Runder Tisch fordert vor Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt sachliche Debatte über Zuwanderung

Der „Runde Tisch für Zuwanderung und Integration, gegen Rassismus“ appelliert im Vorfeld der Landtagswahl 2026 an die gemeinsame Verantwortung aller für einen konstruktiven Diskurs auf Faktenbasis beim Thema Zuwanderung. Der veröffentlichte Appell hebt zunächst die Bedeutung gelingender Zuwanderung für Sachsen-Anhalt hervor und warnt zugleich vor einer emotionalisierten Zuspitzung im Wahlkampf.

Der Appell, dessen Veröffentlichung die Mitglieder des Runden Tisches im Dezember beschlossen hatten, ist ebenfalls auf der Internetseite des Runden Tisches verfügbar.

Der Runde Tisch betont, dass Zuwanderung einen zentralen Beitrag zur wirtschaftlichen, demografischen und gesellschaftlichen Entwicklung des Landes leistet. Menschen mit Zuwanderungsgeschichte seien ein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft. Rassismus und Ausgrenzung dürften keinen Platz haben. Zuwanderungspolitische Fragen müssten lösungsorientiert, respektvoll und auf Grundlage belastbarer Daten behandelt werden.

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11 Antworten

  1. Ich teile insbesondere den Punkt des Runden Tisches, dass wir politische Diskussionen auf wissenschaftlicher Grundlagen führen sollten und müssen. In den allermeisten Politikfeldern (Verkehr, Wirtschaft, Migration, Bildung, …) gibt es keine Schwarz-weiß-Antworten. Differenziertes Abwägen hat uns als Gesellschaft am weitesten gebracht.

    • Bernd sagt:

      Genau…Wissenschaft mit einbeziehen, besonders beim Klimaschutz.

    • Um Gotteswillen: NEIN! sagt:

      „… politische Diskussionen auf wissenschaftlicher Grundlagen“ … das wäre Dein Ende im Politikbetrieb! Fordere bloß nicht sowas! Du bist doch schon mit einem simplen „Südstadproblemchen“ am Rande Deiner Deklinationsfähigkeit! Weil: das Kaufland-Dings mach bald komplett zu, Alter! Und die ursächliche Brandschutzüberprüferei haben Du & Deine Kolleg*innen in der Fragerunde der Dezemberstadtratssitzung eingefädelt! Sehr schlau und geschickt, Julius! Was soll das erst bei größeren „wissenschaftlichen“ Problemen werden? 🙂

  2. Bürger sagt:

    Vielleicht sollte dieser runde Tisch erstmal grundsätzliches klarstellen: den Unterschied zwischen legaler und illegaler (somit strafbarer) Zuwanderung und eben die eigene Position zu letzterer. Dann lösen sich mindestens 90% der Diskussionspunkte von selbst auf.

    • Kommentator sagt:

      Bürger nimmt mir die Worte aus dem Mund und wer nichts gibt werter runder Tisch hat auch nichts zu fordern.

    • Jäger sagt:

      Wenn da linke und rote Kumpels mit am Tische sitzen, kommt nichts Greifbares heraus.

    • StER Halle sagt:

      Interessante Erwartung: Ein runder Tisch soll sich also zuerst „zur illegalen Migration positionieren“, bevor man überhaupt ins Gespräch kommt. Das klingt ein bisschen nach dem bekannten Drehbuch, bei dem komplexe gesellschaftliche Fragen auf ein einziges Schlagwort reduziert werden — und schon wirkt alles ganz einfach.

      Diese Art von Einstieg erinnert stark an jene politische Rhetorik, die lieber klare Feindbilder sortiert als reale Probleme löst. Wenn man Migration auf „legal vs. illegal“ zusammenschrumpft, kann man sich natürlich einreden, 90 % der Diskussion seien erledigt. Die Realität hält sich nur leider nicht an solche Vereinfachungen.

      Vielleicht wäre es hilfreicher, wenn ein runder Tisch sich nicht zuerst an Parolen orientiert, sondern an den tatsächlichen Herausforderungen, die Menschen, Kommunen und Behörden jeden Tag erleben.

  3. Schon wieder sagt:

    Das hat schon bei der BTW wunderbar geklappt. Nicht.

  4. Zappelphillip sagt:

    erster Absatz im Text = „aller für einen konstruktiven Diskurs auf Faktenbasis beim Thema Zuwanderung.
    Letzter Absatz= “ zentralen Beitrag zur wirtschaftlichen, demografischen und gesellschaftlichen Entwicklung des Landes leistet. Menschen mit Zuwanderungsgeschichte seien ein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft. Rassismus und Ausgrenzung dürften keinen Platz haben. Zuwanderungspolitische Fragen müssten lösungsorientiert, respektvoll und auf Grundlage belastbarer Daten behandelt werden.“

    Zumindest das Angebot eines offenen Gesprächs ist mit dem letzten Absatz schonmal ad absurdum geführt …

  5. Hans-Karl sagt:

    „Der Runde Tisch betont, dass Zuwanderung einen zentralen Beitrag zur wirtschaftlichen, demografischen und gesellschaftlichen Entwicklung des Landes leistet.“
    Die Zuwanderung leistet unzweifelhaft einen Beitrag. Nur ob dieser Beitrag positiv ist, insbesondere bei der gesellschaftlichen Entwicklung, möchte ich bezweifeln.
    Nach dem autoritären „Wir schaffen das!“ von vor gut 10 Jahren muss jetzt ein runder Tisch her? Warum wurden denn damals die Bürger nicht gefragt?

  6. naja sagt:

    „hebt zunächst die Bedeutung gelingender Zuwanderung für Sachsen-Anhalt hervor“

    Ist dem tatsächlich so?
    Nach meinem Dafürhalten sind wir davon ziemlich weit entfernt….leider.

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