Kommentar: Wenn die Technik das Vertrauen „zerheult“

Von wegen „nur ein technischer Defekt“. Was sich am Samstagabend über Halle entlud, war mehr als nur ein schriller Ton zur falschen Zeit. Es war ein Paradebeispiel dafür, wie man das Vertrauen der Bürger in den Katastrophenschutz mit einem einzigen Knopfdruck – oder eben einem Kurzschluss – erschüttern kann.
Wenn um 22 Uhr die Sirenen im Warnmodus für „Großgefahr“ anschwellen und dazu kryptische Durchsagen von einem „Lockdown“ durch die nächtlichen Straßen hallen, dann ist das kein bloßes Ärgernis für den Schlafzyklus. In Zeiten von globalen Krisen und einer angespannten Weltlage triggert ein solches Signal bei vielen Menschen Urängste.
Dass ausgerechnet das Signal für Terroranschläge oder Chemieunfälle ertönt, während die offiziellen Kanäle wie NINA oder Katwarn beharrlich schweigen, ist der Super-GAU der Krisenkommunikation.
Das eigentliche Problem ist nicht die Technik allein – Technik kann versagen. Das eigentliche Problem ist die Ohnmacht der Leitstellen in den ersten Minuten. Wenn nicht einmal die Polizei weiß, warum die Stadt den Atem anhält, entsteht ein Informationsvakuum. Und wir wissen alle: Dieses Vakuum wird binnen Sekunden von Spekulationen und Fake News in den sozialen Netzwerken gefüllt.
Man mag es als „glimpflichen Ausgang“ abtun, doch der Schaden ist tiefergehender. Sirenen sind das letzte, verlässliche Band zwischen Staat und Bürger im Ernstfall. Wenn dieses Band durch „technische Defekte“ ohne Not bespielt wird, droht der Gewöhnungseffekt. Beim nächsten Mal, wenn es wirklich brennt oder eine Giftwolke heraufzieht, wird der Hallenser vielleicht erst einmal bei Twitter nachsehen, ob es wieder nur ein Kurzschluss im Rathaus ist.
Die Stadt Halle muss nun mehr liefern als nur eine knappe Pressemitteilung über einen Defekt. Sie muss erklären, wie eine solche flächendeckende Fehlauslösung samt gruseliger Bandansage überhaupt möglich ist – und garantieren, dass der nächste Alarm wieder das bedeutet, was er soll: Lebensgefahr, keine Technik-Panne.









Ein Gang niedriger wäre auch okay gewesen, nicht dass man sich am Ende gar selbst als Spekulant entlarvt?
Totale Unfähigkeit wohin man schaut. Man muss sich nur Führungspositionen ansehen, egal wo. Besser wird es wohl auch nie wieder werden.
Eine sehr richtige Feststellung! Durch ungenierte und jahrzehntelange Vetternwirtschaft, ist die öffentliche Verwaltung oberhalb der Gehaltsgruppe 11 mit unfähigen Knallchargen durchsetzt. Das Ergebnis haben wir letzte Nacht erlebt und sehen es überall.
Zu viele Köche verderben den Brei!
Würde man den ÖD verschlanken und zukunftssicher aufstellen, würde man nicht nur den Steuerzahler entlasten, sondern auch einen Qualitätssprung erleben.
Der Winterdienst beispielsweise oder die Pflege der Grünanlagen ließen sich mit befristet eingesetzten Leiharbeitnehmern kostengünstiger erledigen.
Ach komm, du bist nur genervt, weil du nicht in der 11 Gehalt abfassen kannst. Mehr ist es doch nicht…
Warum bist du nicht in einer Führungsposition?
Woher willst Du wissen ob er es ist oder nicht? Jedenfalls ist generelles Geschimpfe auf “ Die da oben“ aber nicht nur dumm und oft falsch, sondern peinlich und entlarvend.
Hab ich freiwillig abgetreten, das war ich mir schuldig. Nichts auf der Welt rechtfertigt sich selber zu verbiegen, nur um Teil von etwas zu sein, was man nicht mehr in Ordnung findet. Heute sehe ich von ausserhalb genüsslich zu, wie alles nicht mehr so rund läuft wie es sollte.
Es gibt noch Helden! Zumindest behaupten manche das von sich. Ohne Beweise.
Vielleicht weiss man in Magdeburg und Berlin mehr, als man derzeit zugeben will? Eine Durchsage „Jetzt ist Lockdown“ gab es auch während Corona nicht. War der gestrige Abend eine unbeabsichtigte Übung?!
Eine Durchsage „Jetzt ist Lockdown“ gab es auch während Corona nicht.
Vernutlich, weil es da noch keine Technik zum Durchsagen der Durchsage gab.
https://dubisthalle.de/sirenen-netz-in-halle-saale-soll-ab-herbst-funktionieren-erste-6-anlagen-stehen-bereits-10-weitere-vorgesehen/
Sehr guter Kommentar! Danke dafür, Herr Thomas Meyer!
Wenn es ein technischer Defekt ist, oder wenn das System auch von woanders als der Leitstelle ausgelöst werden kann, woher soll die Leitstelle dann sofort wissen, was los ist? Woher soll es die Polizei wissen? Wenn eine mögliche automatische Auslösung geprüft werden muss, dann dauert das ein paar Minuten. Ganz ehrlich, wenn man nach mehr Warnmittel schreit und Sirenen zurückholt, wenn man Lautsprecherdurchsagen an haltestellen ins System einbindet, wenn man noch 3 Apps und Digitalfunk und wer weiß noch alles anbindet, muss man auch mal mit einem Fehler leben. Man muss ihn beheben und untersuchen, aber das wird sicherlich nicht in 5 Minuten in einer Samstag nacht erfolgen können. Wie wäre es denn mal anstatt alles künstlich aufzuregen, einfach mal den Ball flachhalten, und am Montag oder Dienstag nachzufragen…..
Wenn es NICHT von der Leitstelle ausgelöst wurde, dann muss es sich ja um einen defekt handeln welcher man der Polizei eben mitteilt damit besorgte Anrufer Klarheit erfahren. Dies wurde eben verseumt. Das hier dann jede Menge Feuerwehr kurz darauf noch durch die Stadt fährt macht es nicht besser.
„Wie wäre es denn mal anstatt alles künstlich aufzuregen, einfach mal den Ball flachhalten, und am Montag oder Dienstag nachzufragen….. “
So eine verschlurfte Obrigkeitsuntertänigkeit geht mir vollkommen ab.
Es lag offensichtlich ein Fehlalarm vor, bei dem sämtliche Sirenen viele Minuten nachts laut rumheulten und Weltuntergangsstimmung satt transportieren … und es gab keinen Diensthabenden, der berechtigt war oder wußte, wie das psychische Inferno schnellstmöglich abzuschalten ist.
An jeder Maschine ist der wichtigste Knopf der durch einen Menschen einfach und unmittelbar zu handhabende (NOT-)AUSSCHALTER.
Niemand unterbrach die vor aller Ohren ablaufende, viele Minuten lange Absurdität – das ist nichts weiter als einfach nur: Obrigkeitsversagen.
Und das bitterste, es wurde nie der Ton für Entwarnung gegeben.
Das wäre für alle die einfachste Lösung gewesen.
(Und der Bürger hätten was dabei gelernt)
Guter Text !
Der Kommentar trifft wohl eher auf das permanente Wetter-Katastrophen-Geschwätz zu, was schon lange kein normaler Mensch mehr ernst nimmt.
Entspann dich mal, und verallgemeinere bitte nicht, wir waren gestern nicht beunruhigt.
Mich störten die verspäteten Böller und Raketen, die vorletzte Nacht gegen 4:00 Uhr abgefeuert wurden viel mehr, da war der Schlaf nämlich vorbei.
Technische Fehler können passieren und wenn dich das Wort Lockdown so triggert, such dir bitte Hilfe.
Jetzt bleibt doch mal ruhig. Ja mein Gott, Sirenen haben abends ausgelöst und für Verwirrung gesorgt. Und ja eine kryptische Botschaft waberte durch die Stadt.
Aber ersten bezweifle ich, dass auch nur 5% der Hallenser wussten, dass die Sirenen eine Großschadenslage andeuten. Die allermeisten dürften es für Feueralarm gehalten haben.
Zweitens: eben weil NINA und KatWarn nicht ausgelöst haben, war die ganze Sache von vornherein suspekt und hatte bei weitem nicht die bedrohliche Lage, die hier gezeichnet wurde. Es gab auch schon früher viele Alarme. Und bis zwei die 2000er Jahre hinein gehörten Sirenen noch zum Stadtbild. Die allermeisten Hallenser dürften diese Signale noch kennen.
Drittens: neben fehlender digitaler Warnung gab es aber auch relativ schnell in den sozialen Medien Entwarnung durch die Polizei. Bei einer Groß Schadens-Lage wären sicherlich auch noch Polizeiautos durch die Straßen patroulliert. Es blieb aber alles ruhig und der Alarm war nach kurzer Zeit wieder vorbei.
Viertens: nicht jedes ungute Gefühl ist ein Träger. Und nicht jeder ungewöhnlicher Begebenheit löst „ Urängste“ aus. Auch bei gegebener angespannter, weltpolitischer Lage gibt es kein Grund anzunehmen, dass Siren automatisch Katastrophe bedeuten. Selbst bei rechtsextremen Terrorangriff auf die Synagoge in Halle, warten die Apps, aber nicht die Sirenen.
Auch das beste System ist nichts gefeilt vor Fehlern oder Manipulation.
Also vielleicht nicht so fatalistisch oder dramatisierend auftreten
Alter Schwede, schreibst du ein stu..
Du willst ernsthaft Menschen einreden, dass eine Katastrophenwarnung nichts zu melden hat und wie sich Menschen zu fühlen haben.
Stimmt alles, aber vor Allem sollte doch der Bevölkerung erstmal die Bedeutung der Signale erklärt werden. So hört man bei optimalen Bedingungen zwar die Sirene, weis aber nicht was es bedeutetWäre der fehler im normalen Verkehrsbetrieb aufgetreten hätten wir nichts gehört. Wir wohnen am Ende der R. Paulick Str.
Es wird wohl in Telegramm oder Tik Tok nicht darüber aufgeklärt?😂
Frechheit! Dabei geht doch laut so manchen jeden Tag die Welt unter 😄
… die Bedeutung der Sirenentöne haben früher schon die Kinder in der Schule gelernt, als Zivilschutz noch eine Bedeutung hatte. Wenn solche Lehrinhalte heutzutage in der Schule gebracht werden, hast du als Lehrer gleich von der halben Klasse Eltern am Hals, die glauben, der gesellschaftliche Frieden lässt sich erhalten, wenn jeder zu Hause eine Friedenstaube züchtet…
Ich habe nichts von Sirene gehört . Diese Sirene muss wohl noch in der Pubertät stecken , oder war es eine Flüstersirene ?
Was ich aber gegen 01.00 Uhr und gegen 02.00 Uhr gehört habe war das Ballern von Knallern.
.
Dann empfehle ich dir ein Termin beim Ohren Arzt.
Nein! Ich stimme dem Text nicht zu! Warum nicht? Weil die Begründung für den Vorfall lautet: Idiocracy 2026!
Wer es nicht kennt, anschauen.
Gibt es einen Film namens „Idiocracy 2026“?
Ich finde, du schreibst zwar viel aber erzählst zu wenig. Erzähle doch mal vom Leben des Brian.
Irgendwann, bei einem belanglosem Thema.
Das Problem ist – wie immer – bei staatlichen Institutionen, dass niemand persönlich verantwortlich gemacht wird. Das muss sich dringend ändern und das früher normale „Köpfe rollen“ muss auch im öffentlichen Dienst wieder Einzug halten. Nur so bekommt man den Schlendrian unter Kontrolle. Heute heißt staatliches oder eben kommunales Handeln nur noch organisierte Verantwortungslosigkeit. Es gibt im ÖD so viele Beschäftigte wie nie zuvor – fast 6 Mio! – aber es funktioniert immer weniger.
100% Zustimmung zu Ihrem Beitrag!
Guter Kommentar. Klar, darf nicht passieren, dass die Sirenen einfach losheulen. Ist jetzt passiert, aber es ist alles gut ausgegangen. Aber dass die einzige Informationsquelle „Du bist Halle“ ist, wo man als Einwohner erfährt, was jetzt Sache ist, finde ich richtig traurig (nichts für Ungut, liebes Du-bist-Halle-Team, bin ich euch sehr dankbar, dass ihr sofort reagiert und aufgeklärt habt). Aber die vielen anderen Menschen, die keinen Internetzugang haben, stehen ja bis jetzt im Dunkeln. Keine Entwarnung, keine Mitteilung, nichts. Das darf nicht sein.
„Was sich am Samstagabend über Halle entlud, war mehr als nur ein schriller Ton zur falschen Zeit. Es war ein“
Was ist denn das für ein Artikel, bei mir entlud sich nichts. Der Artikel macht eher Panik und strotzt nur so vor Nörgelei.
Ich hoffe meine Kinder kehren der Stadt Halle bald den Rücken, besser wäre es gleich Deutschland zu verlassen.
Das löst keines deiner Probleme.
Das löst die Probleme für deine Kinder hier, und schafft neue an ihrem neuen Wohnort. Win-win…
Daumen hoch 👍🏻 für den kritischen Kommentar
Danke für diesen deutlichen und sehr passenden Kommentar Herr Meyer!
Wer hat denn diesen Artikel geschrieben?! „Informationsvakuum“? „Ohnmacht der Leitstellen“?! Am besten sollen noch ein Polizist bei jedem persönlich klingeln und alles erklären, oder was? Jetzt lasst mal die Kirche im Dorf, nach 3 Minuten war das Geheule aus.
Diese Meldung ist ja Empörungskultur in Reinform. Wie kann man denn so einen Quark schreiben, wenn man die Ursache nicht einmal kennt. Ich wette 95% der Menschen in dieser Stadt wussten nicht mal was das bedeutet und erst recht nicht, was nun zu tun ist. Hauptsache erst einmal Nachrichten raushauen, obwohl 0 Infos zur Hand sind. Sich aufregen über andere weil die Technik angeblich nicht funktioniert hat, aber der eigene Server ist kurzerhand abgeschmiert. Kein Wort darüber. Wieso eigentlich nicht? Was war da los? Hat da jemand versagt oder gab es einen Hackerangriff? Ob ihr es wollt oder nicht, ihr gehört inzwischen auch zur kritischen Infrastruktur dazu.Viele Leute wollen sich informieren in solchen Fällen. Und dann geht nichts mehr. Kümmert euch!
Recht hat er !!!
Kinder und ältere Menschen hatten Angst. Als Bürger selbst wusste man nicht was zu tun ist. Eine Aufklärung seitens der Stadt und des Landes wäre angebracht.
Erzähle keinen Blödsinn. Und begib dich in psychologische Behandlung, damit du deine Kinder nicht auch noch mit deinen irrationalen Ängsten infizierst.
„Dieses Vakuum wird binnen Sekunden von Spekulationen und Fake News in den sozialen Netzwerken gefüllt.“
Und noch bevor ich das gelesen habe, schlägt mir ein „Facebook OpenGraph“ entgegen.
Treffender kann diese Kommentarspalte das Absurdum nicht darstellen.
Guten Morgen…
War nicht vor einer Woche die Meldung hier, das die Anlage mit viel Geld modernisiert werden muss???
Korrigiert mich wenn ich irre.
Ein Schelm der bei dieser Meldung mit dem Fehlalarm, böses dabei denkt
Und dann ist da noch die Unfähigkeit, am Ende den Ton zur Entwarnung abzuspielen. Am Warntag habe ich doch gelernt: Der Katastrophenfall gilt, bis die Entwarnung gespielt wurde.
In den sozialen Medien wurde die Situation jedenfalls gut genutzt, um allerlei Gerüchte und Mutmaßungen in die Welt zu setzen.
Kommentar zum Kommentar: Wenn nicht die Technik, sondern der Mensch das Vertrauen „zerheult“
Der Vorfall in Halle zeigt zweifellos ein technisches und kommunikatives Versagen – doch die tieferen Gründe liegen nicht in Kurzschlüssen oder Softwarefehlern, sondern in einer zunehmend entkoppelten geistigen und moralischen Entwicklung unserer Gesellschaft.
Wir leben in einer Zeit, in der die intellektuelle Leistungsfähigkeit des Menschen durch KI, Automatisierung und digitale Vernetzung scheinbar erweitert wird – doch gleichzeitig schwindet das Verantwortungsbewusstsein und die moralische Urteilsfähigkeit. Wir delegieren lebenswichtige Systeme an Technik, ohne die menschliche Kontrolle angemessen zu gewährleisten. Es ist nicht die Sirene, die versagt hat, sondern das Denken und Handeln derer, die sie steuern und erklären sollen.
Die „geistige Leistungsfähigkeit“ zeigt sich heute oft nur noch in der Fähigkeit, komplexe Systeme zu bedienen – nicht aber in der Weisheit, sie sinnvoll und sicher einzusetzen. Und die zunehmende „Moralfreiheit“ – also die Tendenz, Verantwortung zu externalisieren und ethische Fragen technischen oder bürokratischen Prozessen zu überlassen – führt dazu, dass im Ernstfall niemand mehr die Hand hebt und sagt: „Hier war der Mensch gefragt, nicht der Algorithmus.“
Halle ist somit auch ein Symbol für eine Gesellschaft, die zwar intelligenter, aber nicht weiser wird; die zwar schneller kommuniziert, aber weniger verbindlich handelt. Wenn wir das Vertrauen in Warnsysteme zurückgewinnen wollen, brauchen wir nicht nur bessere Technik, sondern auch eine Rückbesinnung auf menschliche Zuverlässigkeit, moralische Klarheit und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – auch und gerade dann, wenn die Sirene schweigt.
Lieber Kommentator,
werte Foristen,
nehmt den Fehlalarm doch einfach als eine unangekündigten Probe an und hinterfragt bzw. analysiert euer Verhalten im Krisenfall. Überlegt euch, was bei euch gut lief und was nicht und zieht eure Schlüsse für die Zukunft. Aber bitte überdramatisiert die Sache nicht und steigert euch nicht immer so in jeden Fehler rein. Freut euch einfach über den Fehler und trauert den Ernstfall nicht hinterher.
🙂
… zur Probe hätten auch die Entwarnung und die Meldung bei KATWARN und/oder NINA gehört. Das ist das eigentliche menschliche Versagen: es einfach so stehen zu lassen.
„Du bist Halle“ war zum Zeitpunkt des Alarms (verständlicherweise) durch die vielen Zugriffe nicht erreichbar – ist aber auch keine Behörde, die für die Information zuständig ist.
Der eigentliche Fehler war, dann nicht angemessen zu reagieren und als Behörde die Zügel schnell wieder in die Hand zu nehmen und bürgerfreundlich zu handeln, indem über KATWARN nicht die Info rausgegeben wurde, die auch an die Presse gegeben wurde. Wenn das Internet überlastet ist, helfen auch solche Pressemitteilungen nichts.
Ausgewertet werden muss der Sachverhalt auf jeden Fall, eine pauschale Info „technischer Defekt“ springt hier zu kurz. Vielleicht war es auch die Dienstplan bedingte Menschenkombination, die hier ein bürgerfreundliches und pragmatisches Handeln im „technischen Störfall“ verhindert hat…muss in der Gesamtschau des Sachverhalts ehrlicherweise auch geprüft werden.
„„Du bist Halle“ war zum Zeitpunkt des Alarms (verständlicherweise) durch die vielen Zugriffe nicht erreichbar“
Ach, das ist verständlich? Aber ein technischer Defekt bei den Sirenen nicht?
Um ehrlich zu sein verstehe ich die immer wiederkehrenden Serverfehler bei „Du bist Halle“ nicht; da werden wohl kaum wegen des Alarms Millionen Zugriffe zeitgleich stattgefunden haben (es sei denn, der Server ist durch DDoS-Attacken eh schon beansprucht). Es sollte vielleicht einfach mal zu einem besseren Anbieter gewechselt werden.
„Überlegt euch, was bei euch gut lief“? Mein TV „lief“ weiter gut. Ich dachte die ganze Zeit, das Geheule kommt aus der Kiste! Jurassic Park I lief im TV. War dann doch nicht so.
Shit Happens
Genauso ist es!!!
@ Einwohner, die Frage aber ist auch. Wieviel % der Bevölkerung wissen wirklich noch, welches Signal was bedeutet? Ich nehme mich da nicht aus ! Muss dann auch erst googeln.🙈 Vor langer Zeit wurde dieses sogar in der Schule gelehrt. Aber mit Wegfall der Sirenen und Probealarmen auch an Schulen wegen Wartungskosten und ähnlichen geriet sowas in Vergessenheit. Was die mutwillige Sabotage des Stromnetzes verursacht hat man letztens in Berlin gesehen. Da hätte auch keine Sirene oder Warnapp geholfen. Zum Glück ist niemand gestorben.
Da hast du recht, wenn man etwas nicht weiß, dann muss man sich Informationen anderswo besorgen, denn der Alarm alleine sagt einem nichts über die mögliche Gefahrenlage. Wenn dabei heraus kommt, dass es eine Fehlfunktion ist, kann man auch einfach mal froh sein. – Gerade wegen der aktuellen Ereignisse und reellen Bedrohungen!
Warum sollte jemand bei einer Sirenenfehlfunktion sterben? Etwas verbale Abrüstung und ein weniger Hysterie täte vielen Menschen wirklich gut. Denn gerade in echten Notlage lautet die oberste Regel: RUHE BEWAHREN!
Bleibt gesund und rutscht nicht aus,
ein Einwohner von vielen.
Sorry aber am Ende sollte man das positiv sehen. Eine Übung realen Bedingungen.
Ehrlich gesagt fand ich es gut, die Sirene um die Ecke erstmals bewusst zu hören. Sie klang wie eine normale Alarmanlage – aber nicht wie eine Sirene. Das muss man erstmal wissen.
Von welchem Vertrauen spricht hier der Autor? Ich kenne niemanden, der dem Katastrophenschutz in Deutschland vertraut. Da trifft Mangelwirtschaft auf völlig Inkompetenz in der Führung. Siehe Berlin.
Lasst mal die Kirche im Dorf. Es liegt im Wesen eines technischen Defekts, dass in dem Moment niemand wirklich weiß, was los ist. Erfahrungsgemäß wird in den nächsten Tagen mitgeteilt werden, was Ursache war und wie das zukünftig verhindert werden kann.
Dass jemand „garantieren muss“, dass es nie wieder einen Defekt geben kann, ist doch absurd.
Was für ein vollkommen hyperventilierter Kommentar.
ist mir bissl zu viel teufel an die wand gemalt. oder direkt ausm kochendem topf gegessen…
Die Kirchenglocken das Notläuten ist die allerletzte Distanz der Warnung. Es kennt eben nur so gut wie keiner.
In solchen fällen ist schwer, so schnell zu reagieren. Weil niemand was weiß außer, das der Draht heiß wird.
Im Jahr 2011 kam es im Landkreis Börde (Sachsen-Anhalt) zu einen ähnlichen vorfall. Durch eine BMA-Auslösung dementsprechend Alarmierung über die Leitstelle, ging plötzlich ein „Relais“ kaputt und löste somit im ganzen Landkreis Katastrophenalarm aus. Dieser konnte aber erst nach Stunden behoben werden.
Fazit: Spekulationen gab es und wird es immer geben..! Vielleicht doch mal das vergessene Radio heraus holen. So wie eben auch die WarnApps aktiv halten. In diesen Digitalen Zeitalter
In ernsten Situation, wird zeitnah informiert..! Und nen Knall in Leuna oder Schkopau hört man vor der Alarmierung.
Macht nicht so ein Zirkus. Wenn die Stadt meldet, es war ein. Defekt , dann ist das so. Kann ja mal passieren.
Die Menschen hätten das zur Kenntnis genommen und fertig. Also,was soll das !
„LOCKDOWN…“,selbst während der Corona-Zeit wurden Sirenen in Halle nie für solche Durchsagen genutzt. Dass diese Datei überhaupt existiert und gestern abgespielt wurde, sorgt für großes Unverständnis.
Macht nicht so ein Zirkus. Wenn’s ein Defekt war, dann ist dass so.
Respekt Herr Meyer!
Man ist es nicht mehr gewöhnt dass jemand so direkt und offen die Probleme anspricht, erst recht nicht auf dieser Plattform.
Fakt ist, die Bevölkerung musste davon ausgehen, dass es sich um einen Katastrophenalarm handelt. Das Signal war beängstigend und markant. Man konnte hören, dass der Alarm großflächig und in mehrenen Stadtteilen ausgelöst wurde. Niemand geht ursächlich davon aus, dass ein behördlich gesteuerter Alarm ein Fake oder eine Probe ist, denn eine Probe wäre angekündigt gewesen. Schadenereignisse, Chemieunfälle,Terror oder Katastrophen können jederzeit passieren. Die Menschen mussten also davon ausgehen, dass das Signal von Bedeutung ist. Insofern wäre erforderlich gewesen, sofort breit zu informieren, dass es sich um einen Fehler handelt. Dies kann nicht allein der Eigeninitiative, den Medien und Online-Plattformen überlassen werden, die zudem gestört oder überlastet waren, weil die Bevölkerung hilflos nach Erklärungen forschte. Über Katwarn oder Nina hätte Entwarnung gegeben werden können. Solche Vorfälle sind doppelt kritisch zu sehen, weil sie das Zutrauen der Menschen in den zuverlässigen Katastrophenschutz zerstören. Ich finde sehr notwendig, dass hierzu eine kritische Aufklärung erfolgt und Vertrauensaufbau/Information erfolgt, sowie Maßnahmen erfolgen, die solche Vorfälle verhindern.
Menschen, die erstmal auf „X“ oder sonstwo ihre Infos beziehen, denen ist im Ernstfall sowieso nicht zu helfen, weil die Anweisungen ja dann eher das Gegenteil sind von Dem, was sie irgendwo gelesen haben oder was ein „Bekannter“ gesagt hat, der sich ja damit super auskennt. Von daher sollten wir auch alle mal ein wenig Resilienz zeigen und nicht immer sofort wie aufgescheuchte Hühner agieren. Was das Wetter angeht, ich erkenne hier keine Panikmache, sondern nur ne klare Info „Hey, von dann bis dann wird es glatt …“ „Von dann bis dann ist mit Schneefall zu rechnen.“ Da ist keine Panikmache, sondern das Problem sind die Leute, die sich selbst gerne Panik machen, weil ihr auswendig gelernter Alltag mal ne kleine Delle bekommt. Dann kommt die Bahn eben mal 5 min später … dann liegt halt irgendwo Schnee … muss man deswegen durch den größten Haufen stapfen und jammern, dass der eigene Weg, den man seit Jahren geht mal nicht passierbar ist … ?
„weil ihr auswendig gelernter Alltag mal ne kleine Delle bekommt.“
Bingo. Das war schon bei Corona so. Eine bestimmte Klientel hat sich über „Panikmache“ beklagt, dabei hatte sie selbst Panik, weil sie nicht alles genauso wie immer machen konnte.
Oder die angebliche „Panikmache“ beim Klima, nur weil man sich von fossilen Energieträgern gaaanz langsam, mit jahrzehntelanger Vorwarn- und Umstellungszeit, verabschieden sollte.
Das war ein unbeabsichtigtes auslösen…. Das sollte so alles noch nicht sein. Zuerst muss doch eine echte Bedrohungslage geschaffen werden. … Was könnte das bloß sein?
Meine kleine Meinung ist. Entwarnung mit Sirenen, Apps und Durchsage wäre eine Pflicht. Fehler passieren aber der Fehler muss kommuniziert werden, damit nicht ein Informations vacuum und speculation entsteht.
Du hast davon erfahren.
Im üblichen Verwaltungstempo. Das ist aber bei einer angeblichen Gefahrenlage nicht ausreichend.
Danke an die Redaktion von du-bist-halle, dass ihr den Sirenen-Fehlalarm nicht einfach unter den Tisch fallen lasst, sondern zeitnah berichtet und Kontext geliefert habt. Genau das braucht es in so einer Situation: Einordnung statt Schweigen.
Denn was gestern Abend passiert ist, war für viele Menschen schlicht beängstigend. Der auf- und abschwellende Sirenenton steht nicht für „Ups, Technikspin“, sondern für akute Gefahr. Wenn so ein Signal stadtweit ausgelöst wird und anschließend keine Entwarnung, keine Erklärung über Warn-Apps, Radio oder andere offizielle Kanäle folgt, entsteht ein gefährliches Vakuum. Und dieses Vakuum wird leider viel zu schnell von Spekulationen gefüllt.
Während seriöse Berichterstattung – wie hier – versucht zu beruhigen und aufzuklären, verstecken sich andere Medien hinter Paywalls oder schweigen komplett. Gleichzeitig springen rechte Blogger auf YouTube und X sofort in die Bresche und verknüpfen den Vorfall mit den wildesten Verschwörungserzählungen, inklusive Corona-Notlage 2026. Das ist nicht nur geschmacklos, sondern brandgefährlich – und hat mit einer fälschlich ausgelösten Sirene höchstwahrscheinlich nichts zu tun.
Gerade deshalb ist Transparenz jetzt entscheidend. Ein „technischer Fehlalarm“ darf kein Endpunkt sein, sondern muss der Anfang einer sauberen, öffentlichen Aufklärung sein. Wie konnte das Signal ausgelöst werden? Gibt es einen zentralen Schaltpunkt, der alle Sirenen aktiviert? War unbefugter Zugriff möglich? Sind die Systeme leitungsgebunden, digital, terrestrisch angesteuert? Und ja: Bei moderner Technik ist „das ist einfach so passiert“ zumindest erklärungsbedürftig.
Niemand verlangt Schuldzuweisungen oder Panikmache. Aber Vertrauen in Warnsysteme entsteht nur, wenn Probleme ernst genommen, untersucht und nachvollziehbar erklärt werden.
Ich habe die Sirenen ehrlich gesagt gar nicht was weil ich da Fernsehen geschaut habe😅
Ich hab ja viel Humor aber eine Durchsage wie „Jetzt ist Lockdown “ stammt noch aus Corona-Zeiten und wurde nie über das Sirenensystem durchgelesen. Selbst während der Corona-Zeit wurden Sirenen in Halle nie für solche Durchsagen genutzt. Dass diese Datei überhaupt existiert und gestern abgespielt wurde, sorgt für großes Unverständnis. Bin ich mal gespannt, wie sich der Stadtrat das erklärt.
Ganz einfach, während der Corona-Zeit existierten die Sirenen noch nicht und konnten deshalb auch für keinerlei Durchsagen genutzt werden.
Also wir haben nichts gehört .Muss wohl eher im Stadtzentrum sein .Wir haben fern gesehen .Die Nachbarschaft hat auch nichts gehört.
Egal. Der Kommentar ist geschrieben und veröffentlicht, das Vertrauen ist „zerheult“. Zumindest bei einem.
Mir ist aufgefallen, dass in eurem Artikel / Kommentar zu den Radiosendern fälschlicherweise von Programmübernahmen aus München und Kiel die Rede ist. Tatsächlich fahren Radio SAW und Radio Brocken rund um die Uhr ein eigenständiges Programm. Mittlerweile ist dieses zwar stark ausgedünnt – nur zur DriveTime wird live moderiert, ansonsten läuft die Festplatte – aber es gibt keine Fremdübernahmen.
Ich wollte das nur kurz anmerken, da der kleine Fehler den Kommentar etwas unseriös wirken lässt.
„aber es gibt keine Fremdübernahmen“
Nachrichten SAW: Regiocast (Abends, Nachts, Wochenende)
Nachrichten Brocken: BLR (Abends, Nachts, Wochenende)
Ja, die News zur vollen Stunde – die bei Regiocast übrigens aus Leipzig, nicht aus Kiel kommen – das ist korrekt. Der Kommentar suggerierte, dass das gesamte Programm zu dieser Zeit von dort käme.