Streik an der Uniklinik Halle am Dienstag

Die Beschäftigten der Universitätsklinik in Halle beteiligen sich im Rahmen der Länder-Tarifrunde im Rahmen eines Partizipationsstreiks am Dienstag, dem 27. Januar am bundesweiten Branchenstreiktag im Gesundheitswesen.

»Die Arbeitgeber lassen am Verhandlungstisch jegliche Wertschätzung für die Leistung der Beschäftigten vermissen«, erklärte Ulrike Lorenz, zuständige Gewerkschaftssekretärin für das Universitätsklinikum Halle. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte auch in der zweiten Verhandlungsrunde am 15./16. Januar kein verbindliches Angebot vorgelegt. »Die Arbeitgeber tragen deshalb die volle Verantwortung für die Ausweitung der Warnstreiks«, so Lorenz.

»Die Beschäftigten in Universitätskliniken und anderen Gesundheitseinrichtungen sorgen unter schwierigen Bedingungen dafür, dass kranke Menschen rund um die Uhr gut versorgt werden. Das muss anerkannt werden – auch finanziell«, betonte Lorenz. ver.di fordert sieben Prozent, monatlich mindestens 300 Euro mehr Geld. Für Nachwuchskräfte fordert die Gewerkschaft monatlich 200 Euro.

»Die Bezahlung in den Ländern muss Anschluss halten an die Tarifentwicklung in anderen Bereichen«, sagte die Gewerkschaftssekretärin. »In den Universitätskliniken werden die schwierigsten Fälle behandelt, sie leisten Spitzenmedizin. Doch die Beschäftigten sollen weniger verdienen als in den kommunalen Krankenhäusern – das passt nicht zusammen.«

Die Beschäftigten des Universitätsklinikums Halle (Saale) werden ihren Unmut mit einem Warnstreik äußern. Der Klinikbetrieb kann an diesem Tag eingeschränkt sein, die Versorgung von Notfällen wird zu jeder Zeit gewährleistet. »Auch die Arbeitgeber müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und für faire Arbeitsbedingungen sorgen, damit nicht noch mehr Beschäftigte dem Gesundheitswesen den Rücken kehren«, so Lorenz. Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder werden am 11. Februar in Potsdam fortgesetzt.

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18 Antworten

  1. ! sagt:

    Ja, immer mehr Druck in den Kessel geben. Die Staatsquote und die Verschuldung des von Kommunen, Land und Bund sollten bekannt sein.

  2. Erzieherin sagt:

    Ich war mit diesem Krankenhaus jahrelang unzufrieden..ehe da mal Untersuchungen gemacht wurden wars schon fast zu spät, geschweige denn den Patienten über Ergebnisse zu informieren..Wertschätzung hab ich für dieses Krankenhaus nicht mehr

  3. PaulusHallenser sagt:

    Der Streik an der Uniklinik gefährdet Menschenleben, und die Gewerkschaft Verdi ist dafür verantwortlich. Streiks im Gesundheitswesen sollten aus Rücksicht auf Menschenleben komplett verboten werden, ebenso gewerkschaftliche Tätigkeiten in diesem Bereich.

    • 10010110 sagt:

      Verbieten, verhindern, verzögern – das ist der Markenkern der FDP.

    • Otto von Bismut sagt:

      @PaulusHallenser, das ist Unfug! Die für den Streiktag bereitgestellte „Notbetreuung“ ist in der Praxis besser aufgestellt, als reguläre Dienste. Somit kann man sich im Sinne der Patientensicherheit eigentlich nur wünschen, dass jeden Tag gestreikt wird!
      Der zweite Satz ist blanke Polemik. Bitte suchen Sie sich ein Land, dessen Wirtschaftspolitik und Sozialgesetze eher Ihren Wünschen entsprechen!

    • Ach Pauli... sagt:

      Oje, in einem Artikel gleich 2x der Lüge, Unwissenheit und Arbeitnehmerfeindlichkeit überführt…Vielleicht solltest du ganz von vorne anfangen. Z.B. mit einer richtigen Ausbildung?

    • Du hast vergessen zu fordern, dass alle entlassen und durch Leiharbeiter ersetzt werden sollen.

  4. Streik für das Ego der Verdi Bonzen sagt:

    Stand diese Klinik nicht schonmal auf der Kippe?
    Na dann, fröhliches Streiken für das Ego der Verdi Bonzen.
    Streiken auf Verdi Geheiß fanden die jetzt 2700 Arbeitlosen bei Zalando in Erfurt übrigens auch ganz toll.

  5. Thomas sagt:

    Warum werden für eine aktuelle Streikankündigung Bilder von 2019 verwendet????

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