Umstrittene Steinschüttungen am Saaleufer noch einmal Thema: Stadtverwaltung legt Umweltbericht vor
Das langwierige und hochemotional geführte Kapitel um die Steinschüttungen am Saaleufer in Halle steht vor einem sachlichen Abschluss. Die Stadtverwaltung präsentiert nun die Ergebnisse der nachträglichen FFH-Verträglichkeitsprüfung. Die Untersuchung markiert das Ende einer Debatte, die vor rund zwei Jahren die Stadtgesellschaft spaltete, als im Schatten der Burg Giebichenstein massive Wasserbausteine zur Uferbefestigung eingebracht wurden.
Der Stadtrat der Stadt Halle hatte vor zwei Jahren auf den öffentlichen Druck und fachliche Bedenken reagiert. In einer wegweisenden Entscheidung beschlossen die Räte damals, auf die weitere Realisierung der Fluthilfemaßnahme Böschungsbefestigung zu verzichten und den ursprünglichen Baubeschluss aufzuheben. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, für bereits erfolgte Steinschüttungen in sensiblen NATURA-2000-Gebieten und anderen Naturschutzräumen nachträglich eine Verträglichkeitsprüfung durchzuführen, um die ökologischen Auswirkungen der Bauarbeiten rechtssicher bewerten zu können.
Im Fokus der nun vorgelegten Prüfung stand insbesondere ein etwa 17 Meter langer Abschnitt im NATURA 2000-Gebiet „Nordspitze Peißnitz und Forstwerder in Halle“. Das zentrale Ergebnis der FFH-Verträglichkeitsprüfung gibt nun Entwarnung für die Umweltschützer: Die Experten kommen zu dem Schluss, dass durch die vorgenommenen Steinschüttungen im Rahmen der Uferbefestigung keine erheblichen Beeinträchtigungen für die Schutz- und Erhaltungsziele des Gebiets von gemeinschaftlicher Bedeutung entstanden sind. Trotz des massiven Erscheinungsbildes der Steine blieben die ökologischen Kernfunktionen des betroffenen Areals demnach gewahrt.
Aus diesem Befund zieht der Beigeordnete René Rebenstorf in der Vorlage klare Konsequenzen für das weitere Vorgehen der Stadt. Da keine signifikanten Schäden an der Natur festgestellt wurden, ergibt sich aus den Resultaten der Prüfung auch keine Notwendigkeit, weitergehende Maßnahmen oder gar Rückbauten zu planen. Damit bleibt der aktuelle Zustand des Saaleufers in diesem Bereich bestehen.
Laut dem 42-seitigen Bericht wurden die Auswirkungen auf geschützte Lebensräume und Tierarten detailliert untersucht. Der betroffene Hartholzauenwald habe zwar durch die Steinschüttungen einen gewissen Flächenverlust, dieser wird jedoch lediglich als „geringe Beeinträchtigung“ eingestuft. Für streng geschützte Arten wie den Biber, den Fischotter oder die Mopsfledermaus wurden ebenfalls keine schwerwiegenden Folgen festgestellt. Die Gutachter gehen davon aus, dass die Tiere den Bereich weiterhin als Lebensraum und Wanderkorridor nutzen können. Auch im Zusammenwirken mit anderen Bauprojekten in der Stadt ergeben sich laut der Prüfung keine Effekte, die die Schwelle zur Erheblichkeit überschreiten würden.
Eine Herausforderung für die Experten war der Umstand, dass die Prüfung erst erfolgte, nachdem die Steine auf einer Länge von etwa 17 Metern im Schutzgebiet bereits ausgebracht worden waren. Der ursprüngliche Zustand der Ufervegetation musste daher über Analogieschlüsse und ältere Unterlagen rekonstruiert werden.Obwohl das Gutachten dem Projekt nun eine grundsätzliche Verträglichkeit mit den Zielen von Natura 2000 bescheinigt, bleibt der politische Beigeschmack: Die Stadt hatte im Mai 2024 bereits beschlossen, auf die weitere Fortführung der ursprünglichen Ausbaupläne zu verzichten. Die nun vorliegende Prüfung dient damit vor allem der rechtlichen Absicherung der bereits geschaffenen Fakten.










Schön, jetzt liegt der Ball wieder bei den „Naturschützern „. War das Gutachten umsonst oder wieviel Steuermittel wurden ver(Sch)wendet?
Hab gleich gesagt: Sieht zwar nicht gut aus, aber ist ökologisch auch nicht anders als natürliche Kiesufer und Kiesbänke an Flüssen. Das ist für viele Organismen ein prima Lebensraum.
Untersucht wurde also nicht, ob die Steinschüttungen im ursprünglich geplanten Umfang umweltverträglich gewesen wären?
Nur weil sogenannte Experten Umweltschäden prophezeit hatten, wurde soviel Wind gemacht. Diese Experten sind überall an den Schaltstellen und auch im Stadtrat an zutreffen!
„Umstrittene Steinschüttungen“
Hats jemanden am Heidesee gejuckt? Nein?
Aha.
Dich dann ja auch nicht.
Das ist die blanke Steinigung der Natur.
Der Menschen muss es dann ausbaden, wenn er über die Steine laufen soll.
„keine erheblichen Beeinträchtigungen für die Schutz- und Erhaltungsziele des Gebiets von gemeinschaftlicher Bedeutung entstanden sind. “
Das ist wieder eine sehr dehnbare Formulierung!