Zugriff der Bundespolizei am Hauptbahnhof Halle: Mehrfacher Schwarzfahrer beleidigt und verletzt Zugbegleiterin

Vergangenes Wochenende begab sich ein Bahnreisender mehrfach ins Visier der Bundespolizei. Am Samstag, den 7. Februar 2026 nutzte er die Regionalbahn von Rudolstadt nach Jena ohne einen für die Fahrt erforderlichen Fahrschein zu besitzen. Die zuständige Zugbegleiterin beabsichtigte die Ausstellung einer Fahrpreisnacherhebung für den Deutschen, welcher sich allerdings nicht ausweisen konnte. Daraufhin bat sie die Bundespolizei um Unterstützung.

Beim Halt am Hauptbahnhof Halle (Saale) wartete eine verständigte Streife bereits auf die Einfahrt des Zuges, konnte die Bahnbedienstete sowie den Mann ohne Ticket antreffen. Dieser konnte sich auch gegenüber den Einsatzkräften nicht ausweisen und wurde zur Dienststelle am Hauptbahnhof Halle (Saale) mitgenommen. Dort konnte die Identität des 42-Jährigen mittels Fingerabdruckscan zweifelsfrei festgestellt werden. Der Mann wurde belehrt und erhielt eine Strafanzeige wegen Erschleichens von Leistungen.

Im Rahmen der Befragung äußerte die Zugbegleiterin, auf diesen Fahrgast bereits am Vortag, auf der Bahnfahrt von Rudolstadt Schwarza in Richtung Saalfeld, getroffen zu sein. Auch zu diesem Zeitpunkt konnte er direkt beim Einstieg kein Ticket vorweisen. Daraufhin schloss sie den Mann von der Weiterfahrt aus und wies ihn an, den Zug direkt wieder zu verlassen. Laut ihren Angaben stand er auf, begab sich zur Tür, kam der Frau verdächtig nahe, schubste sie mit seinem ganzen Körper und schlug mit seiner Faust in Richtung ihres Gesichtes. Dabei streifte er ihre Wange. Erschrocken flüchtete sie sich daraufhin in ihr Dienstabteil und zeigte die Situation nicht an. Der Mann wurde zu dem Vorgang befragt und räumte dies teilweise ein. Die Bundespolizei eröffnete dementsprechend ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Erschleichens von Leistungen.

Doch damit nicht genug traf eine weitere Zugbegleiterin am Sonntag, den 8. Februar 2026 um 10:52 Uhr erneut auf den 42-Jährigen. Als sie am Bahnhof Leipzig vor Abfahrt des Regionalexpresses nach Saalfeld eine Kontrollrunde durch den Zug machte, saß dieser in einer Sitzgruppe und hatte seine Füße auf dem Tisch. Sie schloss ihn abermals von der Fahrt aus. Der 42-Jährige verließ den Zug freiwillig. Als die Bahnbedienstete jedoch kurz auf den Bahnsteig trat beleidigte und bedrohte der Deutsche sie. Sie ignorierte dies, stieg in den Zug ein und fuhr ab. Telefonisch zeigte sie den Vorfall beim Bundespolizeirevier Halle (Saale) an. Die eingesetzten Beamten fertigten daraufhin zwei weitere Strafanzeigen wegen Beleidigung und Bedrohung gegen den Mann.

Artikel Teilen:

8 Antworten

  1. Peter Schumacher sagt:

    Es kann doch nicht sein das die Kolleginnen und Kollegen, die ihren Job machen gefährdet sind. Wir sollten uns Geschlossen zusammen tun und unseren Dienst vorerst Verweigern.

  2. Dog sagt:

    Richtig so,Dienst verweigern. Tot oder auf Restlebenszeit Behindert ist der Job nicht Wert.

  3. Peter sagt:

    „Der Mann wurde belehrt und erhielt eine Strafanzeige wegen Erschleichens von Leistungen.“

    Krass, eine Belehrung. Das wird ihm zu denken geben …

    … ah, doch nicht
    „Doch damit nicht genug traf eine weitere Zugbegleiterin am Sonntag, den 8. Februar 2026 um 10:52 Uhr erneut auf den 42-Jährigen.“

  4. Otto01 sagt:

    Solche Scheiß Assis in der Bahn. Die Trapo hatte da früher Gummiknüppel mitgeführt, da gab’s sowas nicht. Heute bekommen die ne Ermahnung und ne Belehrung, lächerlich. Die Zugbegleiter tun mir echt leid in ihrem Job. Neulich ist ja erst einer gestorben, schwerstverletzt von Einem der kein Ticket hatte. Wegen 60 Euro erhöhtes Beförderungsentgeld musste ein Zugbegleiter sterben, einfach furchtbar. Danke an alle TF und Zugbegleiter, die täglich ihren Job machen. Es muss eine Lösung her und es sollten mindestens 2 Zugbegleiter zusammen Fahrausweise kontrollieren.

Schreibe einen Kommentar zu Dog Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert