Nach Dienstwagen-Affäre: Halles Kita-Chef muss gehen – Stadtrat mehrheitlich für Entlassung

Der Chef des Eigenbetriebs Kita, Jens Kreisel, verliert seinen Posten. Der Stadtrat von Halle (Saale) hat am Dienstag in einer eigens anberaumten Sondersitzung mehrheitlich für seine Abberufung gestimmt. Zuvor wurde drei Stunden hinter verschlossenen Türen diskutiert. 

Kreisel selbst war bei der Sitzung anwesend. Nach dem Ende des öffentlichen Teils war er neben dem Stadtsprecher der einzig verbliebene Gast auf der Zuschauetribüne.

Anlass für Kreisels Abberufung war ein Skandal um einen SUV-Dienstwagen, den er mehr als zwei Jahren gefahren haben soll, obwohl ihm in seiner Position gar kein Fahrzeug stand. Kreisel soll den Leasingvertrag selbst unterzeichnet haben. Rund 6.000 Euro steuerliche Vorteile soll Kreisel so erlangt haben.

Die Stadtverwaltung selbst wurde durch polizeiliche Ermittlungen auf den Fall aufmerksam. Allerdings kritisieren auch einige Räte, dass sie von der Verwaltung erst später informiert worden seien. Denn nach Informationen von dubisthalle.de wurde die Stadt bereits am 23. September informiert, die Stadträte jedoch erst eine Woche später – zwei Tage nach der Wiederwahl von Katharina Brederlow als Sozialdezernentin, der zuständigen Beigeordneten für die Kitas.

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21 Antworten

  1. Observer sagt:

    Wann findet die Sondersitzung wegen den Impfvordränglern statt? Wie lange dauert das noch?

  2. Beerhunter sagt:

    Wieder einer weniger der den wohlfeilen unliebsam wurde😂😂😉weiter geht das Rot-Grüne Postenroulette😉😂😂

  3. So sagt:

    War doch klar dass der gehen muss, da kennen die Stadträte kein pardon.

  4. kitainsider sagt:

    Das war überfällig. Seit Jahren konnte der Machen was er wollte. Man müsste mal wissen, wer dagegen gestimmt hat. Da sieht man dann die Stützen dieser Mentalität. Zumindest hat Rot das schön bis nach der Beigeordnetenwahl rausgezögert. Somit wurde das System, unter dem so etwas stattgefunden hat, weiter verlängert. Die Kommunalaufsicht sollte Halle schleunigst unter Zwangsverwaltung stellen.

  5. Hans G. sagt:

    6.000 Euro ist natürlich eine Menge Geld. Was kosteten Mietspiegel und Schotterung eigentlich pro Stadtrat zu viel?

  6. Zeitgeschichtedermoral sagt:

    Waruim hat man nicht gleich die Brederlow mitgefeuert ?

  7. Neustädter sagt:

    Sollte die Stadt bewusst, was nahe liegt, die Information bis zur Wahl Brederlows zurück gehalten haben muss es Konsequenzen geben

  8. Robert sagt:

    Und wann geht ,die auf dem Papier stehende, Verteidigungsministerin Lamprecht ?

    • Sack Reis. sagt:

      Wenn die Besetzung des Postens in die Verantwortlichkeit des Stadtrates der Stadt Halle fällt, wird hier darüber bestimmt werden.

      Oder ein Anonymer, der sich hier zum Robert macht, erklärt die Zuständigkeit für sich.

      Oder ein Sack Reis fällt in China um.

  9. Emmi sagt:

    Es zeigt sich immer mehr, was für ein Filz in der Stadt regiert. Muss dieser Lebemann wenigstens den angerichteten Schaden zurückzahlen? Sind ja Steuergelder der Stadt oder wenigstens das Geld für die Kindergärten nutzen. So ein Raffke und ohne jede Skrupel!!!

    • Olaf sagt:

      Man kann den Ball auch Mal flacher spielen. Jemand, der für 50 Kitas in Halle zuständig ist, sollte zumindest Zugriff auf ein Auto haben. Wie er das gelöst hat, ist nicht okay … Keine Frage!

      • haha sagt:

        „Jemand, der für 50 Kitas in Halle zuständig ist, sollte zumindest Zugriff auf ein Auto haben.“

        Klar, er darf gerne ein privatfinanziertes Auto haben. Home-Office wurde übrigens auch schon erfunden.

  10. Aggnekost sagt:

    Was passiert nun nach seiner Abberufung mit ihm personalseitig?
    Entlassung bedeutet das ja nun nich gleich.