Statt Geld: Bundesrat beschließt Bezahlkarte für Asylbewerber

Einige Bundesländer hatten die Bezahlkarte für Asylbewerber bereits auf Landesebene eingeführt – nun ist sie auch im Bundesrecht, genauer gesagt im Asylbewerberleistungsgesetz gesetzlich verankert. Sie tritt dort neben die bereits bestehenden Regelungen zu Geld- und Sachleistungen. Die Länder sind allerdings weiterhin frei in ihrer Entscheidung, ob sie die Bezahlkarte einführen und wie sie die Nutzung der Karte näher ausgestalten. Auch den zuständigen Behörden bleibt im Rahmen ihrer Ermessensausübung die Möglichkeit, sich im Einzelfall gegen den Einsatz einer Bezahlkarte zu entscheiden.

Datenaustausch zwischen Ausländerbehörden

Das Gesetz verbessert zudem die Möglichkeiten des Datenaustausches zwischen Ausländerbehörden und den Leistungsbehörden, die für die Sicherung des Existenzminimums sorgen sollen. Es verfolgt das Ziel, die Behörden durch eine automatisierte Datenübermittlung über das Ausländerzentralregister von häufigen standardmäßigen Abfragen zu entlasten und einem Leistungsmissbrauch vorzubeugen. Das Ausländerzentralregister soll nun Daten zur zuständigen Leistungsbehörde, zum Bezugszeitraum und zur Art der Leistung enthalten, auf die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, die Ausländerbehörden und die Leistungsbehörden zugreifen können.

Das Gesetz kann nun vom Bundespräsidenten ausgefertigt werden und tritt zum großen Teil am Tag nach der Verkündung in Kraft.

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26 Antworten

  1. . sagt:

    „Auch den zuständigen Behörden bleibt im Rahmen ihrer Ermessensausübung die Möglichkeit, sich im Einzelfall gegen den Einsatz einer Bezahlkarte zu entscheiden.“

    So ein bisschen Willkür-Möglichkeit möbelt noch den letzten Beamtenjob auf.

  2. Abwählen sagt:

    Vor den Wahlen noch schnell (alte) AFD Forderungen umsetzen. Ich hoffe, die Wähler vergessen nicht, wem sie den Zustand ihres Landes verdanken.

  3. Zipp sagt:

    Das hat die AfD schon vor Jahren gefordert. Endlich aufgewacht?

  4. Paul Zeltbrand sagt:

    Den Stadtrat von Halle kümmert das nicht, weiß es besser. Dann hätten sie auch Wiegand behalten können, der war auch grundsätzlich gegen alles.

  5. Löwe73 sagt:

    Das war mehr als überfällig. Kann aber nur ein erster Schritt sein. Wichtig wäre das grundsätzlich erstmal geltendes Recht umgesetzt wird und somit abgelehnt Asylanten abgeschoben werden. Desweiteren alle illegal im Land befindlichen Personen, also auch jene die sich mit gefälschten Papieren oder gar ohne Papiere Zutritt verschafft haben!

  6. Emmi sagt:

    Diese Entscheidung war längst überfällig auch der Austausch der Daten. Diese vorgeschobenen Ablehnung von Migrantenverbänden konnte ich eh nicht verstehen. Lohn wird auch auf ein Konto gezahlt und ich habe eine EC-Karte. Was sollte daran diskriminierend sein. Schlepper sollen von den Gelder der Deutschen Sozialkassen jedenfalls nicht bezahlt werden.

  7. Mut zum Selberdenken! sagt:

    Einfach überprüfen.

    Kannst natürlich auch einfach alles glauben, was du im Internet liest….