Wie sollen die Züge ab Dezember fahren? Nahverkehrsservice NASA lässt Fahrgäste Fahrplan mitgestalten

Vom 12. Februar bis 1. März gewähren die Angebotsplaner der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA GmbH) Bahnreisenden wieder einen Blick hinter die Fahrplankulissen. In diesem Zeitraum stellen sie unter fahrgastforum.de/2027 die ersten Entwürfe für den Fahrplan 2027 vor, der am 13. Dezember dieses Jahres in Kraft tritt. Er bringt einige Neuerungen mit sich. Neben neuen Fahrzeugen verkehrt erstmals die Länderbahn in Sachsen-Anhalt. Auf drei Strecken, die aus Sachsen-Anhalt in Richtung Berlin führen, wird das Angebot ausgeweitet, die S6 aus Naumburg fährt ab Dezember in den City-Tunnel Leipzig und im Raum Bitterfeld werden Angebote überarbeitet und angepasst.

„Damit der Fahrplan den Bedürfnissen der Fahrgäste gerecht wird, setzen wir in Sachsen-Anhalt auf eine frühzeitige öffentliche Beteiligung. Nur wenn uns die Hinweise und Wünsche rechtzeitig bekannt sind, können Angebotsanpassungen bis zum Fahrplanwechsel im Dezember geprüft und umgesetzt werden. Ich lade deshalb auch heute dazu ein, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen“, sagte die Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens.

Die Fahrgäste haben die Möglichkeit, in den Nahverkehrsfahrplänen ihre bevorzugten Reiserouten zu untersuchen: Werden alle Anschlüsse oder Schul- und Schichtzeiten erreicht? Sollte dies nicht der Fall sein, gibt es eine Feedback-Funktion. Alle Einwände, die über diese Funktion bei der NASA GmbH eingehen, werden auf ihre Umsetzbarkeit geprüft.

Die wichtigsten Änderungen für den Fahrplan 2027 sind nachfolgend zusammengefasst.

Von Sachsen-Anhalt wird es noch mehr direkte Züge nach Berlin geben: Von Stendal, Lutherstadt Wittenberg, Zahna und dem Jessener Ortsteil Holzdorf gibt es künftig täglich jede Stunde einen Regionalexpress. Derzeit fahren die Züge nur alle zwei Stunden nach Berlin.

Naumburg, Weißenfels und Bad Dürrenberg bekommen täglich jede Stunde eine Direktverbindung in den Leipziger Citytunnel. Hierfür wird die S6 bis Leipzig-Stötteritz verlängert.

Höhere Kapazitäten werden auf den stark nachgefragten Verbindungen zwischen Halle und Leipzig geschaffen. Die Linien S5 und S5X bieten künftig tagsüber immer 300 Sitzplätze, auf der S3 wird dies mindestens Montag bis Freitag der Fall sein. Möglich wird dies durch den Einsatz von Neufahrzeugen des neuen Betreibers Länderbahn.

Zwischen Bitterfeld, Dessau und Lu. Wittenberg werden sich bei den S-Bahn-Linien S2 und S8 Abfahrtszeiten und Direktverbindungen bzw. Umstiege in Bitterfeld verändern. Auch am Wochenende soll es zweistündlich wieder Direktverbindungen Dessau – Halle geben.

Auch im Fahrplan 2027 wird es wieder umfangreiche Einschränkungen auf Grund von Baumaßnahmen geben. Sofern sie zum Veröffentlichungszeitpunkt vorliegen, werden erste Entwürfe für die Bauzeiträume im Rahmen der Fahrplanvorschau mit veröffentlicht. 

Die Fahrplanvorschau ist unter fahrgastforum.de/2027 einsehbar.

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6 Antworten

  1. Halle-Leser sagt:

    Die NASA – Die Verhinderungsgesellschaft schlechthin – will am WE alle 2 Stunden Dessau-Halle direkt. Was ändert sich damit? Dafür wird dann entweder S8/S2 oder S5/RE13 gestrichen und Du stehst nicht 35 Minuten bei verpasstem Anschluss sondern 55.

    Jahrelang wurde versucht den RE7 oder den RE13 nach Halle zu verlängern, damit die Hauptstadtanbindung besser wird.
    Wer hats verhindert?

    Was nutzen in einer S5(x) 300 Plätze, wenn die weder pünktlich noch in ausreichendem Takt fährt?
    Mit der Übernahme der Strecke anstelle der S47 bis Trotha sollte alles besser werden.
    Wenn jede 2te Bahn nur bis Steintorbrücke fährt, weil der Plan nicht zu schaffen ist, sind es nicht die Plätze die fehlen, sondern die Infrastruktur gibt es nicht her.

    Die ganzen kleinteiligen „Mimimi ich will was zu sagen haben“ Verbünde gehören abgeschafft und mit dem dann zur Verfügung stehenden Geld das Netz weiter ausgebaut.

  2. PaulusHallenser sagt:

    „Ich lade deshalb auch heute dazu ein, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen“, sagte die Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens.“

    Es freut mich sehr zu sehen, wie sich Dr. Lydia Hüskens für die Fahrgäste des ÖPNV in Sachsen-Anhalt einsetzt. Uns als FDP ist die Mobilität aller Bürger im LSA sehr wichtig. Ich hoffe, es gibt eine rege Beteiligung im Rahmen des Fahrgastforums!

  3. Ich sagt:

    Sagt der Autofahrer hier im Forum zur Planung des ÖPNV. 🫣

    Ach, Pauli! 🥹

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