Sachsen-Anhalt plant Sicherheitskonferenz gegen zunehmende Gewalt in Zügen: Mehr Personal, Bodycams, Reformen

Sachsen-Anhalts Verkehrsministerin Dr. Lydia Hüskens unterstützt die angestoßene Diskussion zur Vereinfachung der Fahrschein-Kontrollen in Regionalzügen. „Klar ist, dass wir alle Mittel ergreifen müssen, um Gewalt in Zügen Einhalt zu gebieten. Mehr Sicherheitspersonal in den Zügen, Schulungen, technische Vorkehrungen wie Bodycams, zügige Rechtsprechung sind einige davon“, erklärte Hüskens heute in Magdeburg.

„Manches haben wir schon umgesetzt, anderes würde ich zumindest gerne diskutieren, um zu sehen, ob wir so Sicherheit in den Zügen garantieren können“, fügte die Ministerin hinzu. Dazu werde es in den kommenden Wochen eine Sicherheitskonferenz mit den im Land beteiligten Verkehrsunternehmen, Sicherheitsbehörden und Verwaltungsebenen geben, kündigte sie an. Ziel sei es, die laufenden Diskussionsansätze, aber auch Erfahrungen aus den Pilotprojekten zum Einsatz von Bodycams auszuwerten.

„Viele Ideen klingen auf dem Papier erst einmal gut. Wir wollen aber keine Papiertiger sondern konkrete Verbesserungen. Deshalb müssen alle Beteiligten einmal mehr an einen Tisch“, betonte Hüskens. „Wir beobachten seit mehreren Jahren eine spürbare Verschlechterung der Stimmung in Zügen und Bahnhöfen. Respektloses Verhalten gegenüber dem Zugpersonal und anderen Fahrgästen, verbale Übergriffe sowie körperliche Gewalt haben merklich zugenommen. Andere Formen der Fahrscheinkontrollen könnten hier durchaus zur Deeskalation beitragen. Dabei sind wir uns sehr bewusst, dass der öffentliche Personennahverkehr in hohem Maße das gesellschaftliche Klima widerspiegelt“, ergänzte sie.

„Menschen, die im öffentlichen Nahverkehr arbeiten, müssen ihre Tätigkeit sicher und ohne Angst ausüben können. Nur so bleiben diese Berufe dauerhaft attraktiv. Nur so werden wir auch in Zukunft genügend Personal finden“, nannte Lydia Hüskens abschließend einen weiteren Aspekt der zum schnellen Handeln auffordere.

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22 Kommentare

  1. Bürger sagt:

    Wie wurde das vor 2015 gehandhabt?

  2. Reisender sagt:

    Das Problem sind doch die Täter.
    Früher gab es keine Messeangriffe oder brutale Körperverletzungen…..

  3. Dog sagt:

    Bla,bla bla und nichts passiert.

  4. Leissling sagt:

    Ganz ehrlich…. Wegfallen der Kontrolle für den Ausweis, ist wie das einladen zum Schwarzfahren. Bodycams sind genauso sinnlos. Wenn du jemand vor dir hast der auf Gewalt aus ist, schreckt das absolut nicht ab. Ich bekomme so oft auf der Strecke nach Leipzig mit wie sich Fahrgäste einfach nur im Ton vergreifen wenn ihnen vernünftig erklärt wird wo das Problem liegt. In facktnist ja nun einmal auch das es selbst online immer dabei steht das der Ausweis zu zeigen ist. Traurig das es selbst von den Leuten nicht verstanden wird. Lieber immer reden und sagen wir machen es besser. Mehr Sicherheit auf den Zügen würde ich als Fahrgast gerne begrüßen. Aber schafft man die Kontrolle wegen des Ausweises ab für das Deutschlandticker, schafft man wieder Ungleichheit zu anderen Personen mit anderen Tickets.

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