Südstadt-Center: Kaufland prüft, ob der Standort noch eine Zukunft hat – Waren werden auf andere Filialen verteilt

Nachdem das Einkaufszentrum am Südstadtring in Halle (Saale) wegen erheblicher Brandschutzmängel geschlossen werden musste, ist noch nicht klar, ob Kaufland als größter Mieter bleibt. Die Supermarktkette war in der Vergangenheit bereits mehrfach eingesprungen und hatte Leistungen wie Reinigung und Heizung beauftragt, weil der Eigentümer seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist.

„Aktuell prüfen wir unter Beteiligung des Betriebsrats ergebnisoffen, ob und wie es für uns im Südstadt-Center noch eine Zukunft geben kann“, sagte eine Sprecherin der Kaufland-Zentrale in Neckarsulm. 80 Mitarbeiter sind betroffen.

Direkt nach dem Erhalt der Schließungsverpflichtung durch die Behörde habe man damit begonnen, einen Teil der Artikel auf umliegende Filialen zu verteilen. Diese Umverteilung werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Die Sprecherin verweist auf die anderen Kaufland-Filialen am Zollrain, in Trotha, im Halleschen Einkaufspark sowie in Landsberg und Merseburg.

Kaufland hatte den Standort schon einmal zur Disposition gestellt. Damals ging es um den Neubau von Globus in der Dieselstraße, den Kaufland verhindern wollte.

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10 Antworten

  1. ZooBastler sagt:

    Der Standort so wie es jetzt dort ist wird nicht zu retten sein, einen neue Filiale dürfte man kaum aufbauen, es wäre schön für die Leute die es benötigen. Das selbe wird auch für die anderen Läden zählen, fertig Fläche zum „einfach“ einziehen ist kaum vorhanden.

  2. PaulusHallenser sagt:

    „„Aktuell prüfen wir unter Beteiligung des Betriebsrats ergebnisoffen, ob und wie es für uns im Südstadt-Center noch eine Zukunft geben kann“, sagte eine Sprecherin der Kaufland-Zentrale in Neckarsulm. 80 Mitarbeiter sind betroffen.“

    Mal grundsätzlich: Der Betriebsrat hat laut „Betriebsverfassungsgesetz“ nicht die Legitimation, sich in Standortentscheidungen einzumischen. Über betriebswirtschaftliche und damit standortbezogene Belange entscheiden allein die Eigentümer bzw. das eingesetzte Management.

    • HalunkenHallenser sagt:

      Das ist Bullshit – aber man ist von dir ja nichts anderes gewohnt. Bei einer Standortschließung hat der Betriebsrat gemäß Betriebsverfassungsgesetz (§§ 111 ff. BetrVG) starke Mitbestimmungsrechte: Er muss frühzeitig und umfassend informiert werden, muss bei der Betriebsänderung einbezogen werden und verhandelt mit dem Arbeitgeber über einen Interessenausgleich (um die Schließung zu verhindern oder abzumildern) sowie zwingend über einen Sozialplan, der wirtschaftliche Nachteile der Mitarbeiter (z. B. Abfindungen, Transfergesellschaften) regelt. Der Betriebsrat versucht, die Schließung abzuwenden oder Alternativen zu finden, und setzt sich für die Belange der Belegschaft ein, oft mit anwaltlicher Unterstützung.

      • theduke sagt:

        Nur mal so: Der Betriebsrat kann die Standortschließung nicht verhindern, weil der Standort bereits geschlossen ist. Der BR kann sich lediglich darum künmern. was mit den MA passieren soll.

    • Halle-Leser sagt:

      Pauli, Du bist doch sonst dafür, dass der Markt das regelt.
      Du hast doch auch nur ansatzweise den Markt nicht verstanden.
      Da gibt es nämlich Teilnehmer.
      Ein Betriebsrat gehört dazu. auch wenn es Dir nicht passt.

      Es ist ja nicht das erste mal, dass Du beweist von Wirtschaft keine Ahnung zu haben.
      Waru sitzt Du eigentlich nicht im Stadtrat? Das wäre Deine Chance!

  3. So wird's gemacht sagt:

    Mit der Eröffnung von Kaufland-Bruckdorf war es nur eine Frage der Zeit, wann und vor allem wie (ohne ein blaues Auge zu bekommen), die Filiale in der (ärmlichen) Südstadt geschlossen wird.

  4. Detlef sagt:

    Abriss und Neubau

  5. Südstadtsenior sagt:

    Mein vorerst letzter Kommentar bei Du bist Halle, versprochen. Die Verantwortlichen Schweigen und/oder setzen immer noch eins drauf.
    Verzeiht mir meinen Sarkasmus, aber das muss ich noch los werden, vielleicht sucht ja noch einer was für die Büttenrede:
    @ Herr Neumann, fragen Sie doch mal Herrn Andreas Wels: „Wels tritt als Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl im Februar 2025 an, mit dem Ziel, Probleme in der Stadt proaktiv zu lösen.“
    Oder fragen Sie einfach mal bei der Stadt nach
    – Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des Halleschen FC auf der Silberhöhe 2025, die Investitionssumme … beläuft sich auf rund 20 Millionen Euro, Hauptfinanzierer: Stadt Halle (Saale)
    – Alte Laufhalle in der Robert-Koch-Straße wird ab Montag abgerissen – danach entsteht ein Neubau für 16 Millionen Euro
    nur mal um einige größere Projekte zu nennen.

    Vielleicht finden wir dann in Kürze (haha) Golf- oder Tennisplätze in den edlen Hallen des Centers, die Anbindung ist mit Bahn/S-Bahn/Bus ok, überdachte Parkplätze sind ebenso vorhanden.
    Die überwiegend älteren Einwohner des Stadtteils könnten ja dann auch mal Ihre Runden mit Gehilfen und Rollator ziehen.

  6. A.W. sagt:

    Sorry für die Anwohner, aber es ist wahrscheinlich besser, wenn das Center geschlossen bleibt. Hier hätte man schon vor wenigstens fünf Jahren eingreifen müssen.

  7. Philipp sagt:

    Beim Globus-Neubau ging es aber nicht um den Kaufland-Standort im Südstadt-Center, sondern um den neuen Kaufland-Standort im HEP.

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