an jeder Haltestelle nen roten Teppich ausrollen ?
„Ein Haltestellenstopp erfolgt dann, wenn Fahrgäste im Fahrzeug rechtzeitig den Haltewunschtaster betätigen, weil sie aussteigen möchten oder wenn Fahrgäste an der Haltestelle sichtbar warten, um einzusteigen.“
Definiere „rechtzeitig“ … Wie lang ist die Reaktionszeit?
Kannst du selbst herausfinden.
Drückst du und die Bahn fährt weiter, war es zu spät.
„zur rechten Zeit [erfolgend] (sodass es noch früh genug ist“
Oder für dich. Bevor die Bahn an der Haltestelle ist und der Fahrer noch realistische Chancen hat anzuhalten.
Oder ganz einfach, um auf Nummer sicher zu gehen, kurz nachdem die vorherige Haltestelle verlassen wurde.
Falsch wäre zu drücken, wenn du bereits am Haltestellenschild vorbei bist.
Nach der Haltestelle ist vor der Haltestelle. 😜
Ortsunkundige zischen dann an den eventuellen Ausstiegsstellen vorbei,
die Stadt wird immer freundlicher.
Das tun sie doch jetzt auch schon.
Dann haben Ortsunkundige nix in der Ferne zu suchen. Es gibt ne App mit den Fahrplänen.
… eine Anzeige der nächsten Haltestelle.
eine Ansage.
Zum Glück darf ich weiter jede Haltestelle bedienen. Vom Arbeitgeber abgesegnet 😊
Wenn überhaupt keiner drückt oder einsteigt, muss die Bahn ja extrem langsam fahren um den Fahrplan einzuhalten..
Jein. So viel Zeiteinsparung ist das erstens auch nicht und zweitens müssen wir jetzt schon langsamer fahren, wenn wir sehen, dass wir zeitig dran sind, denn zu früh abfahren ist nicht erlaubt. Aber es wird ja nicht verboten, anzuhalten, wenn keiner aussteigen will. Man kann seine überschüssige Zeit trotzdem in der Haltestelle abstehen. Aber ein guter Fahrer wird schon so fahren, dass er flüssig durchflutscht.
Ich finde es dämlich. Wo ist das Problem, jede Haltestelle anzufahren und dort zu halten? Das gehört eindeutig zum Service des ÖPNV. Kosten können woanders gespart werden.
Dann solltest du das genau so machen.
Es ist kein Problem, an jeder Haltestelle anzuhalten. Aber zum Service gehört auch, den Fahrgästen die Fahrt so angenehm wie möglich zu machen, und ständiges Anhalten und Anfahren führt zu unnötigen und unangenehmen Ruckbewegungen, die man vermeiden kann, wenn es nicht sein muss. Ein guter Fahrer (wie ich es bin 😁) kennt auch die Ampelphasen und passt seine Fahrweise so an, dass er idealerweise genau beim freien Signal ankommt und nicht anhalten muss, um genau solche Ruckbewegugen zu vermeiden.
Wie werden dann die Fahrzeiten gesteuert wenn Bahn wegen ohne halt 4 min früher da ist. Wartet die Bahn auf Abfahrtszeit oder habe ich Pech weil Bahn schneller ist ? Gibt es auch einsteigewunsschknöpfe?
Also Halle wieder, Schienenstadtverkehr mit Überlandbusverkehr vergleichen. Aber schön das man Lärmbelästigung zugibt. Ein Hoch auf E Busse
Die Fahrzeiten werden gesteuert, indem man den Fahrthebel („Sollwertgeber“ im Eisenbahnerdeutsch) nach vorn oder hinten bewegt, um das Fahrzeug zu beschleunigen oder zu bremsen. Es ist nicht erlaubt, mit Verfrühung aus der Haltestelle loszufahren. Wenn die Bahn vier Minuten früher an der Haltestelle ist, dann muss der Fahrer halt anhalten und die Zeit abstehen. Genau das wird ja auch jetzt schon z. B. beim Sammelanschluss am Markt gemacht.
Der „Einstiegswunschknopf“ ist, wie der Artikel auch erwähnt, das sichtbare Warten an der Haltestelle. Wir Fahrer sind ja nicht blind und können schon erkennen, ob jemand an der Haltestelle steht oder nicht. Und selbst wenn jemand an der Haltestelle sitzt, werden wir so langsam einfahren, dass wir erkennen können, ob ein Einsteigewunsch besteht oder nicht. Man kann sich auch Probleme herbeireden, die nicht existieren.
Für dieses Unterfangen müssten erstmal alle Haltetaster ordentlich funktionieren.
Ich erlebe selbst immer wieder (gerade in den alten Tatras), dass man wie wild drauf herumhämmern muss um Kontakt herzustellen. Teilweise helfen nur Einsteigende von außen, die Tür zu öffnen.
Genau diese wurden einfach in die TINAs übernommen, grauenhaft.
Und natürlich gibt es in den Trams zu wenig Taster, Vorbild sind die HAVAG-Busse wo so ziemlich an jeder Sitzreihe beidseitig solche angebracht sind.
„Ich erlebe selbst immer wieder (gerade in den alten Tatras)“
Bestimmt erst heute wieder.