Statt Galgenbergschlucht: Abschlusskonzert der Händelfestspiele zieht in die Marktkirche um

Das traditionelle Abschlusskonzert der Händelfestspiele in Halle (Saale) wird diesmal nicht in der Galgenbergschlucht stattfinden. Stattdessen wird der “Messiah” am Sonntag, 14. Juni 2026, in der Marktkirche erklingen. “Noch mehr Händel geht nicht, als in der Kirche, in der er getauft wurde”, sagte der neue Festspieldirektor Florian Amort. 

Ganz aus dem Programm getilgt wird aber die Galgenbergschlucht nicht. Am Tag vor dem Abschlusskonzert steigt hier das “BRIDGES”-Konzert. Mit den bisherigen „Bridges to classic”-Konzerten hat dies aber nichts mehr zu tun. Zwar wird es das Höhenfeuerwerk geben. Ansonsten sollen im Vorprogramm hallesche Bands spielen. Und nach dem Konzert soll dann das hallesche DJ-Duo Superflu aufspielen, zusammen mit der Staatskapelle einen Remix der Feuerwerksmusik zu Gehör bringen. “Eine Uraufführung”, so Amort.

Die Änderungen seien mit Blick auf den Zuschauerzuspruch nötig, sagte er. So seien nur noch 3.800 der 10.000 Tickets verkauft worden.

Dirigent Bernd Ruf hatte im Vorfeld Kritik geübt.

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7 Antworten

  1. winter sagt:

    Wie kann man so einen zum Festspieldirektor wählen. Er soll dahin wo er her kam. Wir brauchen keine besser Wisser. Bridges to Classics war immer ein Magnet . Es war immer toll was Bernd Ruf da geleistet hat.

    • Gedankenspiel sagt:

      Änderungen in einer Festivalstruktur haben ja wohl nichts mit künstlerischen Leistungen zu tun. Auch bewährtes Management braucht mal neue Leute und manchmal Programmänderungen. Alte Stiefel halten nicht ewig. Warum soll der Festspieldirektor wieder dorthin, woher er kam? Was soll diese Impertinenz? Aber eingefleischte Händelianer sind nun mal gegen alles Neues. Doch jede Traditon hat Bewahrenswerstes und bringt Neues hervor. Sonst gäbe es keine Weiterenteicklung.

  2. FM sagt:

    Ein interessanter Weg. In jedem Fall sprechen 3.800 von 10.000 möglichen Gäste nicht fürs Festhalten an Traditionen. Die Kritik von Herrn Ruf war sicher der Formalie geschuldet…
    Mit einer Personalentscheidung in der Geschäftsführung, sollten auch Änderungen im Konzept erfolgen. Nicht brachial sondern auf Sicht. Sich auch mehr an die Hallenser zu wenden und es in die Stadt und auf die Straße zu bringen, kann man nur begrüßen. Junges Publikum wird man nur so gewinnen. Wenn man ehrlich ist, läuft Händel nun nicht gerade in Dauerschleife – und das will auch keiner.
    Und wie sollte man anders zusätzliche Gäste gewinnen. Der Versuch ist es allemal wert. Ich wünsche in jedem Fall viel Erfolg!!!

  3. Enttäuschter Hallunke sagt:

    Ich bin einfach nur enttäuscht. Das ist doch einfach nur ein Witz. Warum tut man sowas? Ich bin jedes Jahr mit Freunden und der Familie zum Abschlusskonzert in die Galgenbergschlucht gegangen.

  4. MS sagt:

    In die Marktkirche gehen wieviel Personen? 500? Und das wird dann das Abschlusskonzert ??? Spielt da dann vielleicht ne kleine Kapelle mit 10 Leuten? Und aus Bridges to classic wird irgendwas mit Amateurbands und DJ´s…..also wenn das die Zukunft der Festspiele wird, dann danke.

  5. Wennemann sagt:

    3500 Karten wird man für das Konzert in der Marktkirche nicht annähernd verkaufen können. Andernfalls müsste man das Publikum stapeln. Was funktioniert, wird zerstört – in Halle, Sachsen-Anhalt und Deutschland.

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