Sachsen-Anhalts Kommunen unterstützen ihre Zoos mit 19 Millionen Euro – Halle zahlt 3,5 Millionen Euro

19,2 Mio. EUR zahlten die Kommunen des Landes Sachsen-Anhalt 2024 für zoologische und botanische Gärten. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren die Auszahlungen damit um 13,9 % höher als 2023 (16,9 Mio. EUR).

Die Stadt Halle hat in jenem Jahr 3,5 Millionen Euro Betriebskostenzuschuss gezahlt. Das macht etwa ein Drittel der für den Zoobetrieb nötigen Gelder aus. 40 Prozent kommen durch Eintritt, Veranstltungen, Souvenirs und Gastronomiepacht in die Kasse, dazu kommen Spenden und Sponsoring. Der Personalaufwand für den halleschen Bergzoo beträgt 4,9 Millionen Euro. 2,8 Millionen Euro sind für den Materialaufwand nötig, also beispielsweise Futter.

Unternehmen und Vereine, die Zoos und botanische Gärten der Kommunen betrieben, erhielten von diesen dafür 9,0 Mio. EUR Zuschüsse für laufende Zwecke oder 46,6 % der Gesamtauszahlungen. Es handelt sich dabei um Transferleistungen, denen keine direkten Gegenleistungen gegenüberstehen.

Im Zusammenhang mit Personal der Zoos und botanischen Gärten verbuchten die kommunalen Kernhaushalte direkt Ausgaben von 6,3 Mio. EUR. Das war mit 32,7 % der zweitgrößte Kostenfaktor. Davon waren 80,5 % Dienstauszahlungen, 16,2 % Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung, 3,1 % Beiträge zu Versorgungskassen sowie 0,2 % Beihilfen, Unterstützungsleistungen und sonstige Personal- und Versorgungsauszahlungen. Für Sach- und Dienstleistungen gaben die Kommunen 1,8 Mio. EUR (9,4 %) aus. Das war ein Rückgang zu 2023 (2,1 Mio. EUR) von 13,2 %.

Der größte Anstieg (+70,8 %) zum Vorjahr (0,8 Mio. EUR) wurde bei den Auszahlungen aus Investitionstätigkeit verzeichnet. Von insgesamt 1,4 Mio. EUR wurden 1,3 Mio. EUR für Baumaßnahmen getätigt. Den größten Anteil der Investitionen leistete die Stadt Sangerhausen mit 1,1 Mio. EUR. Mit jeweils 0,1 Mio. EUR folgten die Hansestädte Salzwedel und Stendal.

Gegenüber 2023 (2,0 Mio. EUR) waren die Einzahlungen um 1,1 Mio. EUR (+54,5 %) auf 3,1 Mio. EUR gestiegen. Von den investiven Einzahlungen in Höhe von 1,4 Mio. EUR zahlte das Land Sachsen-Anhalt 1,3 Mio. EUR Zuweisungen für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen an 2 Städte. Den Hauptanteil mit 1,2 Mio. EUR nahm die Stadt Sangerhausen ein und den Rest die Hansestadt Salzwedel. Weitere Haupteinnahmequellen mit jeweils 0,6 Mio. EUR waren Benutzungsgebühren und sonstige privatrechtliche Leistungsentgelte.

Die Zahlungen beinhalten ausschließlich die Buchungen in der Produktgruppe 253 „Zoologische und Botanische Gärten“. Zum diesem Bereich gehören die Unterhaltung von Zoos, Tierparks, Wildparks, Aquarien und Botanischen Gärten

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Eine Antwort

  1. MS sagt:

    Das alles ist ja schön und gut, und finanziell sicher auch richtig und wichtig. Was mich interessiert: Welchen Aufwand mussten die Zoos und Kommunen betreiben, um die statistischen Daten zu erfassen und weiterzugeben, und welchen Aufwand musste das Amt betreiben, um diese Zahlen zu sammeln, zu verarbeiten und dann extra zu präsentieren?

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