ROADPOL-Verkehrskontrollen von Bussen und Lkw in Sachsen-Anhalt: 437 Fahrzeuge kontrollieren – 205 davon mit Verstößen, 23 Mal Weiterfahrt untersagt
Die Polizei Sachsen-Anhalt beteiligte sich vom 9. bis 15. Februar 2026 an der europaweiten ROADPOL-Kontrollwoche „Truck & Bus I“. Im Fokus standen gezielte Kontrollen des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs. Landesweit überprüften die Einsatzkräfte 437 Fahrzeuge, darunter zwei Busse. Bei 205 Fahrzeugen wurden Verstöße festgestellt – damit war rund jedes zweite kontrollierte Fahrzeug zu beanstanden. Während der Kontrollwoche waren insgesamt 341 Polizeibeamtinnen und -beamte der Landespolizei im Einsatz.
Innenministerin Dr. Tamara Zieschang: „Regelmäßige und gezielte Kontrollen im gewerblichen Personen- und Güterverkehr sind für die Verkehrssicherheit unverzichtbar. Nur durch dieses konsequente Vorgehen lassen sich gefährliche technische Mängel, überhöhte Geschwindigkeit und Übermüdung am Steuer feststellen, ahnden und weitere Gefahren für den Straßenverkehr unterbinden.“
Die Kontrollen deckten zahlreiche Verstöße auf, darunter 15 Fahrzeuge mit technischen Mängeln, 56 Geschwindigkeitsverstöße, 147 Verstöße gegen Sozialvorschriften sowie 165 Verstöße im Zusammenhang mit der Bedienung des Tachographen. Zudem wurden 32 Fälle von Überladung oder mangelhafter Ladungssicherung sowie vier Verstöße gegen Gefahrgutbestimmungen festgestellt. Darüber hinaus registrierten die Einsatzkräfte zwei Verstöße gegen das Abfallrecht, einen Fall illegalen Aufenthalts und 21 Fälle fehlender Dokumente. In 23 Fällen durfte die Fahrt nicht fortgesetzt werden.
Wie notwendig und wichtig die polizeilichen Verkehrsüberwachungsmaßnahmen sind, verdeutlicht der folgende Fall: Auf der BAB 38 in Fahrtrichtung Leipzig kontrollierten Polizeikräfte einen mit Sperrmüll beladenen bulgarischen Kleintransporter mit Anhänger. Eine Überprüfung des Fahrzeuggewichts ergab eine Überladung von über 60 Prozent. Die Weiterfahrt wurde bis zur teilweisen Abladung untersagt; ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wurde eingeleitet.
Die nächste europaweite ROADPOL-Kontrollwoche findet vom 13. bis 19. April 2026 statt und setzt den Schwerpunkt auf Geschwindigkeitskontrollen. Sachsen-Anhalt wird sich hieran erneut beteiligen.
Hintergrund:
Der Name „ROADPOL“ steht für „European Roads Policing Network“. Dabei handelt es sich um eine Nicht-Regierungsorganisation, hervorgegangen aus einem Zusammenschluss von Verkehrspolizeien der Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die europaweit koordinierten Aktionswochen zu verkehrspolizeilichen Schwerpunkten erhöhen die Aufmerksamkeit für die Bedeutung der Verkehrsregeln und machen die Gefahren von Verstößen deutlich. Das Hauptziel ist die Reduzierung der auf Europas Straßen Getöteten und Schwerverletzten. In diesem Zusammenhang werden regelmäßig länderübergreifende Kontrollwochen organisiert. Die Landespolizei beteiligt sich regelmäßig an den ROADPOL‑Aktionswochen und setzt damit zugleich ein Zeichen für europäische Zusammenarbeit. Durch die gemeinsame und flächendeckende Durchführung werden die Kontrollen zudem spürbar wirksamer.
Im vergangenen Jahr beteiligte sich Sachsen-Anhalt an drei „Truck & Bus“-Kontrollwochen des länderübergreifenden ROADPOL-Netzwerks. Dabei wurden mehr als 1.100 Fahrzeuge des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs kontrolliert und rund 500 Verstöße festgestellt.









Neueste Kommentare