Nach Strom und IT-Ausfall am Dienstag: Stadt musste hunderte Termine absagen – Nachholung so schnell wie möglich

Ein umfangreicher Stromausfall hatte am Dienstag die Stadtverwaltung über Stunden lahmgelegt. Weil dadurch auch die Server ausgefallen sind, waren Telefonnetz, Internet und E-Mail ebenfalls betroffen. Die Stadtverwaltung hat laut Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt bereits eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um derartige Zwischenfälle für die Zukunft auszuschließen und Resilienz zu schaffen.

Mehr als 620 vereinbarte Termine in allen drei Bürgerservicestellen der Stadt waren laut Stadtverwaltung betroffen; allein in der Kfz-Zulassungsbehörde konnten 130 Termine und ca. 200 Zulassungsvorgänge von Autohäusern nicht bearbeitet werden. Um den Terminausfall möglichst rasch zu kompensieren, wurden durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Bearbeitungsplätzen die Kontaktdaten registriert, um die Betroffenen am heutigen Mittwoch wegen eines neuen kurzfristigen Termins zu kontaktieren. Da die Buchung von Terminen über die Internetseite www.halle.de trotz der internen Störung am Dienstag weiterhin nutzbar war, hat sich ein großer Teil der Bürgerinnen und Bürger aber direkt einen neuen Termin selbst gebucht – derzeit ist dies noch in der laufenden Woche möglich.

In der Abteilung Einreise und Aufenthalt konnten knapp 80 „Terminkunden“ ihre Anliegen nicht vorbringen, hinzu kamen ca. 150 Spontankunden. Ersteren wurde der morgige Donnerstag, 29. Januar, als Ersatz vorgeschlagen, die Spontankunden sind auf die nächsten Sprechtage verwiesen. Um eine schnelle Abarbeitung zu gewährleisten, wird zusätzliches Personal eingesetzt.

Während der Havarie am Dienstagnachmittag mussten auch in der Abteilung Standesamt und Staatsangehörigkeit 20 vereinbarte Termine (Staatsangehörigkeitsbehörde) und 26 (Standesamt) abgesagt werden. Die Bürgerinnen und Bürger mit Terminen wurden persönlich im Wartebereich empfangen – teilweise aufgrund vorliegender Terminlisten oder durch Anzeige auf dem Handy. Im Rahmen des jeweiligen Gesprächs sind u.a. Unterlagen entgegengenommen und die Anliegen soweit möglich angearbeitet worden. Für die anschließenden Tage wurden individuelle Termine, auch außerhalb der regulären Sprechzeiten, vereinbart oder die Zusendung von Personenstandsurkunden abgestimmt. Die ersten Ersatz-Termine sind bereits heute Morgen wahrgenommen worden.

Artikel Teilen:

10 Antworten

  1. Bürger Lars-Helge sagt:

    Gingen wenigstes noch die Kaffeemaschinen?

  2. BESORGTER Hallenser sagt:

    Kein Strom? Kein Notstrom?Sabotage?oder mal mit Akkus 🔋 auch in der digitalen Welt gut erhalten versuchen!Gab es soetwas, in der Vergangenheit auch schon einmal?Viele Feuerwehr Einsätze doch schon!!!

  3. Michael Stuetzer sagt:

    Warum muss immer erst was passieren bis Server und IT ausfallsicher gemacht werden?

  4. Robert sagt:

    Interessiert dem Bürger nicht. Ungemütlich für den Bürger wird es erst wenn die Banken und Sparkassen die Lebensmittel- Geschäfte kein Strom haben.

  5. olaf-schulz@afd.de sagt:

    Man warnt seit Jahren eindringlich davor, sich nur auf das Digitale zu verlassen. Jeder weiss, dass diese Infrastruktur angreifbar ist und trotzdem geht man wie mit Scheuklappen durch die Welt und entmündigt den Bürger mit noch mehr Sicherheitsauflagen und Überwachungen. Niemand stellt sich auch nur die Frage, ob solche Angriffe nicht sogar provoziert werden um genau das zu erreichen. So eine vorsätzliche Naivität müsste eigtl. bestraft werden. Es müsste gesetzlich geregelt sein, dass es bei Ausfällen wie diesen ein analoges Backup gibt, um bei solchen Szenarien den Betrieb weiterlaufen lassen zu können. Meinetwegen auch wie damals; mit Schreibmaschine und Ordner.

    • Frager sagt:

      Ihr müsst euch schon einig werden was ihr wollt.
      Entweder wir schreiben wieder Karteikarten auf Schreibmaschinen und müssen für jeden Fliegenschiss zum Amt rennen, oder man macht es eben digital und muss solche Dinge in Kauf nehmen. Macht man keine Digitalisierung, wird gemotzt. Macht man Digitalisierung, wird gemotzt. Was denn nun ? Bezahlen wollt ihr die ganze Sache ja auch nicht. Wer ist denn hier nun für Steinzeit oder Zukunft? Oder holst du auch jeden tag deinen KC85 raus, wenn du mal digital etwas machen willst? Ihr müsst endlich in der Gegenwart ankommen. Von der Zukunft spreche ich ja noch gar nicht. Aber selbst heute sind die Gefahren um ein vielfaches gestiegen, einen Angriff von Außen auf solche Systeme zu erleiden. Da kann man noch so gute Leute in der IT sitzen haben. Die können niemals alles und jeden so überwachen und absichern, dass keine Lücken mehr da sind.
      Leute wie euch kotzen mich echt an. Nur am nörgeln und doch selbst kaum Einblicke und Ahnung.

  6. Derda sagt:

    Ernsthaft? Ernstzunehmende IT-Verantwortliche spielen solche Szenarien durch und sind vorbereitet! Aber die Stadt hat ja IT Consult, muss man nichts dazu sagen

  7. Zappelphillip sagt:

    das System erodiert immer mehr .. der Jugend ist dringend zu empfehlen aus Deutschland raus zu gehen .. aus diesem Staat wird nix mehr. Die gesamte Infrastruktur ist marode und steht kurz vor dem völligen Zusammenbruch, ein Bürgerkrieg ist in naher Zukunft auch nicht mehr auszuschließen ..
    Also, lernt Sprachen und dann bloß weg hier…

    • Robert sagt:

      Wenn die Jugend auswandern soll ,dann müssen ja die Alten bis 80 Jahren arbeiten .
      Nee ,nee , die Jugend will eine digitale Welt haben ,dann sollen sie auch die Konsequenzen tragen .

Schreibe einen Kommentar zu Derda Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert